MainFirst Germany- und MainFirst Top European Ideas Fund: Warum Anleger in Europa jetzt die besten Aussichten finden


13.01.21 09:15
MainFirst Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DAX ist weiter im Aufwind, bereits kurz vor Jahresende 2020 hatte er neue Allzeithochs erreicht, so die Experten von MainFirst Asset Management.

Zugpferde seien Aktien aus zyklischeren Sektoren, oftmals als Value-Titel bezeichnet und von Anlegern zuvor längere Zeit links liegen gelassen. "Die Rally ist noch nicht zu Ende, zumindest für qualitativ hochwertige zyklische Titel", laute die Einschätzung von Olgerd Eichler, Fondsmanager des MainFirst - Germany Fund und des MainFirst - Top European Ideas Fund (ISIN LU0308864023 / WKN A0MVL0). "Wir sehen bereits einen Anstieg der Inflation, dieser Trend dürfte 2021 anhalten, denn die Notenbanken weltweit haben die Märkte mit Geld geflutet. Dies treibt die relative Erholung weiter an. Zudem haben viele qualitativ hochwertige Titel bisher erst Teile ihrer vorherigen Kursverluste wieder aufgeholt."

Die Zulassung mehrerer Impfstoffe und der Start der Impfkampagnen in verschiedenen Ländern würden den Optimismus an den Börsen bestärken. Auch wenn der Impfstoff erst im Laufe des Jahres 2021 für breite Bevölkerungsschichten verfügbar sein dürfte, hätten Marktteilnehmer diese Nachricht bereits eingepreist. "Dies bedeutet auch einen Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung vieler Unternehmen am Kapitalmarkt. Aktienkurse von Unternehmen, die besonders von der Pandemie betroffen waren - vor allem aus den Branchen Touristik, Unterhaltung, Banken sowie Energie - erholen sich enorm schnell. Für sie eröffnet die Verfügbarkeit eines Impfstoffs die Rückkehr zu einer neuen Art der Normalität", so Eichler weiter.

Mit nachlassender Unsicherheit seien die typischen Corona-Gewinner etwas aus dem Fokus der Anleger geraten. Stattdessen hätten zyklischere Werte und Value-Aktien ihre Wiederentdeckung gefeiert. Mit fortschreitender Erholung erfolge jedoch eine stärkere Differenzierung nach Qualität der jeweiligen Unternehmen. Es würden nun wieder die operativen Entwicklungen zählen. So liege zum Beispiel der Aktienkurs des Mietwagenverleihers Sixt wieder auf Vor-Corona-Niveau - und das, obwohl längst noch nicht wieder so viele Reisende einen Mietwagen von Sixt buchen würden wie zuvor. "Hier wird eingepreist, dass Sixt mit seiner hervorragenden Kapitalausstattung, rigoroser Kostendisziplin und klugen Zukäufe in der Krise sehr schnell wieder in die Erfolgsspur und damit zurück zu profitablem Wachstum gelangt, sobald sich die Dinge auch in der Realität aufhellen", erläutere Fondsmanager Eichler.

Die immense Erleichterung über die Impfstoffe habe sich auch an anderen europäischen Indices gezeigt, allen voran aus Frankreich, Spanien und Italien, die in den letzten beiden Monaten 2020 prozentual gut zweistellig zugelegt hätten. Die europäischen Aktienmärkte, deren Unternehmen im Vergleich zu den USA eher valuelastig seien, würden im Zuge globaler Umschichtungen eine solide Möglichkeit bieten, auf eine wirtschaftliche Erholung zu setzen. Investorengelder, die wieder in den Aktienmarkt drängen würden, würden diese Entwicklung treiben. Relative Gewinner seien bisher der Bankensektor sowie Öl & Gas gewesen, im Vergleich dazu hätten defensive Branchen wie Gesundheitswesen, Hersteller von Nahrungsmitteln, Getränken und Haushaltsgütern nur gering zulegen können.

"Die Kluft, die sich zwischen Value und Growth in den vergangenen Jahren aufgebaut und im Jahresverlauf 2020 verschärft hatte, sollte sich nun weiter schließen", prognostiziere Aktienexperte Eichler. Dabei müssten mit einer Outperformance von Value-Aktien nicht zwangsläufig absolute Kursverluste bei Growth-Titeln einhergehen. Gerade für aktiv verwaltete Fonds biete diese Konstellation einer Sektorrotation große Chancen durch Einzelwerteselektion. (13.01.2021/fc/a/f)