LBBW Zyklus Strategie R-Fonds: 08/2020-Bericht, Wertzuwachs von 3,34% - Fondsanalyse


02.10.20 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW Zyklus Strategie R ist es, bei Beachtung des Risikogesichtspunktes einen möglichst hohen Vermögenszuwachs zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der LBBW Zyklus Strategie sei ein dividendenorientierter Fonds, der Erkenntnisse aus der "Behavioral Finance" (Börsenpsychologie) nutze. Anhand eines eigens entwickelten Dividenden-Zyklus würden Aktien selektiert und deren Kaufzeitpunkt bestimmt. Die Strategie habe das Ziel einer positiven Jahresperformance bei gleichzeitig hohem ordentlichem Ertrag und niedriger Volatilität (Schwankungsbereich). Den Anlageschwerpunkt würden derzeit Euroland-Aktien bilden. Sollte das Modell keine geeigneten Aktien anzeigen, so erfolge eine Investition im Rahmen der vorgegebenen Anlagegrenzen z.B. in Anleihen. Mehr als 50% des Aktivvermögens des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Die Lage der Kapitalmärkte im August habe sich trefflich als Mischung zwischen Angst und Gier bezeichnen lassen. Einerseits stiegen in vielen Ländern wieder die Zahlen der mit Covid-19 Infizierten, andererseits schienen die gigantischen Rettungspakete der Regierungen und Notenbanken zu greifen und erneute großangelegte Lockdowns waren relativ unwahrscheinlich geworden, so die Experten von LBBW Asset Management. Insofern hätten sich die Anleger auf eine zügige Erholung der Konjunktur eingestellt und die Angst sei groß gewesen, beim Aufschwung der Börsen nicht dabei zu sein und den fahrenden Börsenzug zu verpassen. Hinzugekommen sei eine überbordende Liquidität rund um den Globus, die auf historisch niedrige Zinsen getroffen habe. Diese schienen nach den Aussagen führender Notenbanker auf Jahre hinweg auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau zu bleiben, so die Experten von LBBW Asset Management. Genau damit seien seitens der Optimisten die höheren Aktienkurse gerechtfertigt worden.

Der DAX habe den Monat August mit einem beachtlichen Kursgewinn von 5,13% beendet und sei damit nicht mehr weit von seinem Jahresanfangsstand entfernt gewesen, den der amerikanische S&P 500 und die technologielastige NASDAQ längst hinter sich gelassen hätten. Deutsche Staatsanleihen hätten fast unverändert geschlossen, während Anleihen der Peripherie leichte Kursverluste hinzunehmen gehabt hätten. Spannend sei die Bewegung beim Gold gewesen, wo die Feinunze mit 2.063 USD ein neues Rekordhoch erreicht habe, bevor eine leichte Korrektur eingesetzt habe. Der Euro habe sich weiter befestigt und mehrfach die Marke von 1,19 USD getestet.

Der LBBW Zyklus Strategie R habe den August 2020 mit einer Wertentwicklung von +3,34% beendet. Damit habe er mit der Wertentwicklung im Vergleichszeitraum vor dem Index EURO STOXX 50-Index (+3,11%) und dem umfassenderen EURO STOXX-Index (-1,01%) gelegen.

Die Volatilität (Häufigkeit und Intensität der Preisschwankungen) des Fonds habe innerhalb des letzten Laufzeitjahres bei 29,4% gelegen und sei damit geringer gewesen als beispielsweise die des EURO STOXX 50-Index, welche bei 33,0% gelegen habe.

Die Aktienquote zum Monatsende habe sich mit rund 57,4% ermittelt. Mit der Auswahl und Gewichtung innerhalb der Branchen seien im August mit den Sektoren Chemie (z.B. LANXESS), Versicherungen (z.B. NN Group) und Bau (z.B. Bouygues) jeweils relative Vorteile erzielt worden, hingegen im Technologiebranche (kein Bestand), der Gesundheitsbranche (z.B. Fresenius) sowie im Sektor Banken (kein Bestand) habe sich die Gewichtung im Marktvergleich als weniger gut erwiesen.

Der Schwerpunkt der Investitionen habe nach Ländern in Spanien gelegen, gefolgt von Frankreich und Deutschland. Die größten Branchenanteile im Fonds hätten Energiewerte, Bauunternehmen und der Gesundheitssektor gebildet. (Stand vom 31.08.2020) (02.10.2020/fc/a/f)






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