LBBW Rohstoffe 2 LS R-Fonds: 09/2020-Bericht, Wertzuwachs von 2,2% - Fondsanalyse


15.10.20 11:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Das Ziel der Anlagepolitik des LBBW Rohstoffe 2 LS R-Fonds ist es, einen möglichst hohen Vermögenszuwachs zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der LBBW Rohstoffe 2 LS partizipiere indirekt an der Wertentwicklung der internationalen Rohstoff- und Warenterminmärkte. Dies werde durch den Einsatz von Derivaten (auf Basiswerte abgeleitete Finanzinstrumente) erreicht, deren Basiswert Rohstoff-Indices bzw. Sub-Indices bilden würden. Der Fonds orientiere sich derzeit am LBBW-Long-Short-Rohstoff-Index-ER. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft bis auf weiteres nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zu dem Index erhalte man unter www.lbbw-markets.de/portal/privatkunden/produkte/rohstoffe/ rohstoffindizes.

Darüber hinaus könne der Fonds auch direkt in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikate, Partizipations- und Genussscheine sowie in Optionsscheine auf Aktien investieren. Die liquiden Mittel würden derzeit im Rahmen der Anlagegrenzen überwiegend in kurzlaufende auf Euro lautende Rentenpapiere mit guter Schuldnerbonität angelegt oder in Bankguthaben gehalten. Bei der Investition der Barsicherheiten in Aktien und verzinsliche Wertpapiere werde angestrebt, nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen.

Nach mehreren Monaten mit steigenden Notierungen, habe der Rohstoffmarkt - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - im September im Minus geschlossen. Dabei seien die Verluste über alle drei Sektoren, Energieträger, Basis- und Edelmetalle, verteilt gewesen. Mit der überraschenden Ankündigung Saudi-Arabiens, seinen Referenzpreis für ein Fass Öl für Kunden in Fernost um 1,4 US-Dollar zu reduzieren, sei der Preis für Rohöl gleich zu Monatsbeginn unter Druck geraten.

Dass die Nachfragereaktion am Ölmarkt trotz dieser Vergünstigung verhalten geblieben sei, sei zum einen auf die geringere Nachfrage aus dem vom Coronavirus stark betroffenen Indien zurückzuführen gewesen. Zum anderen habe China in den Monaten davor, augenscheinlich um den USA im Handelsstreit Entgegenkommen zu signalisieren, Käufe von Rohöl vorgezogen und im September seine Nachfrage entsprechend reduziert.

Des Weiteren hätten die Konfliktparteien in Libyen ein Teilabkommen erzielt und General Haftar habe in Aussicht gestellt, die Blockade der Ölhäfen aufzuheben. Im Zuge dessen habe Libyen seine Fördermenge innerhalb einer Woche von rund 90.000 Barrel pro Tag auf derzeit über 250.000 Barrel erhöht. In den kommenden Monaten sollte Libyen seine Produktion sogar auf 600.000 Barrel pro Tag anheben können. Dies habe den angeschlagenen Energiemarkt zusätzlich belastet und auf Monatssicht für einen Kursrückgang gesorgt.

Bei den Edelmetallen habe die Dynamik der ETF-Käufe spürbar nachgelassen. Nach den rekordhohen Käufen der vergangenen Wochen habe den Investoren im September ein Ereignis gefehlt, das weitere Käufe gerechtfertigt habe. Auch von Seiten der amerikanischen Notenbank sei der erhoffte Auslöser ausgeblieben, nachdem der Vorsitzende Jerome Powell mehrfach versucht habe, die Fiskalpolitik für weitere Unterstützungsmaßnahmen in die Pflicht zu nehmen. Aufgrund der verfahrenen Situation zwischen den Republikanern und Demokraten scheine vor der Wahl im November eine Zusammenarbeit der beiden Lager und eine Einigung zum Wohle des Landes jedoch in weiter Ferne.

Auch wenn Basismetalle, zum wiederholten Mal seit April, relativ gut im Vergleich zu den anderen beiden Sektoren hätten abschneiden können, sei es auch dort mit den Notierungen nach unten gegangen. Innerhalb des Sektors der Basismetalle habe sich Kupfer widerstandsfähig gezeigt. Dies sei aus Sicht der Experten auf die verhältnismäßig gute fundamentale Lage, insbesondere die begrenzte Verfügbarkeit des Metalls außerhalb Chinas, zurückzuführen.

Der Anteilswert des LBBW Rohstoffe 2 LS habe im Monatsverlauf zulegen können. Der Fonds habe sowohl an positiven (Kaufpositionen, sog. "Long"-Positionen) als auch an negativen Wertentwicklungen (Verkaufspositionen, sog. "Short"-Positionen) partizipieren können.

Im Betrachtungszeitraum hätten auf der Long-Seite Kupfer und Palladium überzeugen können. Auf der Short-Seite habe der hohe Energieanteil mit seinem starken Kursrückgang zu einem positiven Ergebnis beigetragen. Der im LBBW Rohstoffe 2 LS verwendete Index habe seine Zusammensetzung turnusgemäß am 13. Juli geändert. Dabei sei es im Vergleich zur zweiten Indexperiode 2020 zu einer Änderung in den Long-Positionen gekommen. Benzin habe dabei das Edelmetall Platin als indirektes Long-Investment verdrängt. Bei den Short-Positionen hätten Gasöl und Gold das Edelmetall Silber und das Rohöl Western Texas Intermediate (WTI) im zugrundeliegenden Index ersetzt.

Die Long-Seite des abgebildeten Index setze sich in der laufenden Periode seitdem aus Benzin, Kupfer, Nickel, Palladium und Zinn zusammen. Die Short-Seite bestehe aus Aluminium, Erdgas, Gasöl, Gold und WTI. Der nächste Änderungstermin im Index sei für den 12. Oktober 2020 vorgesehen. (Stand vom 30.09.2020) (15.10.2020/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
38,90 € 39,07 € -0,17 € -0,44% 27.01./00:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1H7276 A1H727 41,81 € 36,76 €