Magna MENA Fund: Kleiner Verlust im November - Fondsanalyse


04.01.18 10:30
Charlemagne Capital

London (www.fondscheck.de) - Akhilesh Baveja, Manager des Magna MENA Fund bei Charlemagne Capital, fasst die aktuell wichtigsten Marktentwicklungen in Nahost und Nordafrika zusammen.

Der Fonds habe im November einen kleinen Verlust hinnehmen müssen - was in etwa der Entwicklung der zugrunde liegenden Märkte entsprochen habe - er liege aber beim diesjährigen Abschneiden weiter deutlich vor seiner Benchmark.

Hinter den meisten Aktienbewegungen des Monats hätten die geopolitischen Spannungen innerhalb der Region und die Nachwehen der Antikorruptionsinitiative in Saudi-Arabien gestanden. Fundamentaldaten seien momentan eher in den Hintergrund getreten. Es habe auch Spannungen wegen etwas gegeben, das sich als die beste Investmentgelegenheit 2018 entpuppen könnte: Das Ziel der Saudis, die Volkswirtschaft weg von der Abhängigkeit vom Öl zu diversifizieren. Die öffentlichen Absichtsbekundungen der Regierung seien ganz klar auf dieses Ziel ausgerichtet, aber wie die Experten häufig in vielen anderen Ländern hätten beobachten können, müsse hinter solchen Ambitionen auch die Bevölkerung stehen, die zumindest kurzfristig die negativen wirtschaftlichen Konsequenzen einer derartigen Reformanstrengung aushalten müsse.

Aufbauend auf den drei Reformsäulen, auf die sich die Experten konzentrieren würden - Politik, Wirtschaft und Aktienmarkt - habe Saudi-Arabien ganz klar das Potenzial, auf viele Jahre hinaus eine Gelegenheit für Aktienanleger darzustellen. Die Frage, mit der sich die Experten derzeit herumschlagen würden, sei das richtige Timing. Lohnkürzungen und Abschaffung von Subventionen würden sich anfänglich äußerst negativ auf die verfügbaren Einkommen auswirken, was genau die Unternehmen außerhalb des Ölsektors betreffe, die die größten Nutznießer vom langfristigen Wachstum einer Nicht-Öl-Volkswirtschaft seien. Beim gegenwärtigen Reformkurs komme der Wendepunkt für die Ertragssituation dieser Unternehmen immer näher, und die Experten würden ständig an der Feinabstimmung ihrer Prognosen und Risikofaktoren arbeiten, um den optimalen Zeitpunkt für ein stärkeres Engagement festzulegen.

Die Experten seien der Auffassung, dass die Fundamentaldaten der Unternehmen, in die sie investieren würden, weiterhin sehr stark bleiben würden, und sie würden jetzt einige der günstigsten Bewertungen seit einigen Jahren in der Region sehen. Der saudische Markt habe für die nächsten zwölf Monate ein erwartetes KGV von 13,5 im Vergleich zum jüngsten historischen Spitzenwert von 26.

Andere Märkte der Region seien ebenfalls negativ durch einen höheren Aktienrisikoaufschlag getroffen worden. Die Beurteilung der Fonds-Beteiligungen in den VAE, Kuwait und Ägypten mittels einer Bottom-up-Perspektive zeige die gegenwärtige Lage und den Ausblick in einem ganz anderen Licht. Viele der Titel im Portfolio würden mit einem nachhaltigen Dividendenertrag von über 6% gehandelt und würden hauptsächlich in Währungen ausgewiesen, die an den US-Dollar gekoppelt seien. Daher seien nur äußerst niedrige festverzinsliche Renditen möglich, wodurch sich ein Absinken des Aktienrisikoaufschlags sehr deutlich und positiv auf die Aktienmärkte auswirken könnte. (Ausgabe vom 22.12.2017) (04.01.2018/fc/a/f)






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