LBBW Nachhaltigkeit Renten R-Fonds: 08/2018-Bericht, Wertzuwachs von 0,08% - Fondsanalyse


11.09.18 11:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der Fonds LBBW Nachhaltigkeit Renten soll überwiegend in Staatsanleihen, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen investieren, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fokus liege auf europäischen Ausstellern; dabei werde großer Wert auf gute bis sehr gute Schuldnerqualität gelegt. Die Auswahl der Papiere erfolge durch eine strenge Nachhaltigkeitsprüfung der sozialen und ökologischen Qualität von Unternehmen und Ländern. Die Grundlage bilde die Datenbasis der ISS-oekom, eines weltweit führenden Anbieters von Nachhaltigkeitsanalysen. In Gesellschaften mit kontroversen Geschäftsfeldern bzw. Geschäftspraktiken werde nicht investiert. Somit berücksichtige der Fonds ökologische, soziale und auf gute Unternehmensführung bezogene Ausschlusskriterien und verzichte des Weiteren auf Investments in fossile Brennstoffe.

Der Fokus der Märkte habe sich im August neben dem Dauerbrenner US-Handelspolitik auf die Währungsprobleme in einigen Emerging Markets verschoben. Auslöser sei vermutlich die starke Abwertung der Türkischen Lira gewesen, gefolgt von den Währungen in Argentinien, Brasilien und Südafrika. Diese Entwicklungen hätten zu Druck an den Aktienmärkten geführt, insbesondere in Europa. In den USA seien die Aktienmärkte überraschend resistent geblieben, auch getrieben von den anhaltend starken großen Technologiewerten.

Die schwachen Aktienmärkte hätten zu Spreadausweitungen bei Corporate Bonds geführt. Besonders schwach hätten italienische Corporates tendiert, die sowohl unter steigenden italienischen Staatsanleiherenditen als auch den Folgen des Einsturzes der Brücke in Genua gelitten hätten. Dies habe daran gelegen, dass alle Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf Lizenzen oder Konzessionen des italienischen Staates beruhen würden, unter Druck geraten seien. Auch Anleihen von Unternehmen, die in den Emerging Markets aktiv seien, hätten in der Tendenz nachgegeben.

Die Politik der Notenbanken sei im August etwas in den Hintergrund geraten, wobei alle ihren Linien treu geblieben seien. Deutsche Bundesanleihen hätten in einer Bandbreite zwischen 0,30% und 0,40% geschwankt. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen hätten sich auf Indexbasis nur leicht ausgeweitet.

Die Argumente für einen positiven Ausblick für Unternehmensanleihen würden unverändert gelten. Trotz der vorübergehenden Verunsicherungen sollte sich der Konjunkturausblick wieder aufhellen. Unternehmensanleihen würden aller Voraussicht nach aufgrund der höheren laufenden Rendite die attraktivste Rentenklasse bleiben.


Der LBBW Nachhaltigkeit Renten R habe im Monat August trotz volatiler Märkte um +0,08% zulegen können. Europäische Staatsanleihen hätten stärker unter Druck gestanden und -0,48% verloren. Seit Jahresbeginn stelle sich das Ergebnis nach Kosten auf -0,56%.

Unternehmensanleihen würden vor dem oben beschriebenen Hintergrund attraktiv bleiben, seien jedoch aufgrund der Nervosität an den Märkten aktuell höherer Volatilität ausgesetzt. Ein möglicher Anstieg des Zinsniveaus werde genutzt, um schwächere Bonitäten in bessere Bonitäten wie z.B. Pfandbriefe zu tauschen. Italienische Staatsanleihen seien aufgrund des Nachhaltigkeitsfilters nicht im Bestand.

Eine Anpassung des Nachhaltigkeitsuniversums habe zum Monatswechsel nicht stattgefunden. (Stand vom 31.08.2018) (11.09.2018/fc/a/f)






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