LuxTopic-Fonds: Mit kräftigem Rückenwind ins neue Jahrzehnt?


08.01.20 14:00
Robert Beer Investment

Weiden (www.fondscheck.de) - Die Märkte haben 2019 viele Marktteilnehmer überrascht, so die Experten von Robert Beer Investment.

Begleitet von großer Angst zu Beginn des Jahres und deutlichen Rückschlägen während des Jahres sei es per saldo kräftig nach oben gegangen. Die Schwankungen seien in erster Linie von der Nachrichtenlage zum Handelskonflikt zwischen USA und China geprägt worden. Getrieben worden seien die Märkte letztlich von den guten Unternehmensdaten und der reichlichen Liquidität. Die Unternehmen würden weiterhin hervorragend verdienen und seien zumindest in Europa noch fair bewertet. Die Zinsen würden auf absehbare Zeit nahe Null bleiben und es gebe weiterhin enorme Liquidität. Die Rentenmärkte seien heillos überbewertet. Insbesondere High Yields seien sehr riskant.

Die amerikanische Präsidentschaftswahl dürfte per saldo positiv auf die Aktienmärkte wirken. Und auch der Handelskonflikt werde die Märkte weiter beschäftigen, aber unterm Strich eine positive Entwicklung nehmen, wobei der große Durchbruch kaum zu erwarten sei.

Da sich die Stimmung der Anleger gerade deutlich ins Positive bewege, sollte man eine gewisse Vorsicht walten lassen, denn diese Sorglosigkeit mache die Märkte anfällig für temporäre Korrekturen. Auslöser könne es viele geben, wie die letzten Tage gezeigt hätten. Daher sei eine risikoadjustierte Vorgehensweise angebracht.

Unterm Strich hätten bei den meisten Assetklassen 2019 positive Vorzeichen gestanden, wobei die Aktienmärkten mit Zuwächsen von 20% und mehr herausgestochen seien. Auch die risikoadjustierten Fonds der Experten hätten von der positiven Tendenz profitieren und ordentlich zulegen können:

Fonds/ Kurs per 31.12.2019/ Wertentwicklung 2019

LuxTopic - Aktien Europa A (ISIN LU0165251116 / WKN 257546)/ 22,00 EUR/ 19,00%
LuxTopic - Aktien Europa B/ 1.097,90 EUR/ 19,80%
LuxTopic - Flex/ 195,49 EUR/ 15,70%
LuxTopic - Systematic Return A/ 74,64 EUR/ 4,30%
LuxTopic - Systematic Return B/ 765,73 EUR/ 5,00%

Die Sorgenfalten aus Dezember 2018 hätten sich Großteils gelegt und bei vielen Konflikten stünden die Zeichen auf Entspannung. So habe sich im Dezember mit Vereinbarung des "Phase-1-Deals" die Hoffnung auf ein Abebben des Handelskonflikts merklich erhöht. Auch der Brexit könne nach dem Wahlergebnis in Großbritannien nun endlich über die Bühne gehen. Und eine drohende Rezession scheine - dank sich bessernder Konjunkturdaten - aktuell kein Thema mehr zu sein.

Statt dessen könnten Anleger einen Blick auf die harten wirtschaftlichen Zahlen richten. Und die seien durchaus positiv. So würden die Arbeitsmarktzahlen in den USA aber auch in Deutschland weiterhin eine starke wirtschaftliche Aktivität signalisieren. Lediglich der Automobilsektor spüre nach vielen starken Jahren eine Schwächephase. Hier, wie auch beim Export, sollten sich die Aussichten im Laufe des Jahres wieder aufhellen. Währenddessen sollten die Zahlen bei Konsum und Bau dank Beschäftigung und Zinssituation stark bleiben.

Die US Notenbank habe nach der 180° Kehrtwende im letzten Jahr angekündigt, expansiv zu bleiben und bis Sommer 60 Mrd. USD T-Bills pro Monat zu kaufen. Ein Ende dieser Käufe sowie Zinsanhebungen - gerade vor der US-Wahl - seien nicht zu erwarten. Auch in Europa, Japan und China würden die Notenbanken extrem viel Liquidität bereitstellen und hätten angekündigt, dass eine Straffung nicht in Sicht sei.

Für die Aktienmärkte sei seit Jahren die Notenbankpolitik und die daraus resultierende Liquidität entscheidend. Kein Wunder also, dass die Aktienmärkte sehr gut gelaufen und - trotz des Anstiegs - auch die Aussichten alles andere als schlecht seien. Gerade Europäische Standardwerte seien in den letzten fünf Jahren kaum gestiegen und würden aktuell mit dem langfristigen Durchschnitt bewertet. Hinzu komme eine attraktive Dividendenrendite. Viele Marktteilnehmer stünden unter enormen Renditedruck, seien zudem unterinvestiert und wollten bzw. müssten demnächst kaufen.

Vorsicht würden die Experten allerdings bei Technologiewerten und illiquiden Startups walten lassen. Viele IPOs der vergangenen Monate hätten massiv enttäuscht. Am Fall von WeWork und Uber könne man erkennen, wieviel heiße Luft teilweise in den Bewertungen enthalten sei. Nicht unerwähnt sollte zudem die Abhängigkeit von den "Top5" bleiben. Apple, Microsoft, Alphabet, Facebook und Amazon stünden inzwischen für über 16% des S&P 500. Ein Wert, der in den letzten 30 Jahren nur 1999 erreicht worden sei und bei diesen Aktien zur Vorsicht mahne.

Eine Befürchtung, die man bei fundamental und qualitativ hochwertigen Blue Chips aus Europa derzeit nicht haben müsse. Daher würden die Experten bei ihrer Einschätzung bleiben und die kommenden Jahre besonders für europäische Aktien positiv sehen. Vor dem Hintergrund jederzeit möglicher Störfeuer aus der Politik und aufgrund der allgemeinen Sorglosigkeit, sollten Anleger jedoch Anlagen mit aktivem Risikomanagement bevorzugen und generell Rücksetzer als Einstiegs- und Nachkaufgelegenheit sehen. (08.01.2020/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
28,18 € 27,84 € 0,34 € +1,22% 28.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0165251116 257546 28,91 € 19,80 €
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