Metzler Euro Corporates AI-Fonds: Q1/2020-Bericht, Wertrückgang von 7,8% - Fondsanalyse


05.05.20 09:00
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Euro Corporates Fonds (ISIN DE000A0RBZB5 / WKN A0RBZB) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, lege der Fonds in verzinsliche Wertpapiere einschließlich Wandel- und Optionsanleihen in- und ausländischer Emittenten an. Daneben könnten auch Aktien erworben werden, soweit diese in der Ausübung von Bezugs-, Wandel- oder Optionsrechten erworben worden seien. Weitere Anlageinstrumente seien Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (insbesondere Kreditderivate) und in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente. Alle Anlageinstrumente könnten auf Euro oder auf Fremdwährungen lauten.

Das Fondsvermögen werde in fest und variabel verzinsliche Wertpapiere, bis zu 90% in Geldmarktinstrumente und bis zu 49% in Bankguthaben angelegt. Hierbei müssten mindestens 51% des Sondervermögens angelegt sein in Unternehmen (Corporates), z.B. in Wertpapieren oder Geldmarktinstrumenten von Industrieunternehmen und unbesicherten Bankschuldverschreibungen. Auf die Mindestanlagegrenze von 51% werde auch das Emittentenrisiko aus abgeschlossenen Geschäften in Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps, angerechnet. Pfandbriefe und andere Covered Bonds sowie Bankguthaben würden nicht auf die Corporatequote angerechnet.

Die starke Performance des Fonds in den ersten beiden Monaten des Jahres sei durch die Verunsicherung der Marktteilnehmer über die Folgen der Covid-19-Pandemie für die Wirtschaft zunichte gemacht worden. Gesamte Wirtschaftsräume weltweit seien im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nahezu geschlossen worden. Zentralbanken und Staaten hätten Milliardenhilfen bereitgestellt, um die Folgen der Coronakrise auf die Wirtschaft abzumildern, was den Finanzmärkten zu einer Bodenbildung verholfen habe.

Die Europäische Zentralbank (EZB) habe zunächst ihr Anleihekaufprogramm um weitere 120 Mrd. EUR aufgestockt, was sich für die Schwere der Krise als unzureichend erwiesen habe. Für unseren Fonds hatte das anschließend von der EZB lancierte 750 Mrd. EUR schwere Pandemie-Notfall-Ankaufprogramm (PEPP) die größte Relevanz, so die Experten von Metzler Asset Management. Im Rahmen dieses Programms erwerbe die EZB Staats- und Unternehmensanleihen; zudem seien die bisherigen Kriterien für den Kauf solcher Papiere aufgeweicht worden. Aufgrund der fehlenden Liquidität sei der Sekundärmarkt weitestgehend ausgetrocknet, sodass Verkäufe nur zu enormen Kursabschlägen möglich gewesen seien. Dagegen habe die Neuemissionstätigkeit deutlich zugenommen, nachdem die EZB ihre beiden Hilfsprogramme angekündigt habe. Die Neuemissionen seien auf so starke Nachfrage gestoßen, dass sie teilweise zehnfach überzeichnet gewesen seien.

Im Berichtsquartal (Q1) hätten die Experten von Metzler Asset Management ein günstiges Zeitfenster genutzt, um die Kasseposition des Fonds aufzubauen. An Neuemissionen hätten sie nur sehr selektiv teilgenommen. Zwar hätten die Experten sukzessive ihr Übergewicht in Anleihen mit niedrigerem Bonitätsrating und in Nachranganleihen reduziert, seien aber im Vergleich zur Benchmark weiterhin offensiver aufgestellt. Die Zinsduration im Portfolio habe im Berichtszeitraum überwiegend über dem Vergleichswert der Benchmark gelegen, im Februar sei der Fonds weitestgehend durationsneutral gewesen.

Im ersten Quartal habe der Fonds einen Wertverlust von 7,8% verzeichnet und damit schlechter abgeschnitten als die Benchmark mit einem Minus von ca. 5,9%. (Stand vom 31.03.2020) (05.05.2020/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
129,76 € 129,54 € 0,22 € +0,17% 27.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0RBZB5 A0RBZB 136,46 € 122,00 €