LBBW Dividenden Strategie Euroland R-Fonds: 05/2018-Bericht, Wertverlust von 1,35% - Fondsanalyse


02.07.18 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Dividenden Strategie Euroland investiert in Unternehmensaktien aus dem Euroraum, die sich durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik auszeichnen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Zu den Auswahlkriterien würden, neben einer überdurchschnittlich hohen Ausschüttung je Aktie, die Stabilität der Bilanzstruktur, Ertrags- bzw. Substanzstärke und gute Wachstumsperspektiven des Unternehmens gehören. Ziel des Fonds sei es, eine überdurchschnittliche Wertentwicklung im Vergleich mit dem Euroland-Aktienmarkt zu erwirtschaften. Der Fondsmanager betreibe Stock-Picking, d.h. er orientiere sich an keinem Index und an keiner vorgegebenen Länder- oder Branchengewichtung. Der Schwerpunkt der Anlagen liege derzeit bei großen Unternehmen aus den führenden Aktienindices, welche durch aussichtsreiche kleinere Werte ergänzt würden.

Während der US-Leitindex Dow praktisch seit Februar um die 200 Tagelinie herum tänzelte, schien der Kampf für den DAX mit dem Bruch der wichtigen Marke am 5. Februar 2018 bereits verloren, so die Experten von LBBW Asset Management. Angetrieben von einem schwachen Euro habe der deutsche Leitindex allerdings zu Beginn des unter Börsianern sprichwörtlichen Horrormonats Mai eine Frühjahrsrally gestartet und die für den mittelfristigen Trend bedeutende Marke wieder deutlich zurückerobert.

Der schwelende Handelskonflikt mit den USA, die gestiegenen geopolitischen Risiken, anziehende Anleiherenditen in den USA und die Hausse an den Ölmärkten hätten die Anleger kalt gelassen. Selbst die Koalitionsverhandlungen in Italien zwischen den populistischen Parteien Lega und der Fünf-Sterne-Partei hätten nicht schrecken können, obwohl ein milliardenschwerer Schuldenerlass, Möglichkeiten zum Euro-Ausstieg und das Ende der Maastricht-Kriterien zur Diskussion gestanden hätten. Die Freude über den mittlerweile wieder zur Schwäche neigenden Euro schien alle Bedenken zu zerstreuen, so die Experten von LBBW Asset Management. Unmittelbar nach dem verlängerten Pfingstwochenende sei der deutsche Leitindex kurzzeitig über die Marke 13 200 Punkten auf den höchsten Stand seit Anfang Februar gestiegen. Die Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie robuste Konjunkturdaten hätten die Anleger in Kauflaune versetzt.

Neu aufgeflammte Befürchtungen im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die Absage des Nordkorea-Gipfels durch den US-Präsidenten hätten die Anleger am deutschen Aktienmarkt unmittelbar danach wieder in die Flucht getrieben. Der Leitindex DAX sei einmal mehr unter die viel beachtete Marke von 13.000 Punkten gesackt. Zum Ende des Monats habe die Sorge um ein möglicherweise zunehmend europafeindliches Italien erheblich zugenommen und die Aktienmärkte weltweit belastet. Die Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung in Italien und die Aussicht auf ein eurokritisches Bündnis von Lega und 5-Sterne-Partei hätten die Anleger aufgeschreckt. Vor allem die gescheiterte Regierungsbildung in Italien habe für Panikverkäufe gesorgt. Der DAX sei deutlich auf Tauchstation gegangen und habe mit 12.666 Punkten unter der 200-Tagelinie geschlossen.

