LBBW Multi Global R-Fonds: 03/2018-Bericht, Wertverlust von 0,72% - Fondsanalyse


07.05.18 11:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Multi Global R wird wie ein defensiver Mischfonds gemanagt, so die Experten von LBBW Asset Management.

Er investiere international in Pfandbriefe, Staats- und Unternehmensanleihen mit überwiegend guter bis sehr guter Bonität. Einen Schwerpunkt bilde dabei der Europäische Wirtschaftsraum. Durch die gezielte Auswahl von Unternehmensanleihen solle eine Mehrrendite gegenüber Staatsanleihen und Pfandbriefen erzielt werden. Die Aktienquote werde zwischen 0% und 30% gesteuert, abhängig von der Markteinschätzung.

Der Fokus bei der Titelselektion liege auf zukunftsrelevanten Themen (Megatrends) und Aktien mit stabilen Gewinntrends. Durch den Verkauf von Optionen könnten weitere Zusatzerträge generiert werden. Ziel sei eine nachhaltige Wertsteigerung unter geringen Kursschwankungen.

Beim Hauptthema des Monats März, dem Handelsstreit, hätten sich die Ereignisse überschlagen. Zunächst seien es die Stahl- und Aluminiumzölle gewesen, die für eine Vielzahl von Ländern erhoben werden sollten, dann sei die Drohung von Trump gekommen, Zölle auf deutsche Autoimporte zu erheben, schließlich seien viele Länder vorläufig wieder ausgenommen worden und der Fokus der USA habe sich klar auf China gerichtet.

An den Kapitalmärkten hätten die gestiegene Unsicherheit und die Angst vor einem Handelskrieg jedoch deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem die Aktienmärkte seien in den letzten Wochen spürbar in Mitleidenschaft gezogen worden. Aber auch am Markt für Unternehmensanleihen hätten sich die Risikoprämien ausgeweitet, allerdings sei die Entwicklung hier deutlich moderater gewesen (seit Anfang Februar: Investment Grade: +10 Bp und High Yield: +30 Bp).

Die deutlich gestiegene Volatilität an den Märkten habe die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhöht. In den letzten Tagen hätten insbesondere Bundesanleihen davon profitieren können. Folglich seien die Renditen wieder spürbar gesunken. Die Angst vor steigenden Zinsen habe deutlich abgenommen.

Die Ankaufsvolumina im EZB-Kaufprogramm für Unternehmensanleihen seien auch im März auf einem hohen Niveau geblieben. Im Gegensatz zum Ankaufprogramm für öffentliche Anleihen würden etwa 14% der Unternehmensanleihen am Primärmarkt gekauft. Damit bringe die EZB nicht nur zusätzliche Liquidität in die Märkte, sondern beeinflusse auch direkt die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen, was sich an einer Einengung der Risikoprämien seit Programmstart nachweisen lasse.

Im Jahr 2018 nähmen die wöchentlichen Ankäufe im Corporate-Bereich mit durchschnittlich fast 20% einen wichtigen Teil des Vermögensankaufsprogramms der EZB ein. Die Tendenz zeige sogar noch ein wenig nach oben.

Die Märkte müssten sich erstmal wieder an ein deutlich höheres Unsicherheits-Niveau gewöhnen. Die gefühlte Sorglosigkeit des zweiten Halbjahrs 2017 werde zunehmend ausgepreist. Nichtsdestotrotz seien die grundlegenden Rahmenbedingungen weiter gut. Konjunkturell dürfte 2018 sowohl in Europa als auch in den USA ein starkes Jahr werden.

Die paneuropäischen Indices (STOXX Europe 50: -2,02%; STOXX Europe 600: -1,99%) und die Eurolandindices (EURO STOXX 50: -2,18%; EURO STOXX: -2,12%) hätten sich im März schwach entwickelt. Der DAX sei um -2,73% gesunken.

Der LBBW Multi Global R habe im März um -0,72% nachgegeben. Seit Jahresbeginn stelle sich das Ergebnis auf -1,47% bei einer Volatilität von 3,05%.

Auf der Rentenseite betrage die Duration inklusive Absicherungen rund vier Jahre, in der Tendenz seien weitere Absicherungen aufgebaut worden. Der Schwerpunkt der Anlagen liege im mittleren Laufzeitenband. Corporate Bonds würden mit rund 58% den größten Anteil am Rentenbestand bilden, gefolgt von Pfandbriefen mit ca. 25%. Die Marktrendite betrage 0,79% und das Durchschnittsrating bleibe bei A-.

Der Kassenbestand habe sich auf 4,35% erhöht. Der Anteil an Edelmetallen liege zum Monatsende bei 6,2% des Fondsvolumens.

Die Aktienquote sei im Monatsverlauf auf ca. 22% reduziert worden. Selektiv seien Prämieneinnahmen durch Optionen generiert worden. Den Schwerpunkt bilde mit rund 74% der Euroraum, gefolgt von Dänemark mit 13,6% und Schweden mit 5,4%. Den Branchenschwerpunkt würden weiterhin mit 16,7% die Industriewerte bilden, gefolgt von Banken mit 11,1% und den Technologiewerten mit 9,1%. Die besten Aktien im Portfolio seien im März der Hersteller von Recyclingsystemen Tomra Systems mit +17,1%, der Ökostromanbieter Innogy mit +13,6% und der Papier- und Zellstoffproduzent SCA mit +7,8% gewesen. (Stand vom 29.03.2018) (07.05.2018/fc/a/f)





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