LBBW Dividenden Strategie Euroland R-Fonds: 08/2018-Bericht, Wertverlust von 2,64% - Fondsanalyse


13.09.18 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Dividenden Strategie Euroland investiert in Unternehmensaktien aus dem Euroraum, die sich durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik auszeichnen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Zu den Auswahlkriterien würden, neben einer überdurchschnittlich hohen Ausschüttung je Aktie, die Stabilität der Bilanzstruktur, Ertrags- bzw. Substanzstärke und gute Wachstumsperspektiven des Unternehmens gehören. Ziel des Fonds sei es, eine überdurchschnittliche Wertentwicklung im Vergleich mit dem Euroland-Aktienmarkt zu erwirtschaften. Der Fondsmanager betreibe Stock-Picking, d.h. er orientiere sich an keinem Index und an keiner vorgegebenen Länder- oder Branchengewichtung. Der Schwerpunkt der Anlagen liege derzeit bei großen Unternehmen aus den führenden Aktienindices, welche durch aussichtsreiche kleinere Werte ergänzt würden.

Der US-Präsident bleibe der zentrale Einflussfaktor an den Kapitalmärkten und habe auch im Monat August für deutliche Ausschläge in beide Richtungen gesorgt. Nachdem es zu Monatsbeginn im Rahmen des Treffens zwischen Trump und Juncker zumindest zu einer Art "Waffenstillstand" im Handelsstreit mit der EU gekommen sei, habe das Säbelrasseln mit der Volksrepublik China immer neue Eskalationsstufen erreicht. Sowohl von den USA als auch von chinesischer Seite seien neue Drohungen ausgesprochen worden: So habe beispielsweise Peking angekündigt, bestimmte Importe aus den USA im Handelsvolumen von 60 Mrd. USD mit neuen Abgaben in Höhe von 5% bis 25% zu belegen. Diese sollten gelten, sobald die USA ihre Drohungen wahrmachen würden, Einfuhren aus China im Volumen von 200 Mrd. USD mit Sonderzöllen zu versehen.

Die USA hätten sich hiervon aber nicht beeindrucken lassen und die nächste Runde im Handelsstreit eingeläutet. Am 23. August seien wie geplant neue Sonderzölle der USA gegen China in Kraft getreten. 279 Importgüter aus China seien nach Angaben der zuständigen US-Behörden davon betroffen, unter anderem Halbleiter, Chemikalien, Plastik, Motorräder und Elektroroller. Insgesamt gehe es um Einfuhren im Volumen von 16 Mrd. USD, sodass das Gesamtvolumen der von Zöllen betroffenen Waren auf 50 Mrd. USD angestiegen sei. China habe angekündigt, in ähnlichem Umfang gegenzusteuern. Geplant seien Zölle auf Benzin, Autos, Stahl und Medizintechnik aus den USA.

Neben dem Dauerbrenner Handelsstreit hätten zur Monatsmitte auch die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und der Türkei und die damit verbundenen Sanktionen gegen zwei türkische Minister die Stimmung getrübt. Die Talfahrt der Türkischen Lira habe sich daraufhin noch einmal deutlich beschleunigt und auch die Kreditwürdigkeit des Landes sei zunehmend skeptischer beurteilt worden.

Zu Beginn der zweiten Monatshälfte habe sich der deutsche Aktienmarkt ein wenig von den Verlusten erholen können. Positiv gewirkt hätten zum einen die in Ansätzen erkennbare Stabilisierung der Türkischen Lira und zum anderen die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und China in Washington, die allerdings erwartungsgemäß ergebnislos zu Ende gegangen seien. Die Hoffnung auf einen Kompromiss im Handelsstreit der USA mit Kanada habe zusätzlich stützend gewirkt, nachdem sich die USA mit dem NAFTA-Partner Mexiko vorläufig hätten einigen können. Zu Monatsschluss sei jedoch erneut Unsicherheit aufgekommen, nachdem Trump in Richtung EU und China die Rhetorik wieder deutlich verschärft habe.