Am vorletzten Handelstag des Monats habe sich der Markt allerdings wieder etwas stabilisieren können. Mit Blick auf die politische Lage in Italien hätten sich die Gemüter wieder etwas beruhigt, eine Auktion von festverzinslichen Wertpapieren in Italien habe relativ erfolgreich abgeschlossen werden können. Die Sorge vor einem zugespitzten Handelsstreit mit den USA habe an Fronleichnam den DAX jedoch wieder auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex habe seine Verluste am Nachmittag deutlich ausgeweitet und im Tief bei 12.547 Punkten seinen tiefsten Stand seit Ende April erreicht. Angetrieben worden seien die Sorgen von der Ankündigung durch die USA, dass Unternehmen aus der EU künftig Strafzölle auf Exporte von Stahl und Aluminium in die Vereinigten Staaten zahlen müssten - was EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker umgehend gekontert habe mit angekündigten Vergeltungszöllen. Außerdem habe weiter die politische Unsicherheit in Italien und ein Kursrutsch bei der Deutschen Bank auf die Stimmung gedrückt.

Mit einer Performance von -1,35% habe der LBBW Dividenden Strategie Euroland R im Mai zwischen den relevanten Marktindices gelegen (EURO STOXX 50: -1,56% und der möglichen Benchmark EURO STOXX: -0,86%). Der EURO STOXX Select Dividend 30 habe bei -3,94% und damit noch deutlich schlechter gelegen. Allgemein hätten Fonds mit Fokus einer Dividendenstrategie für Euroland einen sehr schwierigen Monat gehabt.

Die Volatilität des Fonds liege auf Sicht von einem Jahr bei 9,9%, die der möglichen Benchmark EURO STOXX bei 10,8%.

Im Fonds hätten bei der Performanceattribution nach Branchen die Sektoren Chemie und Einzelhandel im Beitrag besser relativ zur Benchmark gelegen. Mit der Gewichtung in der Branche Technologie (zu niedrig) und Haushaltsgüter (zu niedrig) habe das Fondsmanagement weniger gut gelegen.

Auf der Selektionsebene hätten in der Performanceattribution die Bankbranche mit der französischen Natixis, der Telekomsektor mit finnischen Elisa sowie die Versorger mit der deutschen Uniper besonders positiv herausgestochen. Alle drei Werte hätten in ihrer Branche mit einer guten bis sehr guten Geschäftsentwicklung überzeugt. Weniger gut lagen wir mit der Selektion innerhalb des Industriesektors mit der Deutschen Post und im Technologiebereich mit der Cap Gemini, so die Experten von LBBW Asset Management.

Im Berichtszeitraum seien Aktien der französischen Sanofi gekauft worden. Sanofi gehöre zu den weltweit führenden Gesundheitsanbietern und erforsche, entwickle und vermarkte therapeutische Lösungen, die auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet seien. Sanofi sei in fünf globalen Business Units organisiert: Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, General Medicines und Schwellenländer, Sanofi Genzyme, Sanofi Pasteur und Consumer Healthcare. Fast 30% des Umsatzes würden in den Emerging Markets erzielt. Die Strategie des Unternehmens basiere auf den vier Säulen: Portfolio-Optimierung, erfolgreiche neue Medikamente an den Markt bringen, Stärkung von Forschung & Entwicklung (15.6% vom Umsatz) sowie Vereinfachung der Organisation.

Während der Umsatz letztes Jahr um fast 6% gesteigert worden sei, sei der Gewinn je Aktie leicht rückläufig gewesen. Für die nächsten Jahre werde ein Umsatzwachstum von 4% bis 5% und ein Gewinnanstieg von über 7% erwartet. Bewertet sei die Aktie aktuell deutlich unter der Peer Group (ca. 20%). Die Dividende sei in den letzten 24 Jahren kontinuierlich erhöht worden und liege aktuell bei 4,6% Rendite. Dagegen haben wir Banken, insbesondere die Intesa aus Italien verkauft, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Schwerpunkt der Investitionen nach Ländern habe in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gelegen. Die größten Branchen im Fonds seien Industriegüter gewesen, gefolgt von Chemie, Banken und Energie. (Stand vom 30.05.2018) (02.07.2018/fc/a/f)





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