LBBW Rohstoffe 2 LS R-Fonds: 11/2020-Bericht, Wertverlust von 5,4% - Fondsanalyse


06.01.21 09:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Das Ziel der Anlagepolitik des LBBW Rohstoffe 2 LS ist es, einen möglichst hohen Vermögenszuwachs zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der LBBW Rohstoffe 2 LS partizipiere indirekt an der Wertentwicklung der internationalen Rohstoff- und Warenterminmärkte. Dies werde durch den Einsatz von Derivaten (auf Basiswerte abgeleitete Finanzinstrumente) erreicht, deren Basiswert Rohstoff-Indices bzw. Sub-Indices bilden würden. Der Fonds orientiere sich derzeit am LBBW-Long-Short-Rohstoff-Index-ER. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft bis auf weiteres nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus könne der Fonds auch direkt in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikate, Partizipations- und Genussscheine sowie in Optionsscheine auf Aktien investieren. Die liquiden Mittel würden derzeit im Rahmen der Anlagegrenzen überwiegend in kurzlaufende auf Euro lautende Rentenpapiere mit guter Schuldnerbonität angelegt oder in Bankguthaben gehalten. Bei der Investition der Barsicherheiten in Aktien und verzinsliche Wertpapiere werde angestrebt, nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen.

Der Rohstoffmarkt habe im November - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - mit einem relativen Kursplus geschlossen. Dabei seien die Kursgewinne in allen drei Sektoren zu finden gewesen, was vor allem auf die Nachricht zur Entwicklung des potenziellen Impfstoffs am 11. November zurückzuführen gewesen sei.

Die meiste Fantasie hätten Marktteilnehmer augenscheinlich bei den Energieträgern gehabt, die im mittleren zweistelligen Prozentbereich hätten zulegen können. Erst kurz vor Ende des Monats sei das Aufwärtsstreben gebremst worden, da das Treffen der OPEC+ Staaten in der Kalenderwoche 49 einen Schatten auf den Energiesektor geworfen habe. Nach mehreren Monaten des engen Schulterschlusses seien im Vorfeld der so genannten OPEC-Vollversammlung zunehmend Risse in der Gemeinschaft der Ölförderländer zum Vorschein gekommen. Gemäß dem im April getroffenen Abkommen zur freiwilligen Förderkürzung würde ab Januar 2021 eine Lockerung in Kraft treten und die beteiligten Länder könnten dann ihre jeweilige Fördermenge an Rohöl erhöhen, um so die dringend benötigen Mehreinnahmen zu erzielen.

Vor dem Hintergrund der geringer als ursprünglich angenommenen Nachfrage würde eine Freigabe von zusätzlichen 1,9 Millionen Barrel pro Tag jedoch für einen Überschuss am Markt sorgen und die Rohölpreise unter Druck bringen. Da im Vorfeld des OPEC+ Treffens nicht absehbar gewesen sei, ob sich die Befürworter der geringeren Förderquote durchsetzen würden oder ob es im schlimmsten Fall zu einem Bruch der OPEC+ Gemeinschaft kommen werde, hätten sich die Marktteilnehmer gegen Ende des Novembers in Zurückhaltung geübt.

Der Sektor der Basismetalle habe, beflügelt durch die positive makroökonomische Stimmung und die robuste chinesische Nachfrage, auch im November überzeugt. Zu der guten Grundstimmung seien Meldungen über anhaltend rückläufige Lagerbestände an der Shanghai Future Exchange, dem wichtigsten Umschlagsplatz für Basismetalle in Fernost, aufgekommen.

Edelmetalle seien hingegen unter Abgabedruck geraten. Dabei sei auffällig gewesen, dass Gold von der Schwäche des US-Dollar nicht habe profitieren können und mehrere charttechnische Marken nach unten durchbrochen habe. Das Gold/Silber-Preisverhältnis sei im November unverändert geblieben, was in derartigen Korrekturphasen von Gold ungewöhnlich sei, da Silber in diesen Phasen in der Regel deutlicher nachgebe als das gelbe Edelmetall.

Der Anteilswert des LBBW Rohstoffe 2 LS habe im Monatsverlauf spürbar nachgegeben. Der Fonds habe sowohl an positiven (Kaufpositionen, sog. "Long"-Positionen), als auch an negativen Wertentwicklungen (Verkaufspositionen, sog. "Short"-Positionen) partizipiert. Während die Rohstoffe auf der Long-Seite unter dem Strich einen positiven Beitrag geliefert hätten, sei das Ergebnis der Rohstoffe auf der Short-Seite schlecht gewesen. Der hohe Anteil an Energieträgern habe letztlich die Gewinne der Long-Seite zunichte gemacht.

Der im LBBW Rohstoffe 2 LS verwendete Index habe seine Zusammensetzung turnusgemäß am 12. Oktober geändert. Dabei sei es im Vergleich zur dritten Indexperiode 2020 zu einer Änderung in den Long-Positionen gekommen. Silber habe dabei den Energieträger Benzin als indirektes Long-Investment verdrängt. Bei den Short-Positionen hätten Benzin und Platin das Edelmetall Gold und Erdgas im zugrunde liegenden Index ersetzt. Die Long-Seite des abgebildeten Index setze sich in der laufenden Periode seitdem aus Kupfer, Nickel, Palladium, Silber und Zinn zusammen. Die Short-Seite bestehe aus Aluminium, Benzin, Gasöl, Heizöl und Platin. Der nächste Änderungstermin im Index sei für den 11. Januar 2021 vorgesehen. (Stand vom 30.11.2020) (06.01.2021/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
36,27 € 36,15 € 0,12 € +0,33% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1H7276 A1H727 41,14 € 36,12 €