LBBW Dividenden Strategie Euroland R-Fonds: 10/2021-Bericht, Wertzuwachs von 2,8% - Fondsanalyse


12.11.21 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Dividenden Strategie Euroland investiert überwiegend in Aktien führender Unternehmen aus dem Euroraum, die sich durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik auszeichnen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dabei werde die Methode der diskretionären Aktienauswahl angewandt. Zu den Auswahlkriterien würden neben einer überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite u.a. auch die Kontinuität der Ausschüttungspolitik gehören. Der Schwerpunkt der Anlagen liege derzeit bei großen Unternehmen aus anerkannten europäischen Aktienindices, welche durch aussichtsreiche kleinere Werte (MidCap und SmallCap) ergänzt werden könnten.

Anfang Oktober hätten die stark steigenden Rohstoffpreise für reichlich Diskussionsstoff an den Kapitalmärkten gesorgt. An den Terminmärkten sei der Preis für niederländisches Gas seit Jahresanfang um ca. 518% gestiegen und habe Anfang Oktober seinen bisherigen Zenit erreicht. Während sich Rohöl der Sorte Brent im Oktober um rund 6,40% verteuert habe, habe die Rohölsorte WTI um ca. 10,10% ansteigen können. Die Energiepreise würden somit nicht nur dämpfend auf die Konjunkturerholung wirken, sondern würden zusätzlich die Inflationsraten erhöhen. Die Inflation sei in Deutschland auf 4,40% im Vorjahresvergleich gestiegen, während in den USA ein Wert von 5,40% im Vergleich zum Oktober des Vorjahres publiziert worden sei.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sei ihrer Linie treu geblieben, sehe unverändert einen temporären Anstieg und gehe lediglich von einer länger als ursprünglich erwarteten Inflationsphase aus. Zudem sehe die EZB-Präsidentin, Christine Lagarde, für das Jahr 2022 keine Zinserhöhungen. Aussagen zum Auslaufen des Anleihekaufprogramms "PEPP" hätten für stärkere Bewegungen bei den Zinsen der Peripherieländer der Eurozone wie beispielsweise Italien gesorgt. Die US-Zentralbank (FED) habe hingegen angekündigt, mit dem Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik noch in diesem Jahr beginnen zu wollen.

Die im Oktober positiv angelaufene Berichtsaison und eine erste Entspannung bei den Lieferengpässen hätten sich in positiven Kursentwicklungen der Aktienmärkte widergespiegelt, auch wenn die Wachstumsdynamik etwas nachgelassen habe. Der DAX habe im Oktober um rund 3,51% zulegen können und den Monat mit 15.688 Punkten beendet. Noch besser hätten sich die europäischen Standardwerte entwickelt. Der EURO STOXX 50 habe um rund 5,33% zulegen können und sich den höchsten Ständen seit 2007 angenähert. Die breiten Indices auf US-Standardwerte seien um ca. 5,70% gestiegen, während die amerikanischen Technologieaktien sogar um ca. 7,16% hätten zulegen können. Die zuletzt schwachen asiatischen Märkte hätten an der Bewegung der weltweiten Aktienmärkte wieder besser partizipieren können.

Der japanische Markt sei im Oktober um rund 1,57% gestiegen, während die Aktien in Hongkong um rund 5,58% hätten zulegen können. In China habe sich im Fall "Evergrande" etwas Entspannung abgezeichnet, nachdem der in Schieflage geratene Immobilienentwickler zwei fällige Zinszahlungen aus Anleihen habe bedienen können. Es sei jedoch nicht von einer Trendumkehr zu sprechen, da sich bisher keine neuen Finanzierungsquellen ergeben hätten.

Der Renditeanstieg am Zinsmarkt habe sich im Oktober weiter fortgesetzt. Die Renditen von 10-jährigen Bundesanleihen seien zum Monatsultimo auf rund -0,11% angestiegen. Die Renditen für 10-jährige US Staatsanleihen hätten den Oktober bei ca. 1,55% beendet. In Großbritannien seien die kurzfristigen Zinsen stark angestiegen, nachdem eine Zinserhöhung der Britischen Zentralbank (Bank of England) erwartet worden sei. Die langfristigen Zinsen hätten nachgegeben, was zu einer deutlichen Verflachung der Renditekurve geführt habe. Der US-Dollar habe zum Euro leicht zugelegt und stehe zum Monatsende bei 1,1558 US-Dollar je Euro. Der Goldpreis habe im Oktober ebenfalls zulegen können und sei um ca. 1,27% angestiegen.

Die Dividendenindices MSCI EMU High Dividend und EURO STOXX Select Dividend 30 hätten sich im Oktober mit ca. +2,43% bzw. rund +1,44% beide positiv entwickelt. Mit der Auswahl und Gewichtung innerhalb der Branchen seien im Oktober mit den Technologiewerten (z.B. ASM International), der Konsumgüterbranche (z.B. Danone) und dem Luxusgütersektor (z.B. Kering) jeweils relative Vorteile erzielt worden; hingegen hätten sich die Gewichtung in der Chemiebranche (z.B. Covestro) und im Sektor Bau (z.B. ACS) sowie keine Gewichtung in der Versorgungsbranche im Marktvergleich als weniger gut erwiesen. Der Schwerpunkt der Investitionen habe nach Ländern in Deutschland gelegen, gefolgt von Frankreich und Finnland. Die größten Branchenanteile im Fonds hätten die Versicherungsbranche, Industriewerte, der Versorgungssektor sowie Chemiewerte gebildet. Die Aktienquote habe am Berichtsstichtag bei 99,83% gelegen. (Stand vom 29.10.2021) (12.11.2021/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
37,64 € 38,13 € -0,49 € -1,29% 30.11./22:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009780411 978041 40,33 € 33,33 €