LBBW FondsPortfolio Wachstum-Fonds: 10/2020-Bericht, Wertrückgang von 2,2% - Fondsanalyse


19.11.20 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW FondsPortfolio Wachstum ist ein (offensiver) Mischfonds und investiert nach dem Grundsatz der Risikostreuung bis zu 100% in Wertpapiere, so die Experten von LBBW Asset Management.

Bis zu 100% des Wertes des Fondsvermögens dürften in Investmentanteile investiert werden. Auch dürfe das Fondsvermögen vollständig in Aktien investiert werden. Mindestens 25% des Wertes des Fondsvermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Aufgrund der starken Zunahme der Covid-19-Inzidenzen habe sich die Politik Ende Oktober gezwungen gesehen, einen zweiten Lockdown zu verordnen. Die hohe Dynamik der Konjunkturerholung der letzten Monate werde dadurch gefährdet. Die Stimmungsindikatoren für den Dienstleistungssektor hätten bereits in den letzten Wochen zur Schwäche tendiert, während in der Verarbeitenden Industrie bis zuletzt eine positive Tendenz angehalten habe. Die Anfang September gestartete Korrektur der Aktienmärkte habe sich im Oktober, im Vorfeld des zweiten Lockdowns, weiter fortgesetzt. Der europäische Rentenmarkt habe sich im Oktober dagegen von der freundlichen Seite gezeigt, während sich in den USA eine Tendenz zu steigenden Zinsen etabliert habe.

Der DAX habe den Monat Oktober mit einem Kursverlust von ca. 9,4% beendet und der marktbreite STOXX Europe 600 habe gut 5% verloren. Bei den amerikanischen Leitindices seien die Kursrückgänge mit rund 2,7% für den S&P 500 und ca. 2,3% für den technologielastigen NASDAQ moderater ausgefallen.

10-jährige deutsche Staatsanleihen hätten im Durchschnitt 0,6% hinzugewonnen. Anleihen der so genannten Euro-Peripherie seien etwas stärker gesucht gewesen. Gold habe nach der kräftigeren Korrektur im September seitwärts tendiert und bei einem Preis von 1.878 US-Dollar pro Feinunze geschlossen. Der Euro habe sein zwischenzeitliches Hoch zum US-Dollar am 1. September mit gut 1,20 erreicht und befinde sich seitdem in einer Korrekturphase.

Der Rohstoffmarkt habe - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Live-stock Index - im Oktober nahezu unverändert geschlossen. Allerdings habe insbesondere der Ölkomplex gegen Ende Oktober niedriger tendiert, da eine weitere Erholung der Nachfrage durch restriktivere Maßnahmen diverser Staaten zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie zunehmend infrage gestellt worden sei.

Bei den Edelmetallen habe Gold seinen Status als sicherer Hafen im Monatsverlauf immer weiter aufgegeben und verstärkt im Einklang mit Risikoanlagen wie beispielsweise Aktien gehandelt.

Für gewöhnlich würden die Börsen nach der US-Wahl freundlich tendieren, wenn die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der Politik weiche. Positiv dürfte wirken, dass unabhängig vom Wahlsieger ein weiteres Konjunkturpaket in den USA geplant sei. Trotz zweitem (Teil-)Lockdown in vielen Staaten in Europa könnten Marktteilnehmer Hoffnungen - insbesondere für die exportlastige deutsche Wirtschaft - daran knüpfen, dass sich der Welthandel weiter erhole und die positive Entwicklung in China anhalte. Wahrscheinlich werde man weltweit weiterhin mit Unterstützung der Zentralbanken versuchen, den negativen Auswirkungen der Pandemie mit historisch beispiellosen Staatshilfen entgegenzuwirken. Die dadurch geschaffene Liquidität könnte die Risikoprämien weiter drücken oder zumindest stabilisieren. Angesichts der aktuellen Herausforderungen bleibe ein aktives Risikomanagement unerlässlich. (Stand vom 30.10.2020) (19.11.2020/fc/a/f)






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