LBBW Multi Global R-Fonds: 08/2017-Bericht, Wertzuwachs von 0,18% - Fondsanalyse


15.09.17 11:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Multi Global R wird wie ein defensiver Mischfonds gemanagt, so die Experten von LBBW Asset Management.

Er investiere international in Pfandbriefe, Staats- und Unternehmensanleihen mit überwiegend guter bis sehr guter Bonität. Einen Schwerpunkt bilde dabei der Europäische Wirtschaftsraum. Durch die gezielte Auswahl von Unternehmensanleihen solle eine Mehrrendite gegenüber Staatsanleihen und Pfandbriefen erzielt werden. Die Aktienquote werde zwischen 0% und 30% gesteuert, abhängig von der Markteinschätzung.

Der Fokus bei der Titelselektion liege auf zukunftsrelevanten Themen (Megatrends) und Aktien mit stabilen Gewinntrends. Durch den Verkauf von Optionen könnten weitere Zusatzerträge generiert werden. Ziel sei eine nachhaltige Wertsteigerung unter geringen Kursschwankungen.

Der Höhenflug des Euro, durchwachsene Unternehmenszahlen sowie die beiden Schreckgespenster Kim und Trump hätten die Anleger im Monat August beschäftigt. Die Nordkorea-Krise sei das Thema des Sommers. Der nordkoreanische Despot Kim Jong Un habe mit einem Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht. Donald Trump habe mit "Feuer und Zorn" gedroht, nachdem unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet worden sei, dass Nordkorea näher an der Entwicklung einer Atomrakete wäre als bisher angenommen. Der Krieg der Worte habe seine Fortsetzung genommen. Bis zuletzt hätten Manöver sowie weitere Raketen über japanischem Hoheitsgebiet den Konflikt am Köcheln gehalten.

Gleichzeitig verschrecke das Chaos im Weißen Haus bezüglich der Innenpolitik mehr und mehr auch jene Investoren, die bis zuletzt noch an die Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten geglaubt hätten. Trump habe bisher weder eine neue Gesundheitsreform durchgesetzt, noch seine bis zum Jahresende versprochene umfassende Steuerreform auf den Weg gebracht. Auch das große Infrastrukturprogramm stehe bisher weitgehend nur auf dem Papier.

Beim Notenbanker-Gipfel in Jackson Hole hätten Anleger vergeblich auf geldpolitische Signale des EZB-Chefs Mario Draghi gewartet. Dies habe den Euro erstmals seit zweieinhalb Jahren über 1,20 US-Dollar getrieben. Die Aufwertung des Euro bereite der EZB daher immer größere Kopfschmerzen. Vor allem in Deutschland habe der starke Euro Ängste vor weiterem Druck auf die exportorientierten Branchen befeuert. Dennoch habe die deutsche Wirtschaft im. 2 Quartal um 0,6% im Vergleich zum Vorquartal zugelegt, hauptsächlich getragen vom Binnenkonsum. Dagegen kämen nun mit den August-Daten von der Inflationsseite ermutigende Signale. Die jüngsten Reden der FED-Oberen würden hingegen darauf hindeuten, dass die US-Währungshüter über die Gründe und die Dauer des schwachen Preisdrucks in den USA ungewöhnlich ratlos seien. Die FED dürfte daher insgesamt sehr zögerlich agieren und die Leitzinsen nur langsam anheben.

Die Rentenmärkte seien im August geprägt gewesen von der Sommerflaute. Es habe kaum Aktivitäten bei Neuemissionen und auch kaum nennenswerte Bewegungen der Risikoaufschläge trotz der Situation in Nordkorea gegeben. Die Kombination aus globalem wirtschaftlichem Aufschwung und nach wie vor lockerer Geldpolitik der EZB biete weiterhin ein günstiges Kauf- und Investitionsklima. Mit Blick auf den Herbst könnte sich der Markt empfänglicher für politische Risiken zeigen, die er zuletzt gut weggesteckt habe.

Die europäischen Aktienmärkte hätten im August eine leichte Schwäche gezeigt. Die paneuropäischen Indices (STOXX Europe 50: -0,88%; STOXX Europe 600: -0,79%) und die Eurolandindices (EURO STOXX 50: -0,72% und EURO STOXX: -0,40%) hätten Verluste verbucht. Der DAX habe um 0,5% nachgegeben.

Der LBBW Multi Global R habe im Monat August trotz der Schwäche an den Aktienmärkten weiter zulegen können. Die Performance betrage +0,18%. Seit Jahresbeginn stelle sich die Performance auf +2,92%. Die Einjahresperformance liege ebenfalls bei 2,92% bei einer Volatilität von 2,65%. Der Performancebruttobeitrag stelle sich wie folgt dar: Die Renten hätten um 0,32% zugelegt, während die Aktien um 0,20% nachgegeben hätten. Die Edelmetalle hätten von den globalen Unsicherheiten profitiert und seien um 0,15% gestiegen, während der Beitrag aus Optionen und Futures mit +0,02% quasi unverändert geblieben sei.

Auf der Rentenseite betrage die Duration durch den freundlichen Rentenmarkt weiterhin vier Jahre. Der Schwerpunkt der Anlagen liege im mittleren Laufzeitenband. Corporate Bonds würden mit rund 60% den größten Anteil am Rentenbestand bilden, gefolgt von Pfandbriefen mit ca. 23%. Die Marktrendite sei auf 0,62% gefallen und das Durchschnittsrating bleibe bei A-. Der Kassenbestand sei im Monatsverlauf leicht auf 6,15% erhöht worden.

Die Aktienquote sei in einem schwächeren Marktumfeld im Monatsverlauf erneut um 1% auf 18,4% erhöht worden. Selektiv seien Prämieneinnahmen durch Optionen generiert worden. Den Schwerpunkt bilde mit rund 81% der Euroraum, gefolgt von Dänemark mit 8,2% und der Schweiz mit 4,0%. Den Branchenschwerpunkt würden weiterhin mit 15,4% die Banken bilden, gefolgt von Bauwerten mit 9,0% und den Industriewerten mit 8,8%. Die besten Aktien im Portfolio seien im August der deutsche Versorger E.ON mit 13,5%, der dänische Insulinspezialist Novo Nordisk mit 12,3% und der Dämmstoffhersteller Rockwool mit 9,8% gewesen. (Stand vom 31.08.2017) (15.09.2017/fc/a/f)






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