LBBW Rohstoffe 1 R-Fonds: 08/2020-Bericht, Wertzuwachs von 6,1% - Fondsanalyse


01.10.20 09:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel des LBBW Rohstoffe 1 Fonds (ISIN DE000A0NAUG6 / WKN A0NAUG) ist die Erwirtschaftung eines möglichst hohen Wertzuwachses durch eine indirekte Partizipation an der Entwicklung der internationalen Rohstoff- und Warenterminmärkte, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dies werde durch den Einsatz von Derivaten (auf Basiswerte abgeleitete Finanzinstrumente) erreicht, deren Basiswert Rohstoff-Indices bzw. Sub-Indices bilden würden. Der Fonds orientiere sich derzeit am LBBW-Top-10-Rohstoff-ER-Index. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft bis auf weiteres nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus könne der Fonds auch direkt in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikate, Partizipations- und Genussscheine sowie in Optionsscheine auf Aktien investieren. Die liquiden Mittel würden derzeit im Rahmen der Anlagegrenzen überwiegend in kurzlaufende auf Euro lautende Rentenpapiere mit guter Schuldnerbonität angelegt oder in Bankguthaben gehalten. Bei der Investition der Barsicherheiten in Aktien und verzinsliche Wertpapiere werde angestrebt, nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen.

Im August hätten die positiven Vorzeichen am Rohstoffmarkt überwogen. Seit April habe damit der Rohstoffmarkt - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - auf Monatsbasis durchgehend höher geschlossen. Wenngleich die Wertentwicklung der Sektoren Energie, sowie Edel- und Basismetalle im August ausnahmslos positiv ausgefallen sei, so sei doch festzustellen, dass die Wertentwicklung der einzelnen Rohstoffe innerhalb des Sektors deutlich voneinander abgewichen sei.

Bei den Edelmetallen beispielsweise habe Silber den Monat rund 13% höher als Gold beendet und auch zwischen Heizöl und Benzin habe die Differenz bei knapp 9% gelegen, was vor allem auf den befürchteten Engpass bei Benzin durch den Hurrikan Laura in den Vereinigten Staaten von Amerika zurückzuführen gewesen sei. Auch bei den Basismetallen war dieses Bild deutlich zu erkennen und zeigte aus Sicht unserer Fondsmanager die zunehmend selektivere Wahrnehmung der Marktteilnehmer im Rohstoffbereich, so die Experten von LBBW Asset Management.

Des Weiteren seien im August die beachtlichen Käufe von amerikanischem Rohöl durch China zu nennen. Diese Käufe seien im Vorfeld der Handelsgespräche zwischen den USA und China erfolgt und hätten der amerikanische Seite signalisieren sollen, dass China keine weitere Eskalation im Handelsstreit angestrebt habe. Gegen Ende des Monats habe der Hurrikan Laura Marktteilnehmer aus im Energiebereich in Atem gehalten. Die Hochstufung auf die Kategorie 4 und die Schließung der Mehrheit der Ölfelder im Golf von Mexiko sowie die Schließung der Raffinerien an der Küste hätten steigende Notierungen beim amerikanischen Rohöl und den Destillaten wie Benzin nach sich gezogen.

Bei den Edelmetallen sei die Rede des Chefs der amerikanischen Notenbank FED beim virtuellen Treffen in Jackson Hole ein zentrales Thema gewesen. Aufgrund der geringeren Nachfrage vonseiten der Gold ETFs über die Sommerpause habe der Goldpreis den Rückenwind aus Jackson Hole jedoch nicht in vollem Umfang ausnutzen können.

Basismetalle hätten sich auch im August weiter erholt, vor allem getrieben durch eine anhaltend gute Nachfrage aus China und weiterhin bestehende Einschränkungen bei der Förderung diverser Basismetalle.

Der Anteilswert des LBBW Rohstoffe 1 habe im Monatsverlauf abermals zulegen können. Das Sondervermögen habe dabei im Betrachtungszeitraum zum ersten Mal seit Mai dieses Jahres hinter dem Vergleichsmaßstab, dem Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index, gelegen.

Hervorzuheben sei im August die Wertentwicklung von Nickel und Silber. Beide Metalle hätten im zweistelligen Prozentbereich zulegen können. Mit Zink und Benzin hätten zwei weitere Rohstoffe nur knapp an einem Wert im zweistelligen Prozentbereich vorbeigeschrammt.

Der im LBBW Rohstoffe 1 verwendete Index habe seine Zusammensetzung turnusgemäß am 13. Juli geändert. Dabei sei es im Vergleich zur zweiten Indexperiode 2020 zu zwei Änderungen gekommen: Silber und das Rohöl Western Texas Intermediate (WTI) seien in den Index neu aufgenommen worden und hätten Gold und Gasöl verdrängt. Die Indexzusammensetzung bestehe für die laufende Periode somit aus Benzin, den Rohölsorten Brent sowie WTI, Kupfer, Nickel, Zink, Zinn, Silber, Platin und Palladium. Keine Berücksichtigung fänden vorerst Heizöl, Gasöl, Erdgas, Aluminium, Blei und Gold. Der nächste Änderungstermin im Index sei für den 12. Oktober 2020 vorgesehen. (Stand vom 31.08.2020) (01.10.2020/fc/a/f)






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