LBBW Rohstoffe & Ressourcen-Fonds: 08/2021-Bericht, Wertzuwachs von 0,4% - Fondsanalyse


11.10.21 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen Fonds (ISIN DE0005326482 / WKN 532648) strebt als Anlageziel einen langfristigen Kapitalzuwachs an, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fonds investiere überwiegend in Publikumsfonds, die nach ihren Anlagebestimmungen überwiegend in Unternehmen aus den Bereichen Rohstoffe, Energie, Nahrungsmittel, Technologie, Versorger, Konsumgüter und Dienstleistungen, Gesundheitswesen und Pharma, Maschinenbau und Industriegüter investieren würden. Der Fonds dürfe in Wertpapiere, wie z.B. Aktien und Renten bis zu 50% des Fondsvermögens investieren. Mindestens 50% des Wertes des OGAW-Sondervermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Im August hätten die Diskussionen zur Drosselung der Anleihekäufe der US-Zentralbank (FED) in den USA zu den marktbeherrschenden Themen gehört. Mit dem Jackson Hole-Symposium, einem von der FED organisierten Treffen zum geldpolitischen Austausch in der letzten Augustwoche, habe dies den bisherigen Höhepunkt erreicht. Der Markt habe sich die Frage gestellt, wann und in welchem Umfang die Anleihekäufe der FED von derzeit 120 Mrd. US-Dollar pro Monat zurückgefahren würden. Nach den Aussagen von US-Zentralbankchef Jerome Powell solle das Anleihekaufprogramm im 4. Quartal dieses Jahres reduziert werden. Zur Entscheidungsfindung würden vor allem die Entwicklungen auf dem US-Arbeitsmarkt und die Ausbreitung der Corona-Delta-Variante genau beobachtet.

Nach wie vor seien hohe Inflationsdaten in Form des Verbraucherpreisindex von 3,9% in Deutschland sowie 3,0% in der EU veröffentlicht worden. In Verbindung mit einer sich erholenden Wirtschaft, die zum Jahresende wieder auf Vor-Corona-Niveau liegen soll, werden erste Stimmen innerhalb der Europäischen Zentralbank laut, auch hierzulande die Geldpolitik schrittweise zu normalisieren, so die Experten von LBBW Asset Management.

Trotz der Aussicht auf weniger Geldmittelzuflüsse der Europäischen Zentralbank hätten die Aktienmärkte mehrheitlich zulegen und neue Allzeithochs erreichen können. Der DAX habe ca. 1,87% gewonnen und auf 15.835,09 Punkte zugelegt. Der EURO STOXX 50 habe ca. 2,62% höher bei 4.196,41 Punkten schließen können. Auch die US-Börsen hätten trotz der in der Vergangenheit schwächeren Sommermonate positiv überzeugen können. Während die Standardwerte in der Breite um ca. 2,90% hätten zulegen können, hätten sich die Technologiewerte um rund 4,16% nach oben entwickelt. Die Berichtssaison, welche im August ihren Höhepunkt erreicht habe, könne als überaus positiv bezeichnet werden. Über 90% der berichtenden Unternehmen hätten mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung positiv überraschen können. Die asiatischen Märkte hätten sich durchwachsen gezeigt. Während der japanische Aktienmarkt ca. 2,95% habe hinzugewinnen können, hätten chinesische Werte im Monatsrückblick an Wert verloren.

Angetrieben durch höhere Inflationsdaten und Diskussionen rund um die Geldpolitik, hätten die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihe angezogen und seien von -0,461% auf -0,383% angestiegen. Das kurzzeitige Niveau von -0,5% habe sich als stärkerer Widerstand herausgestellt und im Monatsverlauf nicht unterschritten werden können. Auch in den USA hätten die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen etwas angezogen. Der US-Dollar habe gegenüber dem Euro im August um 0,51% leicht aufgewertet und zum Monatsultimo bei 1,1809 US-Dollar notiert.

Der Rohstoffmarkt habe den Monat August - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - mit einem leichten Kursrückgang beendet. Dieser Kursrückgang sei von allen drei Rohstoffsektoren, den Energieträgern, Basismetallen sowie Edelmetallen, herbeigeführt worden. Mit Erdgas und Gold hätten sich lediglich zwei Rohstoffe dem vorherrschenden Trend entziehen und auf Monatssicht zulegen können. Dabei habe Gold im August etwas stärkere Preisschwankungen aufgewiesen. Nach einem kurzen aber starken Preisrückgang von ca. 4,5% innerhalb von vier Tagen habe sich der Preis wieder erholen können, zum Monatsende bei 1.813,62 US-Dollar pro Feinunze notiert und sich damit auf Monatssicht kaum verändert.

Nach dem Jackson Hole-Symposium würden sich nun die Blicke auf die Europäische Zentralbank und die damit verbundenen Entscheidungen zur Geldpolitik richten. Im September würden weitere Informationen zum Umgang mit dem pandemiebedingten Notkaufprogramm (sogenannt Pandemic Emergency Purchasing Programm, PEPP) erwartet. Mit Blick auf den Herbst und die damit einhergehende Erkältungssaison sollten die Corona-Zahlen im Auge behalten werden. Trotz hoher Impfquoten und weniger Todesfällen als im Vorjahr gelte die Pandemie noch immer als einer der größten Risikofaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung.

Im August habe der LBBW Rohstoffe & Ressourcen leicht zugelegt. Im Laufe des Monats habe das Fondsmanagement zur Feinsteuerung der Positionierung einige kleinere Änderungen vorgenommen. So seien beispielsweise Teile der Bestände in den Energielieferanten RWE und Vestas Wind Systems veräußert und im Gegenzug unter anderem der britischen Versorger National Grid oder auch die italienische Enel zugekauft worden. Wie auch in der Vergangenheit habe das Fondsmanagement Absicherungsinstrumente zur Feinsteuerung der Quoten eingesetzt. Insbesondere im Energiesektor hätten diese Positionen die Gesamtquote adjustiert und zu einem ausgewogenen Chance-Risiko-Verhältnis beigetragen. Generell erachte das Portfoliomanagement auf dem gehobenen Marktpreisniveau eine gewisse Absicherung als sinnvoll. Dabei sei jedoch darauf zu achten, dass der Fonds nicht zu defensiv werde, da ein Großteil der wirtschaftlichen Indikatoren eine stabile Entwicklung suggeriere. (Stand vom 31.08.2021) (11.10.2021/fc/a/f)






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