LBBW FondsPortfolio Kontinuität-Fonds: 10/2021-Bericht, Wertzuwachs von 1,2% - Fondsanalyse


16.11.21 11:34
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW FondsPortfolio Kontinuität Fonds (ISIN DE0009780510 / WKN 978051) strebt als Anlageziel eine möglichst attraktive Rendite an, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fonds sei ein (defensiver) Mischfonds und investiere nach dem Grundsatz der Risikostreuung bis zu 100% in Wertpapiere. Investitionen in Aktien seien bis zu 30% des Wertes des Fondsvermögens erlaubt. Bis zu 100% des Wertes des Fondsvermögens dürften in Investmentanteile investiert werden. Höchstens 30% des Wertes des OGAW-Sondervermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Anfang Oktober hätten die stark steigenden Rohstoffpreise für reichlich Diskussionsstoff an den Kapitalmärkten gesorgt. An den Terminmärkten sei der Preis für niederländisches Gas seit Jahresanfang um ca. 518% gestiegen und habe Anfang Oktober seinen bisherigen Zenit erreicht. Während sich Rohöl der Sorte Brent im Oktober um rund 6,40% verteuert habe, habe die Rohölsorte WTI um ca. 10,10% ansteigen können. Die Energiepreise würden somit nicht nur dämpfend auf die Konjunkturerholung wirken, sondern würden zusätzlich die Inflationsraten erhöhen. Die Inflation sei in Deutschland auf 4,40% im Vorjahresvergleich gestiegen, während in den USA ein Wert von 5,40% im Vergleich zum Oktober des Vorjahres publiziert worden sei.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sei ihrer Linie treu geblieben, sehe unverändert einen temporären Anstieg und gehe lediglich von einer länger als ursprünglich erwarteten Inflationsphase aus. Zudem sehe die EZB-Präsidentin, Christine Lagarde, für das Jahr 2022 keine Zinserhöhungen. Aussagen zum Auslaufen des Anleihekaufprogramms "PEPP" hätten für stärkere Bewegungen bei den Zinsen der Peripherieländer der Eurozone wie beispielsweise Italien gesorgt. Die US-Zentralbank (FED) habe hingegen angekündigt, mit dem Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik noch in diesem Jahr beginnen zu wollen.

Die im Oktober positiv angelaufene Berichtsaison und eine erste Entspannung bei den Lieferengpässen hätten sich in positiven Kursentwicklungen der Aktienmärkte widergespiegelt, auch wenn die Wachstumsdynamik etwas nachgelassen habe. Der DAX habe im Oktober um rund 3,51% zulegen können und den Monat mit 15.688 Punkten beendet. Noch besser hätten sich die europäischen Standardwerte entwickelt. Der EURO STOXX 50 habe um rund 5,33% zulegen können und sich den höchsten Ständen seit 2007 angenähert. Die breiten Indices auf US-Standardwerte seien um ca. 5,70% gestiegen, während die amerikanischen Technologieaktien sogar um ca. 7,16% hätten zulegen können. Die zuletzt schwachen asiatischen Märkte hätten an der Bewegung der weltweiten Aktienmärkte wieder besser partizipieren können.

Der japanische Markt sei im Oktober um rund 1,57% gestiegen, während die Aktien in Hongkong um rund 5,58% hätten zulegen können. In China habe sich im Fall "Evergrande" etwas Entspannung abgezeichnet, nachdem der in Schieflage geratene Immobilienentwickler zwei fällige Zinszahlungen aus Anleihen habe bedienen können. Es sei jedoch nicht von einer Trendumkehr zu sprechen, da sich bisher keine neuen Finanzierungsquellen ergeben hätten.

Der Renditeanstieg am Zinsmarkt habe sich im Oktober weiter fortgesetzt. Die Renditen von 10-jährigen Bundesanleihen seien zum Monatsultimo auf rund -0,11% angestiegen. Die Renditen für 10-jährige US Staatsanleihen hätten den Oktober bei ca. 1,55% beendet. In Großbritannien seien die kurzfristigen Zinsen stark angestiegen, nachdem eine Zinserhöhung der Britischen Zentralbank (Bank of England) erwartet worden sei. Die langfristigen Zinsen hätten nachgegeben, was zu einer deutlichen Verflachung der Renditekurve geführt habe. Der US-Dollar habe zum Euro leicht zugelegt und stehe zum Monatsende bei 1,1558 US-Dollar je Euro. Der Goldpreis habe im Oktober ebenfalls zulegen können und sei um ca. 1,27% angestiegen.

Der Rohstoffmarkt habe den Monat Oktober - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - insgesamt mit einem niedrigen, einstelligen Kursplus beendet. Dabei seien Gewinner und Verlierer in den drei von den Fonds der LBBW Asset Management abgebildeten Rohstoffsektoren gleichmäßig vertreten gewesen. Hervorzuheben sei der Energieträger Erdgas, welcher in den vergangenen Wochen den Rohstoffmarktmarkt maßgeblich beeinflusst habe. Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die Gaslieferung nach Europa zu erhöhen und für ein stabiles Angebot bereitzustellen, hätten für leichte Einspannung gesorgt.

Die EZB halte an ihrem aktuellen Weltbild fest und sorge weiterhin für ein günstiges Finanzierungsumfeld, was im Hinblick auf die Verschuldung der Peripherieländer essenziell erscheine. Während die Corona-Lage weiterhin eine Quelle der Unsicherheit darstelle, könnten eine positiv verlaufende Berichtsaison, die fortgesetzte Entspannung bei den Lieferengpässen sowie die negative Realverzinsung weiterhin die weltweiten Aktienmärkte unterstützen. (Stand vom 29.10.2021) (16.11.2021/fc/a/f)






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