LBBW Dividenden Strategie Euroland R-Fonds: 01/2018-Bericht, Wertzuwachs von 2,36% - Fondsanalyse


15.02.18 09:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Dividenden Strategie Euroland investiert in Unternehmensaktien aus dem Euroraum, die sich durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik auszeichnen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Zu den Auswahlkriterien würden, neben einer überdurchschnittlich hohen Ausschüttung je Aktie, die Stabilität der Bilanzstruktur, Ertrags- bzw. Substanzstärke und gute Wachstumsperspektiven des Unternehmens gehören. Ziel des Fonds sei es, eine überdurchschnittliche Wertentwicklung im Vergleich mit dem Euroland-Aktienmarkt zu erwirtschaften. Der Fondsmanager betreibe Stock-Picking, d.h. er orientiere sich an keinem Index und an keiner vorgegebenen Länder- oder Branchengewichtung. Der Schwerpunkt der Anlagen liege derzeit bei großen Unternehmen aus den führenden Aktienindices, welche durch aussichtsreiche kleinere Werte ergänzt würden.

Nach der ausgefallenen Jahresendrally sei das Börsenjahr 2018 mit einer Jahresanfangsrally gestartet. Die ersten drei Wochen des Jahres 2018 könnten als Wochen der Rekorde bezeichnet werden. Der Dow Jones habe in diesem Zeitraum mit 25.000 und 26.000 Punkten gleich zwei Tausendermarken geknackt, was neue Rekordstände bedeutet habe. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr habe der Index bereits fünf Tausendermarken überwunden. Gleichzeitig habe der japanische Nikkei-Index mit knapp über 24.000 Punkten den höchsten Stand seit über 26 Jahren erreicht.

Im Sog dieser Rekordjagd habe der DAX nach seinem holprigen Start am ersten Handelstag des neuen Jahres ebenfalls kräftig zugelegt und mit 13.597 Zählern ein neues Allzeithoch geschafft. Auch die kleinen Brüder des DAX - der MDAX und der SDAX - hätten im Monatsverlauf neue Höchststände verzeichnet. Weltweit seien die Aktienmärkte von einer Reihe guter Konjunkturdaten und den beschlossenen US-Steuersenkungen befeuert worden. Die solide globale Konjunktur im Zusammenspiel mit niedrigen Zinsen und noch immer üppiger Liquidität beflügle die Aktien nach wie vor.

Zum Monatsende habe sich allerdings die Stimmung merklich eingetrübt. Der DAX habe kräftig nachgegeben und sei wieder unter die Marke von 13.200 Punkten gerutscht. Der starke Euro habe einen Stimmungsumschwung eingeleitet, als er mit einem Kursniveau von über 1,25 US-Dollar ein neues Dreijahreshoch markiert habe. Dabei sei der Euro von guten Konjunkturdaten getrieben worden. Demnach sei die Wirtschaft der Eurozone im Jahr 2017 so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr gewachsen.

Begleitet von hochfliegenden Frühindikatoren sei die globale Konjunktur mit Schub ins neue Jahr gestartet; das Welt-BIP dürfte 2018 mit +3,6% die höchste Rate seit 2012 erreichen. Impulse kämen weiter von Chinas vermehrt technologiegetriebenem Wachstum, das sich dank staatlicher Hilfen trotz Abbau von Industrie-Überkapazitäten und gebremstem Immobilienboom auf jährlich über 6% belaufe. Auch würden viele Schwellenländer von der höheren Rohstoffnachfrage und damit einträglicheren Exporten profitieren. Vor allem aber dürfte die US-Wirtschaft als Folge der rund 1,5 Bio. US-Dollar teuren Trump-Steuerreform im Jahr 2018 zu einem Haupttaktgeber werden. Durch die Senkung des Unternehmen-Steuersatzes von 35% auf 21% und Abschreibungshilfen sollten insbesondere Investitionen stimuliert werden. Auch in den 19 Ländern der Eurozone halte der Rückenwind an. So sei das Wirtschaftsvertrauen im Dezember auf 116 Punkte, ein neues 17-Jahres-Hoch, gestiegen.

Mit einer Performance von +2,36% habe der LBBW Dividenden Strategie Euroland R im Januar vor den relevanten Marktindices gelegen (EURO STOXX 50: +3,09% und der Benchmark EURO STOXX: +3,26%). Der EURO STOXX Select Dividend 30 sei um 2,41% gestiegen. Die Volatilität des Fonds liege auf Sicht von einem Jahr bei 7,65%, die der Benchmark EURO STOXX bei 8,98%.

Bei der Performanceattribution nach Branchen seien im Januar die Sektoren Nahrungsmittel, Technologie und Chemie im Beitrag besser relativ zur Benchmark gewesen. Mit den Gewichtungen in den Branchen Industrie, Versorger und Medien habe das Fondsmanagement weniger gut gelegen.

Auf der Einzeltitelebene hätten in der Performanceattribution die Deutsche Börse AG, die Bank Natixis sowie den zweiten Monat in Folge der Technologiewert Cap Gemini besonders positiv herausgestochen. Mit dem niederländischen Titel RELX, der Deutschen Post sowie dem italienischen Unternehmen Casino Guichard lagen wir weniger gut, so die Experten von LBBW Asset Management. Bei RELX und Deutsche Post hätten ohne konkrete Meldungen Gewinnmitnahmen eingesetzt. Die Zahlen von Casino hätten zwar die Erwartungen für den Umsatz getroffen, jedoch bei der Vorab-Guidance für die EBIT-Zahlen leicht darunter gelegen.

Im Berichtszeitraum seien Aktien der 1&1 Drillisch AG gekauft worden. Drillisch sei die vierte Kraft im deutschen Telekommunikationsmarkt unter dem Dach der United Internet AG (halte ca. 73% der Aktien) und habe unbegrenzten Zugriff auf alle gegenwärtigen und zukünftigen Technologien im Netz der Telefónica Deutschland. Im September 2017 sei die Übernahme der 1&1 erfolgreich abgeschlossen und die Integration in die Drillisch Gruppe gestartet worden. Seit Juli letzten Jahres würden 1&1-Produkte in den Yourfone Shops angeboten. Dabei würden sich Synergien aus dem gemeinsamen Hardware-Einkauf ergeben.

Sowohl Drillisch als auch 1&1 würden eine starke Teilnehmerentwicklung und weiteres Wachstum zeigen. Potenzