LBBW Rohstoffe 1 R-Fonds: 07/2020-Bericht, Wertzuwachs von 8,8% - Fondsanalyse


03.09.20 09:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel des LBBW Rohstoffe 1 Fonds (ISIN DE000A0NAUG6 / WKN A0NAUG) ist die Erwirtschaftung eines möglichst hohen Wertzuwachses durch eine indirekte Partizipation an der Entwicklung der internationalen Rohstoff- und Warenterminmärkte, so die Experten von LBBW Asset Management .

Dies werde durch den Einsatz von Derivaten (auf Basiswerte abgeleitete Finanzinstrumente) erreicht, deren Basiswert Rohstoff-Indices bzw. Sub-Indices bilden würden. Der Fonds orientiere sich derzeit am LBBW-Top-10-Rohstoff-ER-Index. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft bis auf weiteres nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus könne der Fonds auch direkt in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikate, Partizipations- und Genussscheine sowie in Optionsscheine auf Aktien investieren. Die liquiden Mittel würden derzeit im Rahmen der Anlagegrenzen überwiegend in kurzlaufende auf Euro lautende Rentenpapiere mit guter Schuldnerbonität angelegt oder in Bankguthaben gehalten. Bei der Investition der Barsicherheiten in Aktien und verzinsliche Wertpapiere werde angestrebt, nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen.

Auch im Juli hätten am Rohstoffmarkt die positiven Vorzeichen überwogen, wodurch dieser nun bereits den dritten Monat in Folge mit einem Kursgewinn habe beenden können. Am präsentesten gewesen seien dabei in den Medien sicherlich die Edelmetalle, mit Gold als bekanntesten Vertreter des Sektors. Das gelbe Edelmetall habe den bisherigen Höchstwert von rund 1.920 US-Dollar pro Feinunze aus dem Jahr 2011 übertreffen können und den Juli nur knapp unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar beendet.

Auch wenn Gold sicherlich den größten Teil der Berichterstattung für sich vereinnahmt habe, sei dessen Wertentwicklung von Silber klar in den Schatten gestellt worden. Das umgangssprachlich auch als "kleiner Bruder von Gold" bezeichnete Edelmetall habe im Monatsverlauf in Euro um annähernd 30% zulegen können.

Etwas weniger spektakulär, jedoch fast genauso kraftvoll, seien im Betrachtungszeitraum die Basismetalle geklettert. Die Hoffnung auf eine vergleichsweise robuste Nachfrage aus China sowie die Einschränkungen bei der Minenproduktion in wichtigen Nationen, vor allem in Lateinamerika, hätten unterstützend auf die Basismetallkurse gewirkt. Am kuriosesten dürfte der Kurssprung bei Nickel zu werten sein. Das beständige Basismetall habe in der Kalenderwoche 30 den stärksten Tagesgewinn seit August 2019 vollzogen. Dieser Kursanstieg sei auf den Unternehmer Elon Musk zurückgegangen, der Minenunternehmen dazu aufgerufen habe, die Förderung von Nickel für Batterien zu erhöhen.

"Wenig schwankend mit gleichzeitig leicht ansteigenden Kursen" - diese Beschreibung habe im zurückliegenden Monat zu den Preisen der Energieträger gepasst. So habe die Organisation erdölexportierender Länder plus weiterer Staaten wie Russland (kurz OPEC+) den Markt bereits frühzeitig über eine Anhebung der Fördermenge an Rohöl ab August informiert. Hinzugekommen sei, dass die Anzahl der aktiven Bohranlagen in Amerika auf nur noch rund 180 gesunken zu sein scheine (75% davon in Texas und New Mexico).

Der Anteilswert des LBBW Rohstoffe 1 habe im Monatsverlauf abermals zulegen können. Das Sondervermögen habe dabei im Betrachtungszeitraum deutlich über dem Vergleichsmaßstab, dem Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index, gelegen. Neben der ausgeglichenen Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index hätten insbesondere die Edelmetalle Silber und Platin zu dem positiven Ergebnis beigetragen.

Der im LBBW Rohstoffe 1 verwendete Index habe seine Zusammensetzung turnusgemäß am 13. Juli geändert. Dabei sei es im Vergleich zur zweiten Indexperiode 2020 zu zwei Änderungen gekommen: Silber und das Rohöl Western Texas Intermediate (WTI) seien in den Index neu aufgenommen worden und hätten Gold und Gasöl verdrängt. Die Indexzusammensetzung bestehe für die laufende Periode somit aus Benzin, den Rohölsorten Brent und WTI, Kupfer, Nickel, Zink, Zinn, Silber, Platin sowie Palladium. Keine Berücksichtigung fänden vorerst Heizöl, Gasöl, Erdgas, Aluminium, Blei und Gold. Der nächste Änderungstermin im Index sei für den 12. Oktober 2020 vorgesehen. (Stand vom 31.07.2020) (03.09.2020/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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