LBBW RentaMax R-Fonds: 08/2017-Bericht, Wertzuwachs von 0,48% - Fondsanalyse


13.09.17 12:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW RentaMax R Fonds (ISIN DE0005326144 / WKN 532614) investiert in Euro-Unternehmensanleihen mit überwiegend guter bis sehr guter Schuldnerqualität, so die Experten von LBBW Asset Management.

Ziel sei es, eine im Vergleich mit Bundesanleihen möglichst attraktive Rendite zu erzielen. Die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Wertpapiere würden der aktuellen Marktsituation unter Gesichtspunkten der Ertragsoptimierung ständig angepasst. Die Auswahl der Anleihen erfolge in drei Schritten. Zuerst werde die weltwirtschaftliche Konjunktur- und Wachstumsdynamik prognostiziert und der Markt hinsichtlich seiner Kreditrisiken durchleuchtet. Anschließend würden die einzelnen Branchen im jeweiligen Zyklus bewertet und ausgewählt. Abschließend erfolge die Auswahl qualitativ hochwertiger Unternehmensanleihen aufgrund fundierter Analysen.

Der Höhenflug des Euro, durchwachsene Unternehmenszahlen sowie die beiden Schreckgespenster Kim und Trump hätten die Anleger im Monat August beschäftigt. Die Nordkorea-Krise sei das Thema des Sommers. Der nordkoreanische Despot Kim Jong Un habe mit einem Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht. Donald Trump habe mit "Feuer und Zorn" gedroht, nachdem unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet worden sei, dass Nordkorea näher an der Entwicklung einer Atomrakete wäre als bisher angenommen. Der Krieg der Worte habe seine Fortsetzung genommen. Bis zuletzt hätten Manöver sowie weitere Raketen über japanischem Hoheitsgebiet den Konflikt am Köcheln gehalten.

Gleichzeitig verschrecke das Chaos im Weißen Haus bezüglich der Innenpolitik mehr und mehr auch jene Investoren, die bis zuletzt noch an die Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten geglaubt hätten. Trump habe bisher weder eine neue Gesundheitsreform durchgesetzt, noch seine bis zum Jahresende versprochene umfassende Steuerreform auf den Weg gebracht. Auch das große Infrastrukturprogramm stehe bisher weitgehend nur auf dem Papier.

Beim Notenbanker-Gipfel in Jackson Hole hätten Anleger vergeblich auf geldpolitische Signale des EZB-Chefs Mario Draghi gewartet. Dies habe den Euro erstmals seit zweieinhalb Jahren über 1,20 US-Dollar getrieben. Die Aufwertung des Euro bereite der EZB daher immer größere Kopfschmerzen. Vor allem in Deutschland habe der starke Euro Ängste vor weiterem Druck auf die exportorientierten Branchen befeuert. Dennoch habe die deutsche Wirtschaft im. 2 Quartal um 0,6% im Vergleich zum Vorquartal zugelegt, hauptsächlich getragen vom Binnenkonsum. Dagegen kämen nun mit den August-Daten von der Inflationsseite ermutigende Signale. Die jüngsten Reden der FED-Oberen würden hingegen darauf hindeuten, dass die US-Währungshüter über die Gründe und die Dauer des schwachen Preisdrucks in den USA ungewöhnlich ratlos seien. Die FED dürfte daher insgesamt sehr zögerlich agieren und die Leitzinsen nur langsam anheben.

Die relativ geringen Primärmarktaktivitäten bei einer weiterhin großen Aufnahmebereitschaft des Marktes hätten allein von technischer Seite für eine Unterstützung der Unternehmensanleihen am Sekundärmarkt gesprochen. Die Spreadentwicklung werde aber auch durch die gute konjunkturelle Lage unterstützt. Das habe sich beispielsweise in den Ergebnissen der abgelaufenen Berichtssaison zum zweiten Quartal gezeigt, bei der nennenswerte negative Überraschungen ausgeblieben seien.

Die Kombination aus globalem wirtschaftlichem Aufschwung und nach wie vor lockerer Geldpolitik der EZB biete weiterhin ein günstiges Kauf- und Investitionsklima. Mit Blick auf den Herbst könnte sich der Markt empfänglicher für politische Risiken zeigen, die er zuletzt gut weggesteckt habe. Insgesamt sei vor diesem Hintergrund von leicht höheren Volatilitäten im Markt auszugehen. Dennoch unterstütze die gute konjunkturelle Lage und die fundamentale Entwicklung sowie das CSPP-Ankaufprogramm grundsätzlich den Markt. Dies sollte weiterhin einen positiven Effekt auf Unternehmensanleihen haben.

Der LBBW Rentamax R liege im August mit einer Wertentwicklung (BVI-Methode) von +0,48% marginal hinter der Benchmark (+0,57%). Die laufende Rendite des Fonds betrage aktuell 1,03%. Die modifizierte Duration des Fonds liege bei 4,30% und damit unter dem Wert der Benchmark (5,24%). (Stand vom 31.08.2017) (13.09.2017/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
68,06 € 68,01 € 0,05 € +0,07% 17.11./19:42
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005326144 532614 68,77 € 65,63 €