LBBW Nachhaltigkeit Renten R-Fonds: 08/2017-Bericht, Wertzuwachs von 0,43% - Fondsanalyse


12.09.17 10:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Nachhaltigkeit Renten R investiert in Staatsanleihen, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen mit guter bis sehr guter Bonität und Sitz der Emittenten in der EU, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Die Auswahl der Papiere erfolge durch eine strenge Nachhaltigkeitsprüfung der sozialen und ökologischen Qualität von Unternehmen und Ländern. Die Grundlage bilde die Datenbasis der oekom research AG, eines weltweit führenden Anbieters von Nachhaltigkeitsanalysen. In Gesellschaften mit kontroversen Geschäftsfeldern bzw. Geschäftspraktiken werde nicht investiert. Dazu würden z.B. Atomenergie, Rüstung, Tabak, Abtreibung, Glücksspiel, Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen zählen.

Der Höhenflug des Euro, durchwachsene Unternehmenszahlen sowie die beiden Schreckgespenster Kim und Trump hätten die Anleger im Monat August beschäftigt. Die Nordkorea-Krise sei das Thema des Sommers. Der nordkoreanische Despot Kim Jong Un habe mit einem Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht. Donald Trump habe mit "Feuer und Zorn" gedroht, nachdem unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet worden sei, dass Nordkorea näher an der Entwicklung einer Atomrakete wäre als bisher angenommen. Der Krieg der Worte habe seine Fortsetzung genommen. Bis zuletzt hätten Manöver sowie weitere Raketen über japanischem Hoheitsgebiet den Konflikt am Köcheln gehalten.

Gleichzeitig verschrecke das Chaos im Weißen Haus bezüglich der Innenpolitik mehr und mehr auch jene Investoren, die bis zuletzt noch an die Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten geglaubt hätten. Trump habe bisher weder eine neue Gesundheitsreform durchgesetzt, noch seine bis zum Jahresende versprochene umfassende Steuerreform auf den Weg gebracht. Auch das große Infrastrukturprogramm stehe bisher weitgehend nur auf dem Papier.

Beim Notenbanker-Gipfel in Jackson Hole hätten Anleger vergeblich auf geldpolitische Signale des EZB-Chefs Mario Draghi gewartet. Dies habe den Euro erstmals seit zweieinhalb Jahren über 1,20 US-Dollar getrieben. Die Aufwertung des Euro bereite der EZB daher immer größere Kopfschmerzen. Vor allem in Deutschland habe der starke Euro Ängste vor weiterem Druck auf die exportorientierten Branchen befeuert. Dennoch habe die deutsche Wirtschaft im. 2 Quartal um 0,6% im Vergleich zum Vorquartal zugelegt, hauptsächlich getragen vom Binnenkonsum. Dagegen kämen nun mit den August-Daten von der Inflationsseite ermutigende Signale. Die jüngsten Reden der FED-Oberen würden hingegen darauf hindeuten, dass die US-Währungshüter über die Gründe und die Dauer des schwachen Preisdrucks in den USA ungewöhnlich ratlos seien. Die FED dürfte daher insgesamt sehr zögerlich agieren und die Leitzinsen nur langsam anheben.

Die Rentenmärkte seien im August geprägt gewesen von der Sommerflaute. Es habe kaum Aktivitäten bei Neuemissionen und auch kaum nennenswerte Bewegungen der Risikoaufschläge trotz der Situation in Nordkorea gegeben. Die Kombination aus globalem wirtschaftlichem Aufschwung und nach wie vor lockerer Geldpolitik der EZB biete weiterhin ein günstiges Kauf- und Investitionsklima. Mit Blick auf den Herbst könnte sich der Markt empfänglicher für politische Risiken zeigen, die er zuletzt gut weggesteckt habe.

Der LBBW Nachhaltigkeit Renten R habe im Monat August um 0,43% weiter zugelegt. Europäische Staatsanleihen seien sogar um 0,48% gestiegen. Seit Jahresbeginn liege die Performance wieder im Plus bei +0,36%.

Unternehmensanleihen würden aufgrund der fundamentalen Stärke und der relativen Attraktivität das bevorzugte Rentensegment bleiben. Staatsanleihen und Pfandbriefe würden aufgrund der Liquidität und Diversifikation notwendig bleiben. Unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten seien keine gesonderten Maßnahmen erforderlich gewesen. (Stand vom 31.08.2017) (12.09.2017/fc/a/f)






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