LBBW Rohstoffe 1 R-Fonds: 09/2018-Bericht, Wertzuwachs von 3,82% - Fondsanalyse


10.10.18 10:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Rohstoffe 1 nimmt indirekt an der Wertentwicklung der internationalen Rohstoff- und Warenterminmärkte teil, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dies werde durch den Einsatz von Derivaten (auf Basiswerte abgeleitete Finanzinstrumente) erreicht, deren Basiswert Rohstoff-Indices bzw. Sub-Indices bilden würden. Der Fonds orientiere sich derzeit am LBBW-Top-10-Rohstoff-ER-Index. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft bis auf weiteres nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus könne der Fonds auch direkt in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikate, Partizipations- und Genussscheine sowie in Optionsscheine auf Aktien investieren. Die liquiden Mittel würden derzeit im Rahmen der Anlagegrenzen überwiegend in kurzlaufende auf Euro lautende Rentenpapiere mit guter Schuldnerbonität angelegt oder in Bankguthaben gehalten.

Auch im September habe sich Gold uninspiriert gezeigt und, entgegen der Tradition der vergangenen Jahre, im Monatsverlauf nachgegeben. Mit einem Minus von knapp 1,3% in USD und 0,8% in Euro hätten sich die Verluste jedoch in Grenzen gehalten.

Das Desinteresse am gelben Edelmetall habe sich hierbei über die gesamte Nachfragepalette erstreckt. So hätten sich die Verkaufszahlen der weltweit beliebten American Eagle Münzen gemäß der Prägeanstalt U.S. Mint auf gerade einmal 21.500 Unzen belaufen. Da die Nachfrage nach Anlagemünzen 2018 bereits auf einem sehr niedrigen Niveau verharrt habe, sei der Rückgang von 1.000 Unzen im Vergleich zum August ein schwaches Signal. Ungewöhnlich dabei sei gewesen, dass die kleinste Stückelung in der Einheit 1/10 Unze außerordentlich oft nachgefragt worden sei, wogegen die größeren Einheiten wenig Zuspruch gefunden hätten.

Auch vonseiten der weltweit gelisteten ETFs sei in den vergangenen Tagen keine Unterstützung gekommen, und es seien im Betrachtungszeitraum Rückgaben in Höhe von 455.000 Unzen aufgegeben worden. Damit seien die gesamten ETF-Bestände auf das Niveau von September 2017 abgerutscht. Parallel dazu hätten spekulativ handelnde Anleger an den Terminbörsen das gelbe Edelmetall abermals nicht als lohnenswerte Chance erfasst, wodurch die Nettopositionierung auf dem Niveau vor der Jahrtausendwende verharrt habe und weiterhin auf eine Eindeckung der großen Shortpositionen gewartet werden müsse.

Unbestritten sei es für Goldanleger aktuell eine schwere Zeit. Die negative Korrelation mit dem starken US-Dollar überlagere sämtliche Handelskonflikte bzw. die daraus möglicherweise resultierende Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Auch die Diskussionen um eine steigende Staatsverschulung rund um den Globus in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs fänden bisher noch nicht den Weg hin zu einem steigenden Goldpreis.

Die Basismetalle hätten sich im Monatsverlauf etwas fester gezeigt. Trotz des schwelenden Handelsstreits zwischen China und den USA hätten insbesondere die beiden Metalle Kupfer und Zink deutlich zulegen können. Insbesondere der Preis von Zink erfahre laut International Lead and Zinc Study Group durch ein Angebotsdefizit aktuell deutliche Unterstützung. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres sei das Angebot rund 42.000 Tonnen hinter der Nachfrage zurückgeblieben. Insgesamt reduziere sich damit zwar das Angebotsdefizit im Vergleich zum Vorjahr, der Zinkpreis habe 2018 aber auch schon rund 20% nachgegeben, was vor diesem Hintergrund nicht gerechtfertigt scheine. Auch die Lagerbestände der Londoner Metallbörse seien auf Monatssicht deutlich gesunken und hätten sich unterstützend auf das Industriemetall ausgewirkt.

Der Energiemarkt erfahre derzeit deutliche Unterstützung durch die anhaltend starke Nachfrage nach Rohöl und abnehmende Lagerbestände, insbesondere in den USA. Zudem würden sich die seitens der USA angekündigten Iran-Sanktionen preisstützend auf den Ölmarkt auswirken. Der amerikanische Präsident Trump habe Ende September in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung nochmals seine Entschlossenheit bekräftigt, die angekündigten Sanktionen Anfang November umsetzen zu wollen. In der selben Rede habe er allerdings auch die OPEC aufgefordert, durch eine Angebotsausweitung für niedrigere Ölpreise zu sorgen. Die EU, China und Russland würden sich derweil bemühen, den Iran gegen die US-Sanktionen zu schützen.

Der LBBW Rohstoffe 1 (R-Tranche) habe im Monatsverlauf rund 3,82% zulegen können. Positive Beiträge seien vor allem im Segment der Energieträger sichtbar gewesen, die bis auf Erdgas deutlich hätten zulegen können. Die beste Performance habe allerdings erneut Palladium mit einer Wertsteigerung von über 10% geliefert. Der Vergleichsindex, der Bloomberg Commodity Index ex Agriculture & Livestock, sei auf Monatssicht rund 3,1% gestiegen und damit hinter dem LBBW Rohstoffe 1 zurückgeblieben.

Der im LBBW Rohstoffe 1 verwendete Index habe sein Portfolio turnusgemäß Mitte Juli gerollt. Dabei sei es im Vergleich zum 2. Quartal 2018 zu zwei Änderungen gekommen: Erdgas und Kupfer seien neu in den Index eingetreten und hätten Gold sowie Blei verdrängt. Die jetzige Indexplatzierung setze sich nun für das kommende Rollquartal aus Benzin, WTI, Brent, Gasöl, Erdgas, Aluminium, Kupfer, Zink, Zinn und Palladium zusammen. Keine Berücksichtigung fänden bis Januar 2019 Heizöl, Nickel, Blei, Silber, Platin und Gold. Der nächste Rolltermin sei für den 11. Oktober vorgesehen. (Stand vom 28.09.2018) (10.10.2018/fc/a/f)






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