LBBW Nachhaltigkeit Renten R-Fonds: 11/2020-Bericht, Wertzuwachs von 0,8% - Fondsanalyse


05.01.21 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Mehr als 50% des Vermögens des LBBW Nachhaltigkeit Renten werden nach dem Grundsatz der Risikostreuung in Staatsanleihen (derzeit meist europäische), Pfandbriefen und Unternehmensanleihen (derzeit meist in EUR denominierte) angelegt, die nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt werden, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dabei könne auch in Anleihen aus den Emerging Markets investiert werden, die nach denselben Grundsätzen ausgewählt würden. Die Auswahl der Papiere erfolge durch eine strenge Nachhaltigkeitsprüfung der sozialen und ökologischen Qualität von Unternehmen und Ländern als Kombination von Ausschlusskriterien und dem Best-in-Class-Ansatz. Die Grundlage bilde derzeit die Datenbasis der ISS ESG, einem weltweit führenden Anbieter von Nachhaltigkeitsanalysen.

Beispielsweise würden Firmen ausgeschlossen, die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes in kontroversen Branchen wie Rüstung, Atomenergie, Alkohol oder Agrar-Gentechnologien erwirtschaften würden. Des Weiteren würden Staaten/Firmen ausgeschlossen, die gegen Menschenrechte verstoßen würden, Kinderarbeit und Korruption zulassen würden sowie Staaten im Besitz von Atomwaffen, mit hohem Anteil an Atomenergie im Energiemix, hohen Rüstungsausgaben oder negativer Klimaschutzpolitik. Danach erfolge die Anlage nach der Ausstellerqualität unter Einbeziehung des Konjunktur- und Zinsumfeldes.

Die zurückhaltende Einstellung von Investoren im Oktober habe im November in einer Aktienrally gemündet. Getragen worden sei diese vom Ausgang der US-Wahlen sowie den Durchbrüchen bei der Covid-19-Impfstoffentwicklung und der damit verbundenen Hoffnung auf ein schnelles Ende der Pandemiemaßnahmen. Von Letzterem hätten vor allem wertorientierte und zyklische Titel profitiert, die zuvor besonders unter der Pandemie gelitten hätten. Die US-Aktienmärkte hätten dabei sogar neue Allzeithochs erreicht.

Die Entwicklung des europäischen Rentenmarktes sei hingegen gemischt gewesen. Das Ausbleiben einer "Blue Wave" (Ein Sieg der Demokraten bei der US-Präsidentschaftswahl verbunden mit einer Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses) habe zunächst zu sinkenden Zinsen geführt. Die Hoffnung auf eine Normalisierung der Wirtschaft im Zuge der Covid-19-Impfstoffdurchbrüche habe hingegen wieder zu steigenden Zinsen geführt.

Die globalen Aktienmärkte hätten im November um ca. 12,2% gemessen am MSCI All Country World Index zugelegt. Am stärksten hätten sich die Region Europa sowie die Sektoren Energie und Finanzen erholt. Der DAX habe dabei einen Kursgewinn von ca. 15,0% und der STOXX Europe 600 von ca. 13,7% erzielt. In den USA habe der S&P 500 um ca. 10,8% und der technologielastige NASDAQ 100 um ca. 11,8% zugelegt.

Die 10-jährigen deutschen Staatsanleihen hätten ca. 0,4% verloren. Anleihen der so genannten Euro-Peripherie seien hingegen etwas stärker nachgefragt gewesen. Gold habe leicht an Wert verloren und den Monat am Jahrestief von 1.777 US-Dollar pro Feinunze beendet. Der Euro habe sich seinem Hoch von 1,20 US-Dollar vom 1. September zum Monatsende wieder angenähert.

Euro-Unternehmensanleihen hätten im November erneut eine positive Wertentwicklung verzeichnet. Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe einen Wertzuwachs von ca. 1% erzielt. Im Gesamtjahr habe der Index somit per Monatsende mit ca. 2,8% im Plus gelegen. Dabei habe das Sinken des Zinsniveaus einen negativen Einfluss auf den Gesamtertrag gehabt. Gleichzeitig seien jedoch die Risikoprämien deutlich gefallen, was zu einer Überrendite gegenüber Staatsanleihen geführt habe.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten ebenfalls einen positiven Gesamtertrag ausgewiesen. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe mit ca. 4,4% klar im Plus gelegen. Auf Gesamtjahressicht sei per Monatsende damit erstmals im Jahr 2020 ein positiver Wert erreicht worden (+2%).

Unternehmensanleihen hätten von der Hoffnung auf eine baldige Impfstoffverfügbarkeit und Quartalsergebnissen profitiert, die mehrheitlich die Erwartungen übertroffen hätten. Produkte mit Renditeaufschlägen zu Staatsanleihen seien weiterhin stark gefragt gewesen. Die Anleiheaufkäufe der EZB hätten den Markt zusätzlich stabilisiert.

Der LBBW Nachhaltigkeit Renten habe im Monat November angesichts weiterhin freundlicher Bewegungen an den Rentenmärkten eine positive Wertentwicklung erzielt. Die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer sei im Vergleich zum Vormonat bei rund sechs Jahren geblieben. Der Schwerpunkt der Anlagen habe im sieben- bis zehnjährigen Laufzeitenband gelegen. Der Bestand an Unternehmensanleihen habe den größten Anteil am Fondsvermögen gebildet, gefolgt von Pfandbriefen und Staatsanleihen. (Stand vom 30.11.2020) (05.01.2021/fc/a/f)






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