LBBW Rohstoffe & Ressourcen-Fonds: 04/2021-Bericht, Wertzuwachs von 0,4% - Fondsanalyse


01.06.21 11:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen Fonds (ISIN DE0005326482 / WKN 532648) strebt als Anlageziel einen langfristigen Kapitalzuwachs an, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fonds investiere überwiegend in Publikumsfonds, die nach ihren Anlagebestimmungen überwiegend in Unternehmen aus den Bereichen Rohstoffe, Energie, Nahrungsmittel, Technologie, Versorger, Konsumgüter und Dienstleistungen, Gesundheitswesen und Pharma, Maschinenbau und Industriegüter investieren würden. Der Fonds dürfe in Wertpapiere, wie z.B. Aktien und Renten bis zu 50% des Fondsvermögens investieren. Mindestens 50% des Wertes des OGAW-Sondervermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Das 2. Quartal habe mit Gewinnen für alle Arten von Risikoanlagen stark begonnen, mit dem zusätzlichen Vorteil einer niedrigen Kursschwankung. Der wichtigste Aspekt des Marktverhaltens im April sei die Stabilisierung der Renditen von US-Dollar-Anleihen gewesen, trotz der Anzeichen für einen Wachstumsschock in Amerika und stark steigender Inflationsraten. Die gemeldeten niedrigen Lagerbestände der Unternehmen in Europa und den USA könnten weitere Preiserhöhungen unterstützen. Insofern könnte es sich vorerst eher um eine Korrektur als eine Trendwende an den Zinsmärkten handeln. Mittelfristig bleibe jedoch abzuwarten, ob es tatsächlich zu einer über stärkeres Lohnwachstum getriebenen, strukturellen Inflation komme, oder ob es sich hier nur um ein temporäres Anziehen der Teuerungsraten durch die Kombination von starken konjunkturellen Stimuli, Nachzieheffekten und steigenden Rohstoffpreisen handle. Angesichts nur moderater Kapazitätsauslastungen von Unternehmen sei, abgesehen von einigen Engpässen wie bei Halbleiterchips, ein länger andauernder bzw. struktureller Anstieg der Inflationsraten keineswegs sicher.

Die globalen Aktienmärkte hätten im April rund 2,3% (in EUR) hinzugewonnen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursgewinn von knapp 1% beendet und der marktbreite STOXX Europe 600 habe um gut 2,3% zugelegt. Die Standardwerte an der Wall Street hätten den April mit einem Kursgewinn von gut 5,3% beendet und Technologiewerte hätten im Durchschnitt um ca. 5,4% zugelegt (jeweils in USD).

Am europäischen Rentenmarkt seien die Renditen im April gemessen an 10-jährigen deutschen Staatsanleihen um ca. 0,10% angestiegen. Die Feinunze Gold sei im April um rund 3,6% gestiegen und habe den Monat bei 1.769 US-Dollar beendet. Der Euro habe um ca. 2,5% zugelegt und bei 1,20 zum US-Dollar geschlossen. Die Renditen der US-Staatsanleihen für 10-jährige Laufzeiten hätten Ende April bei 1,63% gelegen und damit gut 10 BP unter dem Stand von Ende März.

Der Rohstoffmarkt habe einen volatilen Monat April - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - mit einem deutlichen Kursgewinn beendet. Den größten Zuwachs in einem freundlichen Umfeld habe es dabei bei den Basismetallen gegeben, aber auch Palladium aus dem Sektor der Edelmetalle habe zu überzeugen gewusst.

Im Jahresvergleich sei die Wirtschaftstätigkeit in Deutschland um 3,3% geschrumpft. Das Statistische Bundesamt habe mitgeteilt, dass insbesondere die privaten Konsumausgaben belastend gewirkt hätten, während die Exporte die gesamtwirtschaftliche Aktivität gestützt hätten. Nachdem im ersten Quartal 2021 der Einzelhandel und einige Dienstleistungsbranchen durch die langanhaltende Sperre noch einmal belastet worden seien, habe sich im April Besserung abgezeichnet. Mehrere Faktoren könnten eine Erholung der Wirtschaft im zweiten Quartal auslösen: Eine sich rasch beschleunigende Impfkampagne, eine Bodenbildung im Dienstleistungssektor mit einsetzenden Nachholeffekten und ein signifikanter Wachstumsbeitrag des Industriesektors, nachdem im ersten Quartal die Lagerbestände auf den tiefsten Stand der letzten 30 Jahre abgebaut worden seien.

Tendenziell könnten sich so Unternehmensgewinne und -bilanzen weiter verbessern - dank der Kombination aus einem ultralockeren globalen, fiskalpolitischen Strategiemix und voraussichtlich sinkender Inzidenzen aufgrund der beginnenden wärmeren Jahreszeit sowie deutlichen Impffortschritten. Daher würden Anlagen mit einem realwirtschaftlichen Ertragsprofil - wie Aktien und Rohstoffe - ein wichtiger Portfoliobaustein bleiben, wenn auch eine temporäre Abkühlung der Risikoneigung jederzeit einkalkuliert werden müsse.

Im April habe das Fondsmanagement an der Allokation der physischen Aktien nur wenige Änderungen vorgenommen. Gegen Monatsende sei die Aktie des finnischen Energiekonzerns Neste Oyi in die österreichische OMV getauscht worden. Außerdem seien Anteile des schwedischen Industriewertes Atlas Copco veräußert worden, nachdem sich dieser in der Vergangenheit sehr gut entwickelt habe. Zur Steuerung der übergeordneten Risiken aus dem breiten Aktienmarkt habe das Fondsmanagement Absicherungsinstrumente genutzt. Diese kämen in ihrer Ausgestaltung weiterhin aktiv zum Einsatz. (Stand vom 30.04.2021) (01.06.2021/fc/a/f)





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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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