LBBW RentaMax R-Fonds: 11/2020-Bericht, Wertzuwachs von 1,2% - Fondsanalyse


08.01.21 09:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW RentaMax R Fonds (ISIN DE0005326144 / WKN 532614) ist es, bei Beachtung des Risikogesichtspunktes eine möglichst attraktive Rendite zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Mehr als 50 Prozent des Wertes des Fonds würden in verzinsliche Wertpapiere angelegt, die auf Euro lauten würden; auf diese Bestandsgrenze würden Derivate nicht angerechnet. Der Anteil der Wertpapiere, die auf Fremdwährung lauten würden, dürfe zusammen 25 Prozent des Wertes des Fondsvermögens nicht übersteigen. Der Fokus des Fonds liege derzeit auf Euro-Unternehmensanleihen mit guter bis sehr guter Schuldnerqualität. Die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Wertpapiere im Fonds würden der aktuellen Marktsituation unter Gesichtspunkten der Ertragsoptimierung ständig angepasst.

Die zurückhaltende Einstellung von Investoren im Oktober habe im November in einer Aktienrally gemündet. Getragen worden sei diese vom Ausgang der US-Wahlen sowie den Durchbrüchen bei der Covid-19-Impfstoffentwicklung und der damit verbundenen Hoffnung auf ein schnelles Ende der Pandemiemaßnahmen. Von Letzterem hätten vor allem wertorientierte und zyklische Titel profitiert, die zuvor besonders unter der Pandemie gelitten hätten. Die US-Aktienmärkte hätten dabei sogar neue Allzeithochs erreicht.

Die Entwicklung des europäischen Rentenmarktes sei hingegen gemischt gewesen. Das Ausbleiben einer "Blue Wave" (Ein Sieg der Demokraten bei der US-Präsidentschaftswahl verbunden mit einer Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses) habe zunächst zu sinkenden Zinsen geführt. Die Hoffnung auf eine Normalisierung der Wirtschaft im Zuge der Covid-19-Impfstoffdurchbrüche habe hingegen wieder zu steigenden Zinsen geführt.

Die globalen Aktienmärkte hätten im November um ca. 12,2% gemessen am MSCI All Country World Index zugelegt. Am stärksten hätten sich die Region Europa sowie die Sektoren Energie und Finanzen erholt. Der DAX habe dabei einen Kursgewinn von ca. 15,0% und der STOXX Europe 600 von ca. 13,7% erzielt. In den USA habe der S&P 500 um ca. 10,8% und der technologielastige NASDAQ 100 um ca. 11,8% zugelegt.

Die 10-jährigen deutschen Staatsanleihen hätten ca. 0,4% verloren. Anleihen der so genannten Euro-Peripherie seien hingegen etwas stärker nachgefragt gewesen. Gold habe leicht an Wert verloren und den Monat am Jahrestief von 1.777 US-Dollar pro Feinunze beendet. Der Euro habe sich seinem Hoch von 1,20 US-Dollar vom 1. September zum Monatsende wieder angenähert.

Euro-Unternehmensanleihen hätten im November erneut eine positive Wertentwicklung verzeichnet. Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe einen Wertzuwachs von ca. 1% erzielt. Im Gesamtjahr habe der Index somit per Monatsende mit ca. 2,8% im Plus gelegen. Dabei habe das Sinken des Zinsniveaus einen negativen Einfluss auf den Gesamtertrag gehabt. Gleichzeitig seien jedoch die Risikoprämien deutlich gefallen, was zu einer Überrendite gegenüber Staatsanleihen geführt habe.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten ebenfalls einen positiven Gesamtertrag ausgewiesen. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe mit ca. 4,4% klar im Plus gelegen. Auf Gesamtjahressicht sei per Monatsende damit erstmals im Jahr 2020 ein positiver Wert erreicht worden (+2%).

Unternehmensanleihen hätten von der Hoffnung auf eine baldige Impfstoffverfügbarkeit und Quartalsergebnissen profitiert, die mehrheitlich die Erwartungen übertroffen hätten. Produkte mit Renditeaufschlägen zu Staatsanleihen seien weiterhin stark gefragt gewesen. Die Anleiheaufkäufe der EZB hätten den Markt zusätzlich stabilisiert.

Nachdem im November innerhalb von zwei Wochen drei Pharmaunternehmen die baldige Verfügbarkeit von Impfstoffen mit mutmaßlich hohem Wirkungsgrad avisiert hätten, habe der Optimismus an den Märkten deutlich zugenommen. Demgegenüber stünden die Auswirkungen des zweiten Lockdowns in Europa, der jedoch bislang deutlich geringere negative Auswirkungen gehabt habe als der Lockdown im Frühjahr.

Für gewöhnlich würden die Börsen nach der US-Wahl freundlich tendieren, wenn die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der Politik weiche. Unter der Regierung Biden werde die Verabschiedung eines größeren Konjunkturpaketes erwartet sowie die Rückbesinnung auf eine welthandelsfreundlichere Politik. Zusätzlich positiv habe sich die anhaltende Erholung in China und des Welthandels ausgewirkt.

Von zentraler Bedeutung für die weitere Entwicklung der Finanzmärkte bleibe die Bereitschaft der Notenbanken weltweit, die Staaten bei der Abmilderung der negativen Auswirkungen der Pandemie mit günstigen Finanzierungkonditionen zu unterstützen. In der Vergangenheit hätten solche Liquiditätssteigerungen zu niedrigen Risikoprämien geführt. (Stand vom 30.11.2020) (08.01.2021/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005326144 532614 71,67 € 65,04 €