Lupus alpha Micro Champions-Fonds: Nebenwerte rücken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit - Fondsanalyse


06.04.21 09:00
GBC AG

Augsburg (www.fondscheck.de) - Der Lupus alpha Micro Champions (ISIN LU1891775774 / WKN A2JB8X, A) investiert mittels einer fokussierten Bottom-up-Strategie schwerpunktmäßig in europäische Micro Caps, so Felix Haugg, Analyst der GBC AG in der aktuellen Ausgabe von "GBC Fonds Champions 2021".

Diese Micro Caps seien häufig Nischenplayer mit fokussiertem Geschäftsmodell, überdurchschnittlicher Rendite- und Wachstumspotenzial. Um solche Nischenplayer im europäischen Markt zu identifizieren und eine Investitionsentscheidung zu treffen, greife der Fonds neben einer quantitativen Fundamentalanalyse vor allem auf eine qualitative Beurteilung des Managements zurück. Durch solch eine fokussierte Bottom-up-Strategie würden sich langfristig Renditepotenziale erschießen lassen.

Das Management-Team des Lupus alpha Micro Champions Fonds verfüge über eine langjährige Erfahrung im Fondsmanagement. Bereits im Jahr 2000 sei die unabhängige, inhabergeführte Lupus alpha Asset Management AG gegründet worden. Seit diesem Zeitpunkt konzentriere sich das Management auf spezialisierte Anlageklassen abseits breiter Trends, wie europäische Small- und Mid-Caps, Alternative Solutions sowie spezialisierte Fixed Income Strategien. Diese Strategiewahl habe sich über die Jahre ausgezahlt. Mittlerweile würden für das Asset Management von Lupus alpha Fonds mehr als 90 Mitarbeiter arbeiten.

Das Fondsmanagement investiere mit dem Lupus alpha Micro Champions Fonds schwerpunktmäßig in europäische Nebenwerte mit einer Marktkapitalisierung zwischen 50 und 750 Mio. Euro. Der Auswahlprozess für einzelne Investments beruhe auf einer fokussierten Bottom-up-Strategie. Zur Bewertung einzelner Titel werde neben einer umfassenden Fundamentalanalyse auch auf eine qualitative Methode zurückgegriffen.

Hintergrund dieser Strategie sei, dass sich in dem Segment der europäischen Micro Caps viele Nischenplayer - sogenannte Hidden-Champions - mit überdurchschnittlichen Renditepotenzialen befänden. Der Fonds könne für diese spezialisierte Strategie auf ein sehr erfahrenes Team von neun Spezialisten im europäischen Nebenwertesegment zurückgreifen. Jedes Teammitglied bringe im Durchschnitt eine Investmenterfahrung von rund 18 Jahren mit ein.

Das Segment Micro Caps sei in Großteilen von Ineffizienzen geprägt, welche die Voraussetzung für überdurchschnittliche Renditen seien. Durch die hohe Spezialisierung in diesem Markt sei die Chance um einiges größer, solche Ineffizienzen durch Informationsvorsprünge in Renditevorteile zu wandeln. Zur Identifizierung von Marktineffizienzen setze das Fondsmanagement neben einer eigenen Analyse auch auf den persönlichen Kontakt mit dem Unternehmensmanagement. Hierfür habe das Lupus alpha-Team auf Managementebene mehr als 1.000 Kontakte zu Unternehmen im Jahr. Durch diese Treffen erhalte das Fondsmanagement neben einem tiefen Einblick in das Unternehmen auch einen persönlichen Eindruck des Managements. Diese Erkenntnisse würden in dem Entscheidungsprozess berücksichtigt und würden als Grundlage für die Investments dienen.

Die institutionelle Anteilklasse (ISIN LU0218245263 / WKN A0EAM5, CAV) gebe es bereits seit dem 16. Juni 2005 und könne auf eine außerordentliche Performance zurückblicken. Die Retail-Anteilsklasse (A) sei am 6. Februar 2019 aufgelegt worden und blicke trotz der kurzen Historie der Anteilklasse auf eine ebenfalls sehr erfolgreiche Performance von 49,0% seit Start zurück. Neben der starken Performance sei ebenfalls eine niedrige Volatilität von 16,3% erzielt worden. Zudem liegt die von uns errechnete Sharpe Ratio von 1,35 deutlich über 1,0, so die Analysten der GBC AG.

Selbst im Jahr 2020 habe der Fonds (institutionelle Anteilklasse) trotz der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die globalen Märkte eine Rendite von 36,1% erwirtschaften können. Die selbst gewählte Benchmark "EURO STOXX Small Return Index" habe im selben Zeitraum nur eine Rendite von 6,9% erzielen können. Unter Berücksichtigung der von uns jährlich geschätzten Kapitalkosten hat der Fonds unsere Renditeforderungen (GBC-Renditekennzahl über 1,0) übererfüllt, d.h. eine Überrendite erzielt und damit einen deutlichen Mehrwert für seine Investoren erzielt, so die Analysten der GBC AG.

Das Management von Lupus alpha zeige auch mit der Anteilklasse "A" des Micro Champions Fonds, dass mit der im Jahr 2005 selbst entwickelten Anlagestrategie für europäische Micro Cap Unternehmen, seit Jahren eine Überrendite erwirtschaftet werden könne. Der Fonds mit der langen Historie von rund 16 Jahren, in Kombination mit dem stark spezialisierten Fondsmanagement, stellt für uns ein attraktives Investment dar; wir vergeben fünf von fünf Falken, so die Analysten der GBC AG.

