LBBW Nachhaltigkeit Renten R-Fonds: 06/2018-Bericht, Wertzuwachs von 0,21% - Fondsanalyse


09.07.18 15:09
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Nachhaltigkeit Renten R investiert in Staatsanleihen, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen mit guter bis sehr guter Bonität und Sitz der Emittenten in der EU, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Die Auswahl der Papiere erfolge durch eine strenge Nachhaltigkeitsprüfung der sozialen und ökologischen Qualität von Unternehmen und Ländern. Die Grundlage bilde die Datenbasis der oekom research AG, eines weltweit führenden Anbieters von Nachhaltigkeitsanalysen. In Gesellschaften mit kontroversen Geschäftsfeldern bzw. Geschäftspraktiken werde nicht investiert. Dazu würden z.B. Atomenergie, Rüstung, Tabak, Abtreibung, Glücksspiel, Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen zählen.

Politische Querelen hätten auch im Juni im Mittelpunkt der Märkte gestanden. Nur die Schwerpunkte hätten sich etwas verlagert, nachdem im Mai noch die Regierungskrise in Italien Hauptthema gewesen sei. Innenpolitisch habe der Migrationsstreit zwischen CDU und CSU dominiert, in der Außenpolitik habe Donald Trump mal wieder mit seinen Überlegungen zum Thema Strafzölle verunsichert. Zunehmend würden sich auch innerhalb der EZB Sorgen breit machen, dass die Handelspolitik ernsthafte Konsequenzen für die konjunkturelle Entwicklung haben könnte.

Am stärksten seien Unternehmen aus der Autobranche unter die Räder gekommen, da diese von einer Verschärfung des Handelsstreits besonders stark betroffen wären. Kurioserweise treffe dies auf Daimler und BMW deshalb zu, weil die Top-Seller in China SUVs seien, die in den USA gefertigt würden und somit unter die chinesischen Strafzölle auf US-Produkte fallen würden.

Nach dem wie erwartet verkündeten Tapering der QE-Käufe bis zum Jahresende habe in diesem Umfeld sogar die Bekanntmachung der EZB, die Zinssätze mindestens bis Sommer 2019 unverändert zu lassen, eine untergeordnete Rolle gespielt. Lediglich Bundesanleihen hätten profitiert, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei wieder auf rund 0,30% zurückgefallen.

Die Risikoprämien bei Unternehmensanleihen hätten sich im Juni unter größeren Schwankungen per Saldo mit 5 Basispunkten nur leicht ausgeweitet, bei schwächeren Bonitäten etwas deutlicher um 16 Basispunkte; auch Hybridanleihen hätten schwach tendiert.

Die im Mai vorgebrachten Argumente für einen positiven Ausblick für Unternehmensanleihen würden unverändert gelten. Trotz der vorübergehenden Verunsicherung sollte sich der Konjunkturausblick in der zweiten Jahreshälfte wieder aufhellen. Voraussetzung hierfür sei natürlich, dass sich die Streithähne im Handelskonflikt wieder beruhigen würden.

Der LBBW Nachhaltigkeit Renten R habe im Monat Juni mit einer Performance von +0,21% wieder an Wert zugelegt. Europäische Staatsanleihen hätten ebenfalls deutlich zulegen können. Seit Jahresbeginn stelle sich das Ergebnis nach Kosten auf -0,51%.

Unternehmensanleihen würden aufgrund der fundamentalen Stärke und der höheren laufenden Rendite die attraktivste Rentenklasse bleiben. Ein höheres Zinsniveau werde aber genutzt, um teuer gewordene niedrige Bonitäten in bessere Bonitäten wie z.B. Pfandbriefe zu tauschen. Italienische Staatsanleihen seien aufgrund des Nachhaltigkeitsfilters nicht im Bestand. (Stand vom 29.06.2018) (09.07.2018/fc/a/f)






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