LBBW Multi Global R-Fonds: 09/2020-Bericht, Wertrückgang von 0,2% - Fondsanalyse


15.10.20 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Multi Global R ist ein defensiv ausgerichteter Wertpapier-Mischfonds, so die Experten von LBBW Asset Management.

Er könne weltweit in Wertpapiere, u. a. in verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Zertifikate, sowie in Geldmarktinstrumente, Investmentanteile und sonstige Anlageinstrumente investieren. Hierbei betrage die maximale Quote für Investitionen in Aktien 30% des Fondsvermögens. Zur weiteren Diversifikation sei aktuell beabsichtigt, bis zu 10% in 1:1 Zertifikate auf Edelmetalle anzulegen. Die Investmentgesellschaft dürfe in Schuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und Geldmarktinstrumente der Bundesrepublik Deutschland und deren Bundesländer mehr als 35% des Wertes des Sondervermögens anlegen.

Die großen Volkswirtschaften hätten sich nach dem Corona-Tief weiterhin im Prozess der Erholung befunden. Viele Stimmungsindikatoren hätten eine V-förmige Entwicklung gezeigt, am Rentenmarkt seien die Inflationserwartungen merklich angestiegen und die Aktienmärkte - insbesondere in den USA - hätten lange Zeit nur eine Richtung gekannt: Nach oben.

Bei den Renditen deutscher und US-Staatsanleihen habe sich wenig Bewegung gezeigt. Hier schienen die hohen Dosen geldpolitischer Stützungsprogramme wie ein Schlafmittel zu wirken, so die Experten von LBBW Asset Management. Mit Beginn des Septembers habe die seit März andauernde Rekordjagd der amerikanischen Technologiewerte vorerst ein Ende gefunden. Im Zuge dessen sei es Mitte September auch an den europäischen Aktienbörsen zu einem moderaten Rücksetzer gekommen.

Der DAX habe den Monat September mit einem kleinen Kursverlust von ca. 1,4% beendet. Amerikanische Leitindices hätten nach den starken Zugewinnen der Vorwochen mit Wertverlusten zwischen rund 3,8% und 5,1% etwas mehr abgeben müssen. 10-jährige Deutsche Staatsanleihen hätten 0,1% hinzugewonnen. Anleihen der Euro-Peripherie seien etwas stärker gesucht gewesen. Beim Gold sei es nach dem Rekordhoch im August, wo die Feinunze im Hoch mit 2.063 US-Dollar notiert habe, zu einer ausgeprägteren Korrektur von 4,2% gekommen. Der Euro habe sein zwischenzeitliches Hoch zum US-Dollar am 1. September mit gut 1,20 erreicht und sich nachfolgend ebenfalls in einer Korrekturphase befunden.

Im Detail hätten Euro-Unternehmensanleihen im September keine einheitliche Wertentwicklung verzeichnen können. Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe im September eine Wertentwicklung in Höhe von 0,5% erzielt. Starker Rückenwind sei in diesem Monat von einem gesunkenen Zinsniveau gekommen. Die Risikoprämien seien hingegen etwas angestiegen. Somit habe auch keine Überrendite zu Staatsanleihen erzielt werden können (-0,1%).

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten, erstmals seit März 2020, sogar einen negativen Gesamtertrag ausgewiesen. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe mit -0,7% im Minus gelegen. Die Wertaufholung seit März habe somit nicht fortgesetzt werden können. Unternehmensanleihen seien damit von mehr Unsicherheit geprägt gewesen als Euro-Staatsanleihen, die anhaltenden Anleihekäufe der EZB und weiterhin besser als erwartete Konjunktur- und Unternehmenszahlen hätten dabei für ein positives Gegengewicht gesorgt.

Nach mehreren Monaten mit steigenden Notierungen, habe der Rohstoffmarkt - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - im September im Minus geschlossen. Dabei seien die Verluste über alle drei Sektoren, Energieträger, Basis- und Edelmetalle, verteilt gewesen.

Der LBBW Multi Global R habe im September 0,19% in einem Umfeld verloren, in dem Aktien tendenziell geschwächelt hätten. Der EURO STOXX 50 beispielsweise habe im gleichen Zeitraum rund 2,3% verloren.

Auf der Rentenseite sei im September die Positionierung in Unternehmensanleihen etwas ausgebaut worden. Dies fand zu einem großen Teil über die Zeichnung neuer Emissionen statt, die aufgrund ihrer Emissionsprämien relativ attraktiv gegenüber bestehenden Anleihen erschienen, so die Experten von LBBW Asset Management. Gleichzeitig seien erneut Absicherungsinstrumente aktiv zum Einsatz gekommen, die der Feinsteuerung der Zinssensitivität gedient hätten.

Die Netto-Aktienquote des Fonds sei im September aktiv von rund 14,2% auf rund 21,3% aufgebaut worden. Dies sei einerseits durch den Abbau bestehender Absicherungsinstrumente, andererseits aber auch durch den Zukauf physischer Aktien geschehen, um die Selektion des Portfolios zu optimieren. Hierzu seien unter anderem zyklische Werte, beispielsweise aus den Sektoren Rohstoffe oder Industrie zugekauft, daneben aber auch Technologieaktien aus den USA aufgebaut worden.

Der Anteil an indirekten Edelmetallanlagen habe sich im September unverändert auf ca. 5% belaufen. Der Kassenbestand habe im üblichen Rahmen geschwankt. (Stand vom 30.09.2020) (15.10.2020/fc/a/f)






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