LBBW Multi Global R-Fonds: 01/2018-Bericht, Wertzuwachs von 0,3% - Fondsanalyse


14.02.18 12:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Multi Global R wird wie ein defensiver Mischfonds gemanagt, so die Experten von LBBW Asset Management.

Er investiere international in Pfandbriefe, Staats- und Unternehmensanleihen mit überwiegend guter bis sehr guter Bonität. Einen Schwerpunkt bilde dabei der Europäische Wirtschaftsraum. Durch die gezielte Auswahl von Unternehmensanleihen solle eine Mehrrendite gegenüber Staatsanleihen und Pfandbriefen erzielt werden. Die Aktienquote werde zwischen 0% und 30% gesteuert, abhängig von der Markteinschätzung.

Der Fokus bei der Titelselektion liege auf zukunftsrelevanten Themen (Megatrends) und Aktien mit stabilen Gewinntrends. Durch den Verkauf von Optionen könnten weitere Zusatzerträge generiert werden. Ziel sei eine nachhaltige Wertsteigerung unter geringen Kursschwankungen.

Die ersten drei Wochen des Jahres 2018 könnten als Wochen der Rekorde bezeichnet werden. Der amerikanische Aktienmarkt habe in diesem Zeitraum gleich mehrfach neue Rekordstände erklommen. Im Sog dieser Rekordjagd habe der DAX ebenfalls kräftig zugelegt und mit 13.597 Zählern ein neues Allzeithoch geschafft. Diese Entwicklung habe sich auch am Markt für Unternehmensanleihen widergespiegelt. Hier hätten nachrangige Anleihen und Anleihen aus dem High-Yield-Segment die beste Wertentwicklung aufgewiesen. Weltweit seien die Märkte von einer Reihe guter Konjunkturdaten und den beschlossenen US-Steuersenkungen befeuert worden. Die solide globale Konjunktur im Zusammenspiel mit niedrigen Zinsen und noch immer üppiger Liquidität beflügle die Märkte nach wie vor.

Die US-Notenbank habe im Januar den Stabwechsel an der FED-Spitze eingeleitet. Janet Yellen habe auf der ersten Sitzung des Jahres 2018 ihre Amtsperiode als US-Notenbank-Präsidentin beendet. Ihr Nachfolger Jerome Powell hat das Amt ab Februar 2018 übernommen und werde den geldpolitischen Normalisierungskurs der Notenbank fortsetzen. 2018 sollten weitere drei Zinserhöhungen folgen. Damit würden die Währungshüter auf den konjunkturellen Aufschwung in den USA und weiterhin optimistische Verbraucher und Unternehmen reagieren.

Auch in der Eurozone habe sich die Stimmung der Unternehmen im Januar auf hohem Niveau gehalten. Die Firmen würden sowohl von einer soliden Binnennachfrage als auch von der guten globalen Konjunkturlage profitieren. Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa stehe somit auf einer soliden Basis und lasse vorerst auf eine konstant hohe Wachstumsdynamik hoffen.

Europas Währungshüter hätten im Rahmen ihres Zinsentscheids die im Dezember formulierte Zuversicht bezüglich Konjunktur- und Inflationsentwicklung bekräftigt. Sie hätten jedoch davon abgesehen, den Finanzmärkten über eine Anpassung ihrer Sprachregelung ein zusätzliches Ausstiegssignal aus der ultra-lockeren Geldpolitik zu geben. EZB-Chef Draghi habe betont, dass sich an der geldpolitischen Lagebeurteilung im Vergleich zum Oktober und Dezember nichts Wesentliches verändert habe. Die Anleihekäufe der EZB im Unternehmensanleihesegment seien relativ hoch ausgefallen. Es scheine sich herauszukristallisieren, dass die EZB ihre Käufe im Unternehmensanleihesegment im Vergleich zum Staatsanleihesegment nur unterdurchschnittlich reduziert habe.

Die europäischen Aktienmärkte hätten sich im Januar freundlich entwickelt. Der STOXX Europe 50 (+1,1%) und der STOXX Europe 600 (+1,7%) sowie die Eurolandindices mit EURO STOXX 50 (+3,1%) und EURO STOXX (+3,3%) hätten zugelegt. Der DAX sei um 2,1% gestiegen.

Der LBBW Multi Global R habe sich im ersten Monat des Jahres 2018 freundlich entwickelt. Die Performance betrage +0,3%. Das Ergebnis auf Einjahressicht betrage +3,8% bei einer Volatilität von 2,3%.

Auf der Rentenseite betrage die Duration inklusive Absicherungen rund vier Jahre, in der Tendenz seien weitere Absicherungen aufgebaut worden. Der Schwerpunkt der Anlagen liege im mittleren Laufzeitenband. Corporate Bonds würden mit rund 58% den größten Anteil am Rentenbestand bilden, gefolgt von Pfandbriefen mit rund 24%. Die Marktrendite sei leicht auf 0,8% gestiegen und das Durchschnittsrating bleibe bei A-.

Der Kassenbestand sei im Monatsverlauf wieder auf 1,8% reduziert worden. Der Anteil an Edelmetallen liege zum Monatsende bei rund 6% des Fondsvolumens.

Die Aktienquote sei im Monatsverlauf leicht auf 23,8% erhöht worden. Selektiv seien Prämieneinnahmen durch Optionen generiert worden. Den Schwerpunkt bilde mit rund 78% der Euroraum, gefolgt von Dänemark mit 11,7% und Schweden mit ca. 4%. Den Branchenschwerpunkt würden weiterhin mit 15,3% die Industriewerte bilden, gefolgt von Banken mit 11,5% und den Energiewerten mit 7,8%. Unter den Top-10-Werten seien sechs Finanztitel gewesen. Die besten Aktien im Portfolio seien im Januar die italienische Bank Intesa SanPaolo mit +14,1%, der deutsch-spanische Windanlagenbauer Siemens Gamesa mit ca. +10% und die spanische Großbank Santander mit über 9% gewesen. (Stand vom 31.01.2018) (14.02.2018/fc/a/f)






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