LBBW Zyklus Strategie R-Fonds: 05/2018-Bericht, Wertverlust von 3,64% - Fondsanalyse


09.07.18 08:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Zyklus Strategie Fonds (ISIN DE000A0RA061 / WKN A0RA06) investiert zeitlich begrenzt in ausgewählte Aktien aus dem DJ EURO STOXX, so die Experten von LBBW Asset Management.

Mithilfe von Erkenntnissen aus der Börsenpsychologie würden dabei besonders erfolgversprechende Kursphasen für Aktien ermittelt und möglichst gewinnbringend umgesetzt. Konzeptbedingt würden sich die bei längeren Abwärtstrends entstehenden Verluste oft deutlich verringern lassen.

Das Fondsmanagement investiere in Aktien, die hohe Dividenden ankündigen und strengen Qualitätskriterien standhalten würden. Die Papiere würden nur für einen kurzen Zeitraum (meist vier bis zwölf Wochen) im Fonds gehalten. Der Kauf- bzw. Verkaufszeitpunkt stehe dabei in engem Zusammenhang mit der Ankündigung und Zahlung der Dividende, da historische Kursmuster in dieser Phase eine attraktive Entwicklung im Vergleich zum Gesamtmarkt erwarten lassen würden.

Während der US-Leitindex Dow praktisch seit Februar um die 200 Tagelinie herum tänzelte, schien der Kampf für den DAX mit dem Bruch der wichtigen Marke am 5. Februar 2018 bereits verloren, so die Experten von LBBW Asset Management. Angetrieben von einem schwachen Euro habe der deutsche Leitindex allerdings zu Beginn des unter Börsianern sprichwörtlichen Horrormonats Mai eine Frühjahrsrally gestartet und die für den mittelfristigen Trend bedeutende Marke wieder deutlich zurückerobert.

Der schwelende Handelskonflikt mit den USA, die gestiegenen geopolitischen Risiken, anziehende Anleiherenditen in den USA und die Hausse an den Ölmärkten hätten die Anleger kalt gelassen. Selbst die Koalitionsverhandlungen in Italien zwischen den populistischen Parteien Lega und der Fünf-Sterne-Partei hätten nicht schrecken können, obwohl ein milliardenschwerer Schuldenerlass, Möglichkeiten zum Euro-Ausstieg und das Ende der Maastricht-Kriterien zur Diskussion gestanden hätten. Die Freude über den mittlerweile wieder zur Schwäche neigenden Euro schien alle Bedenken zu zerstreuen, so die Experten von LBBW Asset Management. Unmittelbar nach dem verlängerten Pfingstwochenende sei der deutsche Leitindex kurzzeitig über die Marke 13 200 Punkten auf den höchsten Stand seit Anfang Februar gestiegen. Die Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie robuste Konjunkturdaten hätten die Anleger in Kauflaune versetzt.

Neu aufgeflammte Befürchtungen im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die Absage des Nordkorea-Gipfels durch den US-Präsidenten hätten die Anleger am deutschen Aktienmarkt unmittelbar danach wieder in die Flucht getrieben. Der Leitindex DAX sei einmal mehr unter die viel beachtete Marke von 13.000 Punkten gesackt. Zum Ende des Monats habe die Sorge um ein möglicherweise zunehmend europafeindliches Italien erheblich zugenommen und die Aktienmärkte weltweit belastet. Die Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung in Italien und die Aussicht auf ein eurokritisches Bündnis von Lega und 5-Sterne-Partei hätten die Anleger aufgeschreckt. Vor allem die gescheiterte Regierungsbildung in Italien habe für Panikverkäufe gesorgt. Der DAX sei deutlich auf Tauchstation gegangen und habe mit 12.666 Punkten unter der 200-Tagelinie geschlossen.

Am vorletzten Handelstag des Monats habe sich der Markt allerdings wieder etwas stabilisieren können. Mit Blick auf die politische Lage in Italien hätten sich die Gemüter wieder etwas beruhigt, eine Auktion von festverzinslichen Wertpapieren in Italien habe relativ erfolgreich abgeschlossen werden können. Die Sorge vor einem zugespitzten Handelsstreit mit den USA habe an Fronleichnam den DAX jedoch wieder auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex habe seine Verluste am Nachmittag deutlich ausgeweitet und im Tief bei 12.547 Punkten seinen tiefsten Stand seit Ende April erreicht. Angetrieben worden seien die Sorgen von der Ankündigung durch die USA, dass Unternehmen aus der EU künftig Strafzölle auf Exporte von Stahl und Aluminium in die Vereinigten Staaten zahlen müssten - was EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker umgehend gekontert habe mit angekündigten Vergeltungszöllen. Außerdem habe weiter die politische Unsicherheit in Italien und ein Kursrutsch bei der Deutschen Bank auf die Stimmung gedrückt.

Der LBBW Zyklus Strategie R habe den Mai 2018 mit einer Performance von -3,64% beendet. Der mögliche Vergleichsindex EURO STOXX 50 habe bei -1,56% und der breite EURO STOXX bei -0,86% gelegen. Der Dividendenindex EURO STOXX Select Dividend 30 habe bei -3,94% gelegen. Allgemein hätten Fonds mit Fokus einer Dividendenstrategie für Euroland einen sehr schwierigen Monat gehabt.

Die Volatilität des Fonds liege auf Sicht von einem Jahr bei 8,9%, die des EURO STOXX 50 bei 11,4%. Die Aktienquote zum Monatsende liege bei 95,4%.

Die Fondsstrategie habe insbesondere im Mai durch die Verwerfungen in Italien gelitten. Traditionell lägen hier Mitte/Ende Mai die meisten Ausschüttungen der italienischen und spanischen Aktien. Die Experten von LBBW Asset Management konnten zwar noch rechtzeitig vor der größeren Abwärtsbewegung die Gewichtungen (z.B. aus Italien von über 15% auf 2,7% des Fondsvermögens) zum Monatsende reduzieren, partizipierten aber dennoch mit Spanien (Gewicht bei 12,5%) unter dem Verfall. Dazu seien auch noch die (französischen) Banken gekommen, die Ende Mai ausgeschüttet und wie alle anderen Banken unter der Belastung Italiens an Wert verloren hätten.

Bei der Attribution nach Branchen seien im MAI die Sektoren Immobilien (Aroundtown aus Deutschland), Einzelhandel (Inditex) und Versicherungen (ASR) jeweils im Beitrag besser relativ zur Benchmark gewesen. Auf der anderen Seite lagen wir deutlich mit der Selektion im Finanzsektor (Euronext) sowie in der Industriebranche (Atlantia aus Italien) und dem Versicherungssektor (Generali aus Italien) weniger gut, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Schwerpunkt der Investitionen habe nach Ländern in Frankreich gelegen, gefolgt von Deutschland und Spanien. Die größten Branchen im Fonds seien Industriegüter, Versorger und Einzelhandel. (Stand vom 30.05.2018) (09.07.2018/fc/a/f)






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