LBBW Dividenden Strategie Euroland R-Fonds: 08/2017-Bericht, Wertzuwachs von 0,41% - Fondsanalyse


15.09.17 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Dividenden Strategie Euroland R Fonds (ISIN DE0009780411 / WKN 978041) investiert überwiegend in Aktien führender Unternehmen aus dem Euroraum, die sich durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik auszeichnen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Zu den Auswahlkriterien würden neben einer überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite die Stabilität der Bilanzstruktur, Ertrags- bzw. Substanzstärke und gute Wachstumsperspektiven des Unternehmens gehören. Ziel des Fonds sei es, eine überdurchschnittliche Wertentwicklung im Vergleich zu dem Euroland-Aktienmarkt zu erwirtschaften. Der Fondsmanager betreibe Stock-Picking, d.h. er orientiere sich an keinem Index und an keiner vorgegebenen Länder- oder Branchengewichtung. Der Schwerpunkt der Anlagen liege derzeit bei großen Unternehmen aus den führenden Aktienindices, welche durch aussichtsreiche kleinere Werte (Mid Cap und Small Cap) ergänzt würden.

Bereits seit Mitte Mai befinde sich der europäische Aktienmarkt in einer Korrekturphase. Die Gründe dafür seien einerseits das politische Chaos im Weißen Haus und die Sorgen, dass das versprochene Konjunkturprogramm in den USA doch nicht oder nur in abgeschwächter Form kommen könnte. Trump habe bisher weder eine neue Gesundheitsreform durchgesetzt, noch seine bis zum Jahresende versprochene umfassende Steuerreform auf den Weg gebracht. Sein großes Infrastrukturprogramm stehe bisher weitgehend nur auf dem Papier und es stünden schwierige Haushaltsberatungen im Kongress an.

Auf der anderen Seite habe die Zuspitzung des Konflikts zwischen Nordkorea und den USA zu weiterer Verunsicherung unter den Marktteilnehmern geführt. Folglich habe der Euro gegenüber dem US-Dollar stark aufgewertet und kurzzeitig im August wieder über der Marke von 1,20 US-Dollar - und damit auf dem höchsten Niveau seit 2014 - notiert. Ein hoher Euro-Kurs mache Waren aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt teurer und verschlechtere dadurch die Wettbewerbsfähigkeit.

Gegen Monatsende habe sich die Lage hingegen wieder entspannt. Die nachlassende aggressive Rhetorik zwischen Nordkorea und den USA habe zu steigenden Kursen geführt. Gleichzeitig habe die Aussicht auf eine Fortsetzung der ultra-lockeren EZB-Geldpolitik dem Euro am Monatsende etwas zugesetzt, was beispielsweise dem DAX wieder über die 12.000-Punkte-Marke verholfen habe. Zudem sei positiv hervorzuheben, dass das konjunkturelle Umfeld in Europa so gut aussehe wie seit Jahren nicht mehr. Angesichts der soliden Frühindikatoren, die teilweise wie der ifo auf einem 15-Jahreshoch seien, sollte sich die Wachstumsdynamik in Europa weiter sehr solide entwickeln.

Mit einer Performance von +0,41% habe der LBBW Dividenden Strategie Euroland R im August vor den relevanten Marktindices gelegen (EURO STOXX 50: -0,72% und der möglichen Benchmark EURO STOXX: -0,40%). Der EURO STOXX Select Dividend 30 habe 0,02% verloren. Der Unterschied zu den Vergleichsindices sei auf die bessere Selektion bei den Einzeltiteln zurückzuführen. Die Volatilität des Fonds liege auf Sicht von einem Jahr bei 9,3%, die der möglichen Benchmark bei 10,6%.

Bei der Performanceattribution nach Branchen seien im August die Sektoren Industrie, Haushaltsgüter, Medien und Telekom im Beitrag besser relativ zur Benchmark gewesen. Auf der anderen Seite lagen die Experten von LBBW Asset Management mit den Automobilwerten, den Chemiewerten und dem Technologiesektor weniger gut.

Auf der Einzeltitelebene hätten in der Performanceattribution die Deutsche Post, HUGO BOSS aus Metzingen und der Versorger Uniper besonders positiv herausgestochen. Der starke Kursanstieg bei Uniper sei durch die Erhöhung der Dividendenerwartung für 2018 gekommen. Mit den Übergewichten bei Carrefour, Boskalis Westminister und dem Rückversicherer Münchner Rück waren die Experten von LBBW Asset Management weniger erfolgreich im Vergleich zur Benchmark. Letzterer habe unter den möglichen Schäden durch den Hurrikan in Texas gelitten.

Im Berichtszeitraum seien Aktien von Umicore gekauft worden. Umicore habe drei Geschäftsfelder: Catalysis, Recycling und Energy & Surface Technologies (u.a. Rechargeable Battery Materials). Der Wachstumstreiber von Umicore sei der Trend zu nachhaltigeren Technologien (Clean-Tech). Das Unternehmen sei einer der drei führenden Hersteller von Autokatalysatoren und habe hier in der Vergangenheit von einer weltweit strengeren staatlichen Regulierung zur Reinhaltung der Luft profitiert. Zukünftig spiele die Musik jedoch bei Elektro-Autos. Umicore sei führend bei NMC-Kathodenmaterialien, dem hochwertigsten Teil der Batterie eines Elektro-Autos. Umicore sei in der Lage, auch komplexeren Schrott aufzubereiten. Der Ausbau der Recycling-Linien um 40% solle bis 2019 beendet sein. Der Return on Equity liege aktuell bei 11,7%. Für den Kauf haben die Experten von LBBW Asset Management u.a. die Gewichtung in ProSiebenSat.1 und Heineken komplett abgebaut.

Der Schwerpunkt der Investitionen nach Ländern habe in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gelegen. Die größten Branchen im Fonds seien Industriegüter gewesen, gefolgt von Banken, Chemie und Versicherungen. (Stand vom 31.08.2017) (15.09.2017/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
49,691 € 49,236 € 0,455 € +0,92% 20.09./17:34
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009780411 978041 50,30 € 39,97 €