LBBW Rohstoffe & Ressourcen-Fonds: 11/2020-Bericht, Wertzuwachs von 16,3% - Fondsanalyse


07.01.21 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen Fonds (ISIN DE0005326482 / WKN 532648) strebt als Anlageziel einen langfristigen Kapitalzuwachs an, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fonds investiere überwiegend in Publikumsfonds, die nach ihren Anlagebestimmungen überwiegend in Unternehmen aus den Bereichen Rohstoffe, Energie, Nahrungsmittel, Technologie, Versorger, Konsumgüter und Dienstleistungen, Gesundheitswesen und Pharma, Maschinenbau und Industriegüter investieren würden. Der Fonds dürfe in Wertpapiere, wie z.B. Aktien und Renten bis zu 50% des Fondsvermögens investieren. Mindestens 50% des Wertes des OGAW-Sondervermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Die zurückhaltende Einstellung von Investoren im Oktober habe im November in einer Aktienrally gemündet. Getragen worden sei diese vom Ausgang der US-Wahlen sowie den Durchbrüchen bei der Covid-19-Impfstoffentwicklung und der damit verbundenen Hoffnung auf ein schnelles Ende der Pandemiemaßnahmen. Von Letzterem hätten vor allem wertorientierte und zyklische Titel profitiert, die zuvor besonders unter der Pandemie gelitten hätten. Die US-Aktienmärkte hätten dabei sogar neue Allzeithochs erreicht.

Die Entwicklung des europäischen Rentenmarktes sei hingegen gemischt gewesen. Das Ausbleiben einer "Blue Wave" (Ein Sieg der Demokraten bei der US-Präsidentschaftswahl verbunden mit einer Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses) habe zunächst zu sinkenden Zinsen geführt. Die Hoffnung auf eine Normalisierung der Wirtschaft im Zuge der Covid-19-Impfstoffdurchbrüche habe hingegen wieder zu steigenden Zinsen geführt.

Die globalen Aktienmärkte hätten im November um ca. 12,2% gemessen am MSCI All Country World Index zugelegt. Am stärksten hätten sich die Region Europa sowie die Sektoren Energie und Finanzen erholt. Der DAX habe dabei einen Kursgewinn von ca. 15,0% und der STOXX Europe 600 von ca. 13,7% erzielt. In den USA habe der S&P 500 um ca. 10,8% und der technologielastige NASDAQ 100 um ca. 11,8% zugelegt.

Die 10-jährigen deutschen Staatsanleihen hätten ca. 0,4% verloren. Anleihen der so genannten Euro-Peripherie seien hingegen etwas stärker nachgefragt gewesen. Gold habe leicht an Wert verloren und den Monat am Jahrestief von 1.777 US-Dollar pro Feinunze beendet. Der Euro habe sich seinem Hoch von 1,20 US-Dollar vom 1. September zum Monatsende wieder angenähert.

Der Rohstoffmarkt habe im November - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - mit einem Kursplus geschlossen. Dabei seien die Kursgewinne in allen drei Sektoren zu finden gewesen, was vor allem auf die Nachricht zur Entwicklung des potenziellen Impfstoffs am 11. November zurückzuführen gewesen sei. Am stärksten gestiegen seien die Preise für Energieträger, die im mittleren zweistelligen Prozentbereich zugelegt hätten. Auch der Sektor der Basismetalle habe, beflügelt durch die positive makroökonomische Stimmung und die robuste chinesische Nachfrage, überzeugen können. Edelmetalle seien hingegen unter Abgabedruck geraten.

Nachdem im November innerhalb von zwei Wochen drei Pharmaunternehmen die baldige Verfügbarkeit von Impfstoffen mit mutmaßlich hohem Wirkungsgrad avisiert hätten, habe der Optimismus an den Märkten deutlich zugenommen. Demgegenüber stünden die Auswirkungen des zweiten Lockdowns in Europa, der jedoch bislang deutlich geringere negative Auswirkungen gehabt habe als der Lockdown im Frühjahr.

Für gewöhnlich würden die Börsen nach der US-Wahl freundlich tendieren, wenn die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der Politik weiche. Unter der Regierung Biden werde die Verabschiedung eines größeren Konjunkturpaketes erwartet sowie die Rückbesinnung auf eine welthandelsfreundlichere Politik. Zusätzlich positiv habe sich die anhaltende Erholung in China und des Welthandels ausgewirkt.

Von zentraler Bedeutung für die weitere Entwicklung der Finanzmärkte bleibe die Bereitschaft der Notenbanken weltweit, die Staaten bei der Abmilderung der negativen Auswirkungen der Pandemie mit günstigen Finanzierungkonditionen zu unterstützen. In der Vergangenheit hätten solche Liquiditätssteigerungen zu niedrigen Risikoprämien geführt. (Stand vom 30.11.2020) (07.01.2021/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
29,651 € 29,337 € 0,314 € +1,07% 18.01./17:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005326482 532648 29,96 € 18,02 €