LBBW Rohstoffe & Ressourcen-Fonds: 07/2020-Bericht, Wertverlust von 0,6% - Fondsanalyse


02.09.20 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen Fonds (ISIN DE0005326482 / WKN 532648) strebt als Anlageziel einen langfristigen Kapitalzuwachs an, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen investiere überwiegend in in- und ausländische Investmentfonds aus den Bereichen Rohstoffe und Ressourcen. Rohstoffe seien unbearbeitete Stoffe aus der Natur, wie Gold oder Erdöl. Ressourcen seien lebensnotwendige Dinge. Das Management entscheide im ersten Schritt, welche Segmente aus den Bereichen Rohstoffe und Ressourcen aktuell am aussichtsreichsten seien (z.B. Gold, Goldminenaktien, sonstige Minenaktien, Energieaktien, Wassertitel, Nahrungsmittelwerte). Im zweiten Schritt werde der für die ausgewählten Segmente passende Zielfondsmanager identifiziert und der entsprechende Einzelfonds gekauft. Mindestens 25% des Wertes des OGAW-Sondervermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Die Finanzmärkte hätten sich im Juli nicht in einer Sommerflaute, sondern äußerst lebhaft präsentiert. In Aktien, Devisen und Edelmetallen wurden reihenweise Kursniveaus erreicht und überschritten, die noch vor wenigen Monaten außer Reichweite erschienen, so die Experten von LBBW Asset Management. Die Marktstimmung sei dabei gleichzeitig gekennzeichnet gewesen von konjunktureller Zuversicht und geopolitischen Sorgen.

Während an den Aktienbörsen weiter das Szenario einer V-förmigen Konjunkturerholung dominant gewesen sei, hätten die jüngsten Konjunkturdaten an diesem Szenario jedoch Zweifel aufkommen lassen. Die im Juli begonnene Unternehmensberichtssaison habe eine deutliche Kluft zwischen Unternehmen offenbart, die durch die Pandemie unter Druck geraten seien und Unternehmen, deren Widerstandsfähigkeit und Geschäftsmodell dafür gesorgt hätten, dass sie kaum getroffen worden seien oder sogar von der aktuellen Situation hätten profitieren können.

Mit einem Rückgang von 10,1% gegenüber dem Vorquartal habe Deutschland den stärksten Konjunktureinbruch seit dem Beginn der quartalsweisen Aufzeichnung der Konjunkturdaten verzeichnet. Für die USA seien mit einem Minus von 9,5% ebenfalls erschreckend schwache und kaum für möglich gehaltene Zahlen veröffentlicht worden.

Große Zufriedenheit über die historische Einigung auf dem EU-Gipfel habe sich in Europa mit wieder zunehmenden Sorgen über die Ausbreitung des Coronavirus vermengt, insbesondere auf dem gesamten amerikanischen Kontinent. Die Folge sei vor allem ein sehr schwacher US-Dollar gewesen. Der EUR/USD-Kurs sei auf über 1,17 angestiegen und habe sich mit einem Monatsgewinn von fast 5% außergewöhnlich fest gezeigt. Die Renditen von 10-jährigen Bundesanleihen und US-Staatsanleihen hätten weiter nachgegeben. Gleichzeitig seien die Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen gesunken - sowohl bei Titeln mit guter als auch bei Emittenten schwächerer Schuldnerqualität - und hätten in der Summe zu erfreulichen Kursgewinnen geführt.

Auch im Juli hätten am Rohstoffmarkt die positiven Vorzeichen überwogen, wodurch dieser nun bereits den dritten Monat in Folge mit einem Kursgewinn habe beenden können. Am präsentesten gewesen seien dabei in den Medien sicherlich die Edelmetalle, mit Gold als bekanntestem Vertreter des Sektors. Das gelbe Edelmetall habe den bisherigen Höchstwert bei rund 1.920 US-Dollar pro Feinunze aus dem Jahr 2011 übertreffen können und den Juli nur knapp unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar beendet.

Bezüglich der Coronakrise hätten die Finanzmärkte weiterhin im Spannungsfeld zwischen der Hoffnung auf eine nachhaltige Eindämmung der Pandemie und der Sorge vor einer zweiten Infektionswelle navigiert. Der Rentenmarkt sei durch Nachfrage nach Absicherung gegen ein adverses Szenario gestützt geblieben. Die Zunahme der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen habe weiterhin die Stimmung an den Kapitalmärkten belastet. Insofern seien die Entwicklungen unverändert mit hoher Wachsamkeit zu beobachten, Chancen zu suchen und ein aktives Risikomanagement zu betreiben.

Die Hilfs- und Liquiditätspakete diverser Regierungen und Zentralbanken hätten auf viele Preise am Markt unterstützend gewirkt und ein Abkoppeln der fundamentalen Wirtschaftsindikatoren von der tatsächlichen Kursentwicklung gefördert. Auf der Gegenseite hätten sich allerdings auch Risiken aggregiert, die es in den kommenden Wochen verstärkt zu beobachten gelte. Beispielsweise habe sich zwischen den USA und China erneut ein Konflikt angedeutet. Des Weiteren sei die Corona-Situation in den USA unverändert angespannt gewesen.

Auf Monatssicht habe der LBBW Rohstoffe & Ressourcen nahezu unverändert notiert. Damit habe er gegenüber anderen, vergleichbaren Rohstoffaktieninvestments überdurchschnittlich zugelegt. Vorteilhaft gewesen sei erneut die Quote an Goldminenaktien, die das Fondsmanagement in die Stärke hinein dann auch zurückgefahren habe. (Stand vom 31.07.2020) (02.09.2020/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
23,442 € 23,388 € 0,054 € +0,23% 24.09./18:39
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005326482 532648 28,45 € 16,29 €