LBBW Dividenden Strategie Euroland R-Fonds: 06/2021-Bericht, Wertminderung von 1,7% - Fondsanalyse


15.07.21 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Dividenden Strategie Euroland investiert überwiegend in Aktien führender Unternehmen aus dem Euroraum, die sich durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik auszeichnen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dabei werde die Methode der diskretionären Aktienauswahl angewandt. Zu den Auswahlkriterien würden neben einer überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite u.a. auch die Kontinuität der Ausschüttungspolitik gehören. Der Schwerpunkt der Anlagen liege derzeit bei großen Unternehmen aus anerkannten europäischen Aktienindices, welche durch aussichtsreiche kleinere Werte (MidCap und SmallCap) ergänzt werden könnten.

Unaufgeregt, widerstandsfähig und zuversichtlich - so würden sich die Finanzmärkte zum Ausklang des ersten Halbjahres 2021 präsentieren. Die Aktienmärkte würden auf oder nahe ihrer Höchststände balancieren, der Rentenmarkt trete auf der Stelle, während sich am Devisenmarkt die Austauschverhältnisse in einem etwas stärkeren Ausmaß bewegt hätten. Die Grundsatzeinigung auf ein staatliches Infrastruktur-Investitionspaket in den Vereinigten Staaten sei von den Anlegern positiv, aber ohne Begeisterung aufgenommen worden.

Im Juni habe sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen nach dem Ende des monatelangen Corona-Lockdowns stärker aufgehellt als erwartet. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei von 99,2 auf 101,8 Punkte und damit auf ein Zweieinhalbjahreshoch gestiegen. Auch die veröffentlichten Einkaufsmanagerindices hätten sich erfreulicher Weise nach oben bewegt.

Die unverändert hohen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank (FED) sowie der Rückgang der langfristigen Anleiherenditen im Euroraum und in den USA hätten die Aktienmärkte im Juni zusätzlich gestützt. In Deutschland habe der Leitindex DAX Mitte Juni ein neues Allzeithoch von 15.730 Punkten erreicht und insgesamt um rund 0,7% zugelegt. In Europa habe der STOXX Europe 50 sogar um ca. 2,1% zugelegt. An der Wall Street hätten die Standardwerte und Technologiewerte den Juni mit einem Kursgewinn von gut 2,2% bzw. 6,3% beendet. Beide US-Märkte hätten ebenfalls jeweils neue Allzeithochs markiert.

Die FED habe Mitte Juni eine neue Phase für die Finanzmärkte eingeleitet. Aus den Leitzinserwartungen habe sich die Medianerwartung zweier Zinsanhebungen bis Ende 2023 ablesen lassen. Die Renditen langfristiger Anleihen hätten - trotz weiter ansteigender Inflation - ihren jüngsten Abwärtstrend fortgesetzt. Während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe nur leicht gesunken sei, hätten die entsprechenden US-Renditen um etwa 15 Basispunkte auf ca. 1,44% nachgegeben. Der US-Dollar habe gegenüber dem Euro bis unter 1,19 US-Dollar je Euro aufgewertet.

Die weltweit steigende Inflation sei ein Risikofaktor geblieben, auch wenn sich der Anstieg der deutschen Konsumentenpreise leicht von rund 2,4% auf ca. 2,1% abgeschwächt habe. Im Euroraum sei die Inflation auf ca. 1,9% gestiegen und habe sich damit der Zielmarke der EZB genähert. In den USA habe die Teuerungsrate mit 5,0% das höchste Niveau seit August 2008 erreicht.

Die Dividendenindices MSCI EMU High Dividend und EURO STOXX Select Dividend 30 seien im Juni mit ihrer Wertentwicklung von rund -1,37% bzw. -0,82% beide negativ gewesen.

Mit der Auswahl und Gewichtung innerhalb der Branchen seien im Juni mit den Sektoren Versorgungsunternehmen (z.B. Iberdrola), Versicherungen (z.B. NN Group) und Nahrungsmittelwerte (z.B. DSM) jeweils relative Vorteile erzielt worden. Hingegen habe sich die Gewichtung in der Haushaltsgüterbranche (z.B. Untergewicht Ahold), im Bankensektor (z.B. BNP) sowie im Sektor Energieunternehmen (z.B. Neste) im Marktvergleich als weniger gut erwiesen.

Der Schwerpunkt der Investitionen habe nach Ländern in Deutschland gelegen, gefolgt von Frankreich und Finnland. Die größten Branchenanteile im Fonds hätten Versicherungen, Industrietitel, Versorgungsunternehmen sowie Automobilwerte gebildet. Die Aktienquote habe am Berichtsstichtag bei rund 98,98% gelegen (Stand vom 30.06.2021) (15.07.2021/fc/a/f)






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