Gegenüber dem Leitindex der Eurozone EURO STOXX 50, der im Monat August ein Minus von 3,7% verzeichnet habe, habe der DAX mit minus 3,5% relative Stärke gezeigt. Die im Leitindex der Eurozone hochgewichteten Finanzwerte hätten überdurchschnittlich belastet. Die Türkeikrise, aber auch die Entwicklungen in Italien hätten die Titel der Bankbranche unter Druck gebracht. Das sei auch der Grund, warum der Aktienmarkt in Italien im abgelaufenen Monat die rote Laterne trage. Aber auch die Emerging-Markets-Krise habe ihre Spuren hinterlassen. Die Aktienmärkte in Russland und China hätten ein Minus von 6,2% bzw. 5,3% verzeichnet. Die europäische Gemeinschaftswährung habe zum Ende des Monats bei 1,16 US-Dollar notiert.

Mit einer Performance von -2,64% habe der LBBW Dividenden Strategie Euroland R im August vor den relevanten Marktindices gelegen (EURO STOXX 50: -3,71% und der möglichen Benchmark EURO STOXX: -2,62%). Der EURO STOXX Select Dividend 30 habe bei -4,24% gelegen.

Die Volatilität des Fonds liege auf Sicht von einem Jahr bei 10,5%, die der möglichen Benchmark EURO STOXX bei 11,2%. Im Berichtszeitraum sei die Allokation ausschlaggebend für die Performance gewesen.

Im Fonds hätten bei der Performanceattribution nach Branchen die Sektoren Medien und Financial Services im Beitrag besser relativ zur Benchmark gelegen. Mit der Gewichtung in den Branchen Immobilien (untergewichtet) und Haushaltsgüter (untergewichtet) habe das Fondsmanagement weniger gut gelegen.

Auf der Einzeltitelebene hätten in der Performanceattribution der Automobilhersteller BMW, der Finanzdienstleister Deutsche Börse und der spanische Technologiewert Amadeus IT Group positiv herausgestochen. Mit der Selektion des italienischen Industrietitels Atlantia und des Konsumgüterherstellers HUGO BOSS sei das Fondsmanagement weniger erfolgreich gewesen.

Im Berichtszeitraum seien Aktien der Siemens Healthineers gekauft worden. Das Unternehmen sei am 16. März 2018 von der Siemens AG, die weiter ca. 87% am Unternehmen halte, an die Börse gebracht worden. Siemens Healthineers sei eines der weltweit führenden Medizintechnikunternehmen mit über 170 Jahren Erfahrung und 18.000 Patenten. Das Unternehmen schätze die Größe seiner Kernmärkte auf mehr als 50 Milliarden Euro pro Jahr und erwarte, dass diese Märkte in den Jahren 2016 bis 2021 durchschnittlich mit drei bis fünf Prozent pro Jahr wachsen würden, getrieben durch Megatrends wie die wachsende und alternde Bevölkerung, die Zunahme chronischer Erkrankungen und dem sich verbessernden Zugang zur Gesundheitsversorgung in aufstrebenden Ländern.

Mehr als 55 Prozent des Umsatzes werde mit Reagenzien und Verbrauchsmaterialien sowie Services erwirtschaftet und sei somit wiederkehrend. Die Profit-Marge sei von 17,2% im Jahr 2015 auf 18,3% im Jahr 2017 gesteigert worden, die Free Cash Flow Conversion habe in den letzten Jahren rund 90% betragen. Geplant sei eine Dividendenausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent des Nettoertrags. Dagegen sei der französische Titel Kering verkauft worden.

Der Schwerpunkt der Investitionen nach Ländern habe in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gelegen. Die größten Branchen im Fonds seien Industriegüter gewesen, gefolgt von Banken, Chemie und Energie. (Stand vom 31.08.2018) (13.09.2018/fc/a/f)






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