Metzler Eastern Europe-Fonds: Q2/2020-Bericht, Pandemie in den meisten Ländern Osteuropas eher milde verlaufen


01.09.20 10:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Ziel des Metzler Eastern Europe-Fonds ist es, eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Der Fonds investiere überwiegend in Aktien und aktienähnliche Wertpapiere. Zu jeder Zeit seien mindestens 51% des Fondsvermögens in osteuropäischen Aktien und aktienähnlichen Wertpapieren angelegt. Es sei nicht vorgesehen, dass der Fonds mehr als 35% seines Fondsvermögens in lokal gehandelte russische Aktien investiere. Derivate könnten eingesetzt werden, um das Engagement in Devisenmärkten zu erhöhen und/oder zu verringern. Der Vergleichsindex für den Fonds sei MSCI EFM Europe and CIS IMI Custom Capped ("MSCI EM Eastern Europe Custom").

Nach dem drastischen Einbruch der Aktienmärkte im ersten Quartal hätten sich die Kurse im zweiten Quartal ebenso rasant erholt. Das schnelle und beherzte Eingreifen von Regierungen und Zentralbanken weltweit habe die Hoffnung der Anleger auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft beflügelt.

Durch ein frühes und entschiedenes Eingreifen der Regierungen in Osteuropa sei die Pandemie in den meisten Ländern dieser Region eher milde verlaufen und die Gesundheitssysteme seien nicht an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen. Die Einschränkungen für das öffentliche Leben und die Wirtschaft hätten daher auch schneller als in Westeuropa gelockert werden können, was sich in deutlich erholten Wirtschaftsindikatoren für die Region niedergeschlagen habe. So sei der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Polen von 31,9 im April auf 47,2 im Juni gestiegen, wobei ein Wert über 50 eine steigende Wirtschaftsleistung anzeige.

Die Börsen Osteuropas hätten sich im Berichtsquartal im Gleichklang erholt. Der russische Aktienmarkt habe dabei insbesondere vom wieder steigenden Ölpreis profitiert, nachdem sich die Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder und ihre Kooperationspartner auf eine historische Förderkürzung von ca. 10% der globalen Ölförderung geeinigt hätten. Der MSCI Russland habe um 16,0% aus Sicht eines Euro-Investors zugelegt. Der polnische Aktienmarkt habe 18,0% gewonnen, gemessen am MSCI Polen, die türkische Börse habe ein Plus von 16,0% erreicht, gemessen am MSCI Türkei.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im Berichtszeitraum weiter Aktien von Unternehmen aufgestockt, die durch die Pandemie zwar kurzfristig in Mitleidenschaft gezogen würden, sich aber durch ein langfristig attraktives Geschäftsmodell auszeichnen würden. So hätten die Experten weitere Aktien des polnischen Modeeinzelhändlers LPP, des polnischen Restaurantbetreibers Amrest und des griechischen Lotto- und Wettanbieters OPAP gekauft. Auch hätten sie neue Unternehmen aus attraktiven Branchen in das Portfolio aufgenommen. So hätten Experten von Metzler Asset Management eine erste Beteiligung am polnischen Spieleentwickler 11Bit Studios erworben; zudem hätten sie zwei Versorger neu in den Fonds aufgenommen, die vom europäischen "Grünen Deal" profitieren dürften - also vom Plan der EU-Kommission, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen: Die griechische Terna Energy entwickle und betreibe Wind- und Solarkraftwerke und Tauron gehöre das größte Stromnetz in Polen. (Stand vom 30.06.2020) (01.09.2020/fc/a/f)






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