LBBW Rohstoffe 1 R-Fonds: 09/2020-Bericht, Wertrückgang von 4,8% - Fondsanalyse


13.10.20 11:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des LBBW Rohstoffe 1 R ist die Erwirtschaftung eines möglichst hohen Wertzuwachses durch eine indirekte Partizipation an der Entwicklung der internationalen Rohstoff- und Warenterminmärkte, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dies werde durch den Einsatz von Derivaten (auf Basiswerte abgeleitete Finanzinstrumente) erreicht, deren Basiswert Rohstoff-Indices bzw. Sub-Indices bilden würden. Der Fonds orientiere sich derzeit am LBBW-Top-10- Rohstoff-ER-Index. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft bis auf weiteres nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zu dem Index erhalte man unter www.lbbw-markets.de/portal/privatkunden/produkte/rohstoffe/rohstoffindizes.

Darüber hinaus könne der Fonds auch direkt in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikakte, Partizipations- und Genussscheine sowie in Optionsscheine auf Aktien investieren. Die liquiden Mittel würden derzeit im Rahmen der Anlagegrenzen überwiegend in kurzlaufende auf Euro lautende Rentenpapiere mit guter Schuldnerbonität angelegt oder in Bankguthaben gehalten. Bei der Investition der Barsicherheiten in Aktien und verzinsliche Wertpapiere werde angestrebt, nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen.

Nach mehreren Monaten mit steigenden Notierungen, habe der Rohstoffmarkt - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - im September im Minus geschlossen. Dabei seien die Verluste über alle drei Sektoren, Energieträger, Basis- und Edelmetalle, verteilt gewesen. Mit der überraschenden Ankündigung Saudi-Arabiens, seinen Referenzpreis für ein Fass Öl für Kunden in Fernost um 1,4 US-Dollar zu reduzieren, sei der Preis für Rohöl gleich zu Monatsbeginn unter Druck geraten.

Dass die Nachfragereaktion am Ölmarkt trotz dieser Vergünstigung verhalten geblieben sei, sei zum einen auf die geringere Nachfrage aus dem vom Coronavirus stark betroffenen Indien zurückzuführen gewesen. Zum anderen habe China in den Monaten davor, augenscheinlich um den USA im Handelsstreit Entgegenkommen zu signalisieren, Käufe von Rohöl vorgezogen und im September seine Nachfrage entsprechend reduziert.

Des Weiteren hätten die Konfliktparteien in Libyen ein Teilabkommen erzielt und General Haftar habe in Aussicht gestellt, die Blockade der Ölhäfen aufzuheben. Im Zuge dessen habe Libyen seine Fördermenge innerhalb einer Woche von rund 90.000 Barrel pro Tag auf derzeit über 250.000 Barrel erhöht. In den kommenden Monaten sollte Libyen seine Produktion sogar auf 600.000 Barrel pro Tag anheben können. Dies habe den angeschlagenen Energiemarkt zusätzlich belastet und auf Monatssicht für einen Kursrückgang gesorgt.

Bei den Edelmetallen habe die Dynamik der ETF-Käufe spürbar nachgelassen. Nach den rekordhohen Käufen der vergangenen Wochen habe den Investoren im September ein Ereignis gefehlt, das weitere Käufe gerechtfertigt habe. Auch von Seiten der amerikanischen Notenbank sei der erhoffte Auslöser ausgeblieben, nachdem der Vorsitzende Jerome Powell mehrfach versucht habe, die Fiskalpolitik für weitere Unterstützungsmaßnahmen in die Pflicht zu nehmen. Aufgrund der verfahrenen Situation zwischen den Republikanern und Demokraten scheine vor der Wahl im November eine Zusammenarbeit der beiden Lager und eine Einigung zum Wohle des Landes jedoch in weiter Ferne.

Auch wenn Basismetalle, zum wiederholten Mal seit April, relativ gut im Vergleich zu den anderen beiden Sektoren hätten abschneiden können, sei es auch dort mit den Notierungen nach unten gegangen. Innerhalb des Sektors der Basismetalle habe sich Kupfer widerstandsfähig gezeigt. Dies sei aus Sicht der Experten auf die verhältnismäßig gute fundamentale Lage, insbesondere die begrenzte Verfügbarkeit des Metalls außerhalb Chinas, zurückzuführen.

Der Anteilswert des LBBW Rohstoffe 1 habe im Monatsverlauf nachgegeben. Im Vergleich mit dem Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index habe das Sondervermögen im Betrachtungszeitraum jedoch zum wiederholten Mal vor dem Vergleichsmaßstab gelegen.

Hervorzuheben sei im September die Wertentwicklung von Kupfer und Palladium. Beide Rohstoffe hätten gegen den Trend leicht zulegen können. Darüber hinaus seien weder Heizöl noch Gasöl Bestandteil der Rohstoffposition gewesen. Beide hätten im Monatsverlauf im zweistelligen Prozentbereich verloren.

Der im LBBW Rohstoffe 1 verwendete Index habe seine Zusammensetzung turnusgemäß am 13. Juli geändert. Dabei sei es im Vergleich zur zweiten Indexperiode 2020 zu zwei Änderungen gekommen: Silber und das Rohöl Western Texas Intermediate (WTI) seien in den Index neu aufgenommen worden und hätten Gold und Gasöl verdrängt. Die Indexzusammensetzung bestehe für die laufende Periode somit aus Benzin, den Rohölsorten Brent sowie WTI, Kupfer, Nickel, Zink, Zinn, Silber, Platin und Palladium. Keine Berücksichtigung würden vorerst Heizöl, Gasöl, Erdgas, Aluminium, Blei und Gold finden. Der nächste Änderungstermin im Index sei für den 12. Oktober 2020 vorgesehen. (Stand vom 30.09.2020) (13.10.2020/fc/a/f)





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