MEAG VermögensAnlage Return-Fonds: Jahresbericht per 30.09.2017, Wertzuwachs von 10,35% - Fondsanalyse


03.01.18 08:30
MEAG

München (www.fondscheck.de) - Der MEAG VermögensAnlage Return A-Fonds basiert auf einem dynamischen risikokontrollierten Konzept, so die Experten von MEAG.

Im Rahmen des dynamischen Konzeptes starte der Fonds zu Beginn eines jeden Kalenderjahres mit einer ausgeglichenen Gewichtung zwischen "Aktien" und "Anleihen". Danach werde monatlich regelbasiert die Gewichtung überprüft und gegebenenfalls angepasst, mit dem Ziel, während eines Kalenderjahres von der Wertentwicklung der jeweils besser laufenden Anlageklasse zu profitieren. Bei einem stärkeren Ansteigen des Risikos werde dieses systematisch reduziert durch Umschichtungen in risikoärmere Anlagen, z. B. Geldmarktpapiere. Hierbei werde für den Fonds eine Volatilität (Schwankungsbreite der Anteilpreise) zwischen 7 und 10 Prozent angestrebt. Ziel des Fonds sei ein attraktiver Wertzuwachs durch die Teilhabe an der Wertentwicklung der internationalen Aktien- und europäischen Rentenmärkte.

Der MEAG VermögensAnlage Return bestehe zum Berichtsstichtag aus zwei verschiedenen Anteilklassen (Anteilklasse A und I). Die zwei Anteilklassen würden sich hinsichtlich der Gebührenstruktur (Ausgabeaufschlag und Verwaltungsvergütung) sowie der Mindestanlagesumme unterscheiden.

Im Herbst 2016 hätten sich die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen noch im negativen Bereich befunden. Im weiteren Verlauf sei aus vielfältigen Gründen ein Renditeanstieg dieser Papiere erfolgt. Zum einen hätten die Ankündigungen des neuen US-Präsidenten Trump für ein umfangreiches fiskalpolitisches Paket die Sorge vor einer höheren Staatsverschuldung in den USA entfacht. Zum anderen sei die Diskussion über eine mögliche vorzeitige Rückführung des Anleihekaufprogrammes der Europäischen Notenbank ("Tapering") Auslöser für diesen Renditeanstieg gewesen.

Auch die insgesamt drei getätigten Zinsanhebungen durch die US-amerikanische Zentralbank im Dezember 2016, März und Juni 2017 sowie die guten Konjunkturdaten für die Eurozone hätten dazu beigetragen, dass die Kurse zehnjähriger deutscher Staatsanleihen nachgegeben hätten. Für sporadische Unruhe hätten die französischen Präsidentschaftswahlen gesorgt. Die Anspannung sei insbesondere vor dem ersten Wahlgang im April 2017 angestiegen, denn ein Sieg der populistischen Kandidatin Marine Le Pen sei nicht ausgeschlossen gewesen. Aufgrund dessen hätten sich die Risikoprämien französischer und südeuropäischer Staatspapiere zehnjähriger Restlaufzeit gegenüber deutschen Staatspapieren gleicher Laufzeit erhöht.

Nach der Stichwahl sei an den Märkten durch den Erdrutschsieg des gemäßigten Kandidaten Emmanuel Macron ein deutliches Aufatmen erkennbar gewesen, sodass sich die Renditeaufschläge gegenüber deutschen Staatsanleihen verringert hätten. Hiervon sei ein deutliches Signal für Europa ausgegangen, insbesondere mit Blick auf den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. Daneben habe der sich zuspitzende Nordkorea-Konflikt die Marktagenda bestimmt und temporär die Gemüter beunruhigt. Im Geschäftsjahr hätten die deutschen zehnjährigen Bundeanleihen eine Aufwärtsbewegung um insgesamt 65 Basispunkte auf 0,46 Prozent verbucht, auch die US-amerikanischen Staatspapiere mit zehnjähriger Laufzeit hätten um 72 Basispunkte höher bei 2,33 Prozent notiert. Der MSCI World habe stichtagsbezogen um etwa 15,7 Prozent höher notiert.

Die Aktienquote sei im Berichtszeitraum sukzessive mit wenigen Ausnahmen angehoben worden. Zu Beginn des Geschäftsjahres sei ein Anstieg des Engagements in Aktienmärkte von ca. 60 auf etwa 66 Prozent im November 2016 erfolgt. Die Rentenquote habe sich in den ersten Monaten des Geschäftsjahres in einer Bandbreite zwischen etwa 34 und 40 Prozent bewegt. Nach der modellgemäßen Anpassung auf eine ausgeglichene 50/50-Aktien/Renten-Allokation zum Jahresanfang 2017 sei die Aktienmarktpartizipation des Fonds mit den steigenden globalen Aktienmärkten erneut angehoben worden.

Die gute konjunkturelle Lage in den USA, der Eurozone aber auch in den Schwellenländern sowie niedrige Inflationsraten seien der Auslöser für die steigenden Märkte gewesen. Geopolitische Konflikte hätten das freundliche Börsenwetter nicht eintrüben können, sodass der MEAG VermögensAnlage Return im März 2017 eine Aktienquote von über 78 Prozent aufgewiesen habe und mit rund 22 Prozent in Rentenpapiere investiert gewesen sei. Das Aktienengagement des Fonds sei bis zum Sommer weiter gestiegen und habe im Juli 2017 mit 94 Prozent seinen bisherigen Höchststand im Berichtszeitraum erreicht. Zum Berichtsstichtag sei die Aktienquote wiederholt zulasten der Rentenallokation auf den Rekordwert von gut 99 Prozent gestiegen.