Interview mit Management des Lupus alpha Micro Champions Fonds:

Bitte um eine Kurzerläuterung der Strategie und was ist in Ihren Augen der USP, der diese Strategie von den anderen Fonds unterscheidet?

Jonas Liegl: Micro Cap sind die kleinsten der börsennotierten Unternehmen. Sie bieten frühen Zugang zu Unternehmen in einer frühen Wachstumsphase, werden aber in der Öffentlichkeit neben Large, Mid und Small Caps kaum wahrgenommen. Als Spezialist für europäische Nebenwerte haben wir bereits im Jahr 2005 eine europäische Micro Cap Strategie aufgelegt. Wir fokussieren uns auf die Identifikation der attraktivsten Micro Caps in Pan-Europa und decken die gesamte Bandbreite zwischen 50 und 750 Mio. EUR Marktkapitalisierung (bei Erstinvestment) ab. In diesem Segment gibt es besonders große Informationsineffizienzen aufgrund der geringen Research Abdeckung von externen Häusern. Das machen wir uns zunutze und bauen uns über unseren Bottom-Up Analyse-Ansatz einen nachhaltigen Informationsvorsprung auf. Ein wichtiger Input in unserem Analyse-Ansatz sind weit über 1.000 persönliche Unternehmenskontakte im Jahr.

Hervorzuheben an unserer Micro Cap Strategie ist die Identifizierung der Zielunternehmen in einem schon sehr frühen Stadium, um am Wertzuwachs der gesamten Wachstumsphase zu partizipieren und erfolgreiche Unternehmen in dieser Phase gegebenenfalls auch aktiv mit Wachstumskapital zu unterstützen. Das spiegelt sich auch in dem hohen Anteil an Beteiligungen an Unternehmen unter 250 Mio. EUR Marktwert wider. Der Erfolg unserer europäischen Micro-, Small- und Mid-Cap-Strategien allgemein basiert auf der Kompetenz und Erfahrung unseres Teams sowie auf unserer Unternehmenskultur. Wir haben eines der größten rein auf europäische Nebenwerte fokussierten Teams in Europa, welches sich durch langjährige Investmenterfahrung, Seniorität und gleichzeitig auch Heterogenität hinsichtlich der regionalen und sektoralen Kompetenz auszeichnet. Spezialisierung ist der zentrale Gedanke in der Investmentphilosophie von Lupus alpha. Wir sind nur in Anlagenischen tätig, in denen man mit aktivem Management langfristig wiederkehrend Outperformance erzielen kann. Underperformance ist für uns nicht akzeptabel.

Gibt es eine Zielgröße, die Sie bei den Renditen, Volatilitäten, etc. anstreben und wurde diese in der Vergangenheit erreicht?

Jonas Liegl: Wir streben eine deutliche Outperformance bei gleichzeitig niedriger Volatilität gegenüber der Benchmark an. Wir haben die Benchmark in neun der vergangenen zehn Jahre geschlagen und im Durchschnitt 3,1% Alpha p.a. seit Auflage erzielt. (Anmerkung GBC: Auflagedatum der Anteilklasse "CAV": 16.06.2005)

Wie schätzen Sie das aktuelle Marktumfeld ein?

Jonas Liegl: Auch 2021 bleibt die Unsicherheit am Kapitalmarkt groß. Solche Phasen sind jedoch immer mit besonderen Rendite-Chancen verbunden. Auf der positiven Seite stehen die global anlaufenden Konjunkturprogramme sowie die nach und nach abflauende Corona-Krise. Auch auf dem M&A-Markt ist verstärkte Aktivität mit der Chance auf Übernahmeprämien zu erwarten. Schon 2020 hat der Fonds stark von einer hohen IPO-Aktivität bei europäischen Small & Mid Caps profitiert.

Jedoch gibt es bei vielen Werten bzw. Sektoren Übertreibungen. In diesen Fällen haben wir seit Ende 2020 Gewinne realisiert und das Kapital in Unternehmen umgeschichtet, die aufgrund der Pandemie vom Markt noch werden, obwohl sie ihre Hausaufgaben gemacht haben. Diese Werte dürften von der Wiedereröffnung der Wirtschaft besonders profitieren.

Welche Anlegerzielgruppe soll von Ihnen primär angesprochen werden und wie sieht gegenwärtig Ihre Investorengruppe aus?

Jonas Liegl: Aufgrund der Spezifität der Assetklasse, welche den Zugang zu jungen und wachstumsstarken Unternehmen ermöglicht, sind Micro Caps meist ein Thema für institutionelle und professionelle Anleger. Doch Nebenwerte rücken aufgrund ihrer hervorragenden Performance in den vergangenen Jahren, gerade auch im Vergleich zu Blue Chips, immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Damit wird dieses Segment auch für Privatanleger mit mittel bis langfristigem Anlegerhorizont zunehmend interessanter - sofern sie erkannt haben, dass sie hier über den Zyklus deutlich mehr Rendite bei geringerer Volatilität erzielen können als mit Standardwerten.

Haben Sie selbst in Ihr Produkt investiert?

Jonas Liegl: Lupus alpha hat ein "Family & Friends" Programm für Mitarbeiter, um in Lupus alpha Publikumsfonds zu investieren. Dies gilt als Angebot, ist jedoch nicht obligatorisch für einzelne Mitarbeiter. Aus Gründen der Vertraulichkeit können wir keine Informationen über individuelle Investments liefern. Selbstverständlich bin ich aber sowohl von der Assetklasse als auch von unserem Ansatz zu 100% überzeugt. (Ausgabe vom 30.03.2021) (06.04.2021/fc/a/f)





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