LBBW Geldmarktfonds R: 09/2018-Bericht, Wertminderung von 0,04% - Fondsanalyse


09.10.18 10:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Geldmarktfonds R investiert in variabel verzinsliche Rentenpapiere sowie in festverzinsliche Wertpapiere und Bankguthaben mit einer maximalen Restlaufzeit von 397 Tagen, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fonds investiere ausschließlich in Euro Währung. Der LBBW Geldmarktfonds strebe eine am Geldmarkt orientierte, möglichst stetige Wertentwicklung an.

Im September habe die EZB das Thema Inflation in den Vordergrund gerückt. Mario Draghi habe avisiert, dass die Kerninflation im Euroraum demnächst relativ "lebhaft" ansteigen werde, und damit ähnliche Aussagen bekräftigt, die die EZB in ihrer Ratssitzung am 13.09.2018 getroffen habe. Zusätzliche Nahrung hätten diese Erklärungen durch die vorläufigen Inflationsdaten aus Deutschland im September erhalten. Die deutsche Inflation habe sich überraschend auf 2,3% beschleunigt und damit den höchsten Wert seit fast sieben Jahren erreicht.

Aber auch politische Themen wie Brexit und italienische Haushaltspolitik hätten im Fokus gestanden. Dabei sei die Gefahr eines unkontrollierten Ausscheidens Großbritanniens aus der EU durch die konfrontative Stimmung auf den jüngsten EU-Gipfel weiter angestiegen. Im italienischen Defizitpoker hätten sich Fünf Sterne und Lega durchgesetzt und für das kommende Jahr ein Defizit in Höhe von 2,4% angekündigt. Ursprünglich sei das Ziel des Finanzministers Tria gewesen, das Defizit zwischen 1,5% und 2% einzugrenzen.

In Anbetracht dieser Vorgaben hätten die Renditen im Euroraum kräftig angezogen. Die 10-jährige Bundesanleihe sei von 0,33% bis auf 0,55% gestiegen. Mit den Meldungen aus Italien sei sie wieder unter 0,50% gefallen, habe aber den Monat auf einem Niveau von 0,47% geschlossen. Die Rendite der 2-jährigen Benchmark habe Ende September -0,52% betragen nach -0,61% Ende August. Aber auch in den USA hätten die Renditen angezogen. Sowohl die 10-jährige Treasury also auch die 2-jährige Treasury seien im September um 20 Basispunkte auf 3,06% bzw. auf 2,82% geklettert.

Dagegen hätten sich die Aktienmärkte unterschiedlich präsentiert. Der DAX sei von 12.364 Punkten auf 12.247 Punkte gefallen, der EURO STOXX 50-Index habe im Monatsvergleich seitwärts tendiert (3.399 Punkte nach 3.392 Punkten Ende August). Der Dow Jones-Index habe um 493 Punkte auf 26.458 Punkte zulegen können, der NASDAQ-Index dagegen habe 64 Punkte abgegeben und den Monat auf einem Niveau von 8.046 Punkten beendet.

Ungeachtet der Bewegungen an den Aktien- und Rentenmärkten hätten sich die Geldmarktsätze im Euroraum kaum verändert. Der 1-Monats-Euribor habe Ende August bei -0,371% und der 3-Monats-Euribor bei -0,317% gelegen.

Neben den politischen Unsicherheiten dürften auch im Oktober die Inflationserwartungen und -entwicklungen im Mittelpunkt stehen. Inwieweit sich dies auf die Zinsen im unterjährigen Bereich niederschlage, bleibe abzuwarten. Der LBBW Geldmarktfonds dürfte im Oktober weiterhin seitwärts tendieren. (Stand vom 28.09.2018) (09.10.2018/fc/a/f)






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