Der MEAG VermögensAnlage Return habe im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 eine Wertentwicklung von 10,35 Prozent in der Anteilklasse A und 10,95 Prozent in der Anteilklasse I (BVI-Methode) erzielt. Positive Beiträge zur Wertentwicklung hätten sich aus der breiten Aufstellung des Portfolios sowie aus dem dynamischen risikokontrollierten Konzept ergeben. Negativ hätten sich die kleineren temporären Schwankungen an den Aktienmärkten im Berichtszeitraum ausgewirkt.

Der ordentliche Nettoertrag pro Anteil betrage für die Anteilklasse A für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,82 Euro und für die Anteilklasse I 1,17 Euro. Für die Wiederanlage am 30. September 2017 seien für die Anteilklasse A 5,97 Euro pro Anteil und für die Anteilklasse I 6,30 Euro pro Anteil verwendet worden.

Die Renditen von Industriestaatenanleihen sollten bei weiter anhaltenden Wachstum und höheren Inflationsraten ansteigen. Bei Schwellenländerstaatspapieren sei vereinzelt noch Kurspotenzial vorhanden. Allerdings dürften schon einige Ereignisse eingepreist sein. Zudem habe die US-Notenbank bereits den Zinsanhebungspfad begonnen und die EZB dürfte zeitversetzt folgen, sodass auch die Renditen von Schwellenländerstaatspapieren auf längere Sicht wieder ansteigen dürften. Das freundliche globale Wachstumsumfeld, sinkende Arbeitslosenzahlen und anziehende Inflationsraten sowie hohe Unternehmensgewinne sollten Aktien einen Nährboden für weiteres aber begrenztes Aufwärtspotenzial bieten.

Geopolitische Risiken könnten hingegen zu einer stärkeren Nachfrage nach den vermeintlich sicheren deutschen Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit führen. In Europa könnten Proteste gegen die französischen Arbeitsmarktreformen und in Spanien das angestrebte Unabhängigkeitsreferendum Kataloniens einen stürmischen Herbst nach sich ziehen. Für turbulente Zeiten dürfte ferner auch eine Eskalation des Nordkorea-Konfliktes sorgen.

Grundsätzlich könnten Adressenausfallrisiken nicht ausgeschlossen werden. Das Fondsvermögen sei im Berichtszeitraum jedoch breit gestreut investiert gewesen, zudem habe bei der Auswahl der Einzeltitel immer die gute Qualität der Wertpapiere im Vordergrund gestanden. Die Anleihen hätten Ende September 2017 ein durchschnittliches Rating von AA3 (internes MEAG Rating). Mit einem Portfolioanteil von 100 Prozent hätten Papiere sehr guter Bonität den Anlageschwerpunkt gebildet. Die Adressenausfallrisiken seien demnach als gering anzusehen gewesen.

Das Sondervermögen habe infolge der Investition in Rentenpapiere Zinsänderungsrisiken aufgewiesen, die sich in Form von Kursänderungen in den einzelnen Anlagen niedergeschlagen hätten. Die Zinssensitivität des Portfolios habe Ende September 2017 -0,46 Prozent (Modified Duration mit Derivaten) betragen, d. h., das Zinsänderungsrisiko des Fonds sei als niedrig eingeschätzt worden.

Während des Berichtszeitraumes habe das Sondervermögen Marktpreisrisiken vor allem in Form von Zinsrisiken und Aktienkursschwankungen inne gehabt. Durch die breite Streuung und Fokussierung auf Qualitätstitel hätten im Berichtszeitraum Risiken reduziert werden können. Das Marktpreisrisiko, gemessen an der Schwankungsbreite (Volatilität) des Anteilpreises, habe in den vergangenen zwölf Monaten 5,73 Prozent betragen und sei somit als moderat einzustufen gewesen.

Zum Berichtsstichtag habe der Investmentfonds keine offenen Währungspositionen ausgewiesen, alle Papiere hätten auf Euro gelautet, sodass keine Währungsrisiken vorhanden gewesen seien.

Das Sondervermögen sei im Berichtszeitraum überwiegend in hochliquide Aktien und Rentenpapiere investiert gewesen. Alle Positionen seien handelbar gewesen, es habe sich ein sehr geringes Liquiditätsrisiko für das Sondervermögen ergeben.

Die Fondsgesellschaft habe im Berichtszeitraum die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren. Dies werde regelmäßig durch die Innenrevision überprüft.

Das Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften belaufe sich in der Anteilklasse A auf -482.383,53 Euro. Der Betrag setze sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: realisierte Gewinne aus Derivaten (833.702,43 Euro) und aus Devisengeschäften (-1.031,58 Euro); realisierte Verluste aus Derivaten (-1.098.311,42 Euro), aus Anleihen (-126.038,03 Euro), aus Aktien (-84.672,59 Euro), aus Devisengeschäften (-6.005,90 Euro) und aus Bezugsrechten (-26,44 Euro).

Das Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften belaufe sich in der Anteilklasse I auf -385.604,29 Euro. Der Betrag setze sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: realisierte Gewinne aus Derivaten (668.562,13 Euro) und aus Devisengeschäften (-852,22 Euro); realisierte Verluste aus Derivaten (-879.925,32 Euro), aus Anleihen (-100.833,52 Euro), aus Aktien (-67.684,13 Euro), aus Devisengeschäften (-4.849,97 Euro) und aus Bezugsrechten (-21,26 Euro).

Während des Berichtszeitraumes habe es keine wesentlichen Ereignisse gegeben. (Ausgabe vom 30.09.2017) (03.01.2018/fc/a/f)





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