LBBW Nachhaltigkeit Renten R-Fonds: 01/2018-Bericht, Wertverlust von 0,54% - Fondsanalyse


15.02.18 12:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Nachhaltigkeit Renten R investiert in Staatsanleihen, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen mit guter bis sehr guter Bonität und Sitz der Emittenten in der EU, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Die Auswahl der Papiere erfolge durch eine strenge Nachhaltigkeitsprüfung der sozialen und ökologischen Qualität von Unternehmen und Ländern. Die Grundlage bilde die Datenbasis der oekom research AG, eines weltweit führenden Anbieters von Nachhaltigkeitsanalysen. In Gesellschaften mit kontroversen Geschäftsfeldern bzw. Geschäftspraktiken werde nicht investiert. Dazu würden z.B. Atomenergie, Rüstung, Tabak, Abtreibung, Glücksspiel, Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen zählen.

Die ersten drei Wochen des Jahres 2018 könnten als Wochen der Rekorde bezeichnet werden. Der amerikanische Aktienmarkt habe in diesem Zeitraum gleich mehrfach neue Rekordstände erklommen. Im Sog dieser Rekordjagd habe der DAX ebenfalls kräftig zugelegt und mit 13.597 Zählern ein neues Allzeithoch geschafft. Diese Entwicklung habe sich auch am Markt für Unternehmensanleihen widergespiegelt. Hier hätten nachrangige Anleihen und Anleihen aus dem High-Yield-Segment die beste Wertentwicklung aufgewiesen. Weltweit seien die Märkte von einer Reihe guter Konjunkturdaten und den beschlossenen US-Steuersenkungen befeuert worden. Die solide globale Konjunktur im Zusammenspiel mit niedrigen Zinsen und noch immer üppiger Liquidität beflügle die Märkte nach wie vor.

Zum Monatsende habe sich allerdings die Stimmung eingetrübt. Die Aktienmärkte hätten kräftig nachgegeben. Der starke Euro habe einen Stimmungsumschwung eingeleitet, als er mit einem Kursniveau von über 1,25 US-Dollar ein neues Dreijahreshoch markiert habe. Dabei sei der Euro von guten Konjunkturdaten getrieben worden.

Begleitet von hochfliegenden Frühindikatoren sei auch die globale Konjunktur mit Schub ins neue Jahr gestartet, vor allem dürfte die US-Wirtschaft als Folge der Steuerreform 2018 zu einem Haupttaktgeber werden. In der Eurozone halte der Rückenwind an. So sei das Wirtschaftsvertrauen im Dezember auf ein neues 17-Jahres-Hoch, gestiegen, die EWU-Arbeitslosenquote sei mit 8,7% auf den niedrigsten Stand seit Januar 2009 gefallen.

Ähnlich wie in Deutschland sei die Inflationsrate im Euroraum zum Jahresende bei verringerter Energiepreisdynamik leicht auf 1,4% gesunken. Im Jahresschnitt 2017 habe die Teuerung bei 1,5% nach nur 0,2% im Jahr 2016 gelegen. In den kommenden Monaten könnten die inzwischen gestiegenen Ölpreise die Inflation temporär nach oben schrauben, im Gesamtjahr sollte das Niveau der Teuerung in etwa gehalten werden.

Europas Währungshüter hätten im Rahmen ihres Zinsentscheids die im Dezember formulierte Zuversicht bezüglich Konjunktur- und Inflationsentwicklung bekräftigt. Sie hätten jedoch davon abgesehen, den Finanzmärkten über eine Anpassung ihrer Sprachregelung ein zusätzliches Ausstiegssignal aus der ultralockeren Geldpolitik zu geben. EZB-Chef Draghi habe betont, dass sich an der geldpolitischen Lagebeurteilung im Vergleich zum Oktober und Dezember nichts Wesentliches verändert habe. Die Anleihekäufe der EZB im Unternehmensanleihesegment seien relativ hoch ausgefallen. Es scheine sich herauszukristallisieren, dass die EZB ihre Käufe im Unternehmensanleihesegment im Vergleich zum Staatsanleihesegment nur unterdurchschnittlich reduziert habe.

Der LBBW Nachhaltigkeit Renten R habe im Monat Januar im Zuge des Zinsanstiegs um 0,54% nachgegeben, während europäische Staatsanleihen um 0,46% verloren hätten. Das Ergebnis auf 1-Jahressicht liege mit -0,02% leicht im Minus.

Unternehmensanleihen würden aufgrund der fundamentalen Stärke und der relativen Attraktivität das bevorzugte Rentensegment bleiben, hierbei insbesondere die Bankentitel. Staatsanleihen und Pfandbriefe würden aufgrund der Liquidität und Diversifikation notwendig bleiben.

Das Anlageuniversum sei im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte angepasst worden. Bei SAP sei aufgrund der bekannt gewordenen Korruption in Südafrika ein aktives Divestment vollzogen worden. Des Weiteren sei eine irische Staatsanleihe veräußert worden, da das Land aufgrund von Kontroversen bezüglich des Umweltschutzes das Nachhaltigkeitsuniversum habe verlassen müssen. (Stand vom 31.01.2018) (15.02.2018/fc/a/f)






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