LBBW RentaMax R-Fonds: 02/2020-Bericht, Wertverlust von 0,3% - Fondsanalyse


25.03.20 11:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW RentaMax R Fonds (ISIN DE0005326144 / WKN 532614) ist es, bei Beachtung des Risikogesichtspunktes eine möglichst attraktive Rendite zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Mehr als 50 Prozent des Wertes des Fonds würden in verzinsliche Wertpapiere angelegt, die auf Euro lauten würden; auf diese Bestandsgrenze würden Derivate nicht angerechnet. Der Anteil der Wertpapiere, die auf Fremdwährung lauten würden, dürfe zusammen 25 Prozent des Wertes des Fondsvermögens nicht übersteigen. Der Fokus des Fonds liege derzeit auf Euro-Unternehmensanleihen mit guter bis sehr guter Schuldnerqualität. Die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Wertpapiere im Fonds würden der aktuellen Marktsituation unter Gesichtspunkten der Ertragsoptimierung ständig angepasst.

Die rasche Ausbreitung des Coronavirus und die Furcht vor einem Einbruch der Konjunktur hätten die Börsen Ende des Monats auf Talfahrt geschickt. Weltweit hätten so gut wie alle Aktienmärkte deutlich im Minus geschlossen. Der DAX sei zum Monatsende um 8,4% auf 11.890 Punkte gefallen, während er am 19. Februar - einen Tag vor Beginn der Talfahrt - noch einen Rekordschlusskurs von 13.789 Punkten markiert habe. Somit seien sämtliche Kursgewinne der vergangenen Wochen und Monate innerhalb weniger Tage ausgelöscht worden.

Die wachsende Verunsicherung erkläre sich durch die stark steigenden Infektionszahlen außerhalb Chinas, weil hiervon neben Südkorea inzwischen auch Europa in erheblichem Maße betroffen sei. Immer mehr Notenbanken, Regierungen und internationale Organisationen würden überlegen, mit welchen Beiträgen sie die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus eindämmen könnten.

Die Sorgen der Marktteilnehmer hätten in einer möglichen Unterbrechung der Lieferketten und damit einhergehenden Zulieferengpässen sowie dem Aufschieben nicht dringender Ausgaben von Unternehmen und Konsumenten bestanden. Dies könnte im Jahresverlauf zu einer Rezession in Deutschland und im Euroraum führen.

Gefragt geblieben sei weiterhin der "sichere Hafen" der Staatsanleihen. So habe sich der Renditeabwärtssog der 10-jährigen Bundesanleihen aufgrund der großen Nachfrage bis auf -0,61% fortgesetzt. Die US-amerikanischen Pendants hätten sogar erstmals unter +1,20% rentiert. Auch der US-Dollar sei Ende des Monats unter Druck geraten und habe gegenüber dem Euro auf 1,10 US-Dollar je Euro abgewertet. Begründet gelegen habe die Abwertung in der, aus Sicht der Marktteilnehmer, hohen Wahrscheinlichkeit einer US-Zinssenkung im März.

Euro-Unternehmensanleihen hätten sich der Verunsicherung durch das Coronavirus nicht entziehen können, nachdem im Januar noch ein gelungener Start ins neue Jahr zu verzeichnen gewesen sei. Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen guter Bonität (BBB- oder besser) abbilde, habe eine negative monatliche Wertentwicklung von -0,3% erzielt. Aufgrund der guten Wertentwicklung im Januar liege der bisherige Gesamtertrag im Jahr 2020 aber weiter im Plus (knapp 1,1%). Die Risikoprämien seien im Februar deutlich gestiegen und hätten so den erhöhten Unsicherheiten in Bezug auf Konjunktur und zukünftige Unternehmensergebnisse Rechnung getragen. Die schwache Wertentwicklung habe jedoch durch das gesunkene Zinsniveau im Euroraum etwas abgefedert werden können.

Unternehmensanleihen schwächerer Bonität (BB+ und darunter) hätten im Februar eine ausgeprägte Negativ-Performance verzeichnen müssen. Der - diese Werte abbildende - Index ICE BofAML HNE0 habe einen Gesamtertrag von -1,9% ausgewiesen. Neben einem weniger starken Rückenwind aufgrund sinkender Zinsen im Euroraum, im Vergleich zu den Pendants besserer Bonität, seien bei den Hochzinsanleihen die Risikoprämien im Februar sehr stark angestiegen, was auf den Gesamtertrag gedrückt habe.

Seit Mitte Februar habe sich allerdings durch die Marktkorrektur das Rendite-Risikoverhältnis - gerade bei Hochzinsanleihen - gegenüber Januar verbessert, sodass selektiv Einstiegschancen entstanden seien.

Der weitere Verlauf der Corona-Krankheitswelle bleibe ungewiss und damit auch die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte. Die hohen Schwankungen dürften zunächst anhalten. In diesem Umfeld seien weiterhin die Risiken genau im Blick zu behalten und die sich immer wieder bietenden Chancen kurzfristig zu nutzen. (Stand vom 28.02.2020) (25.03.2020/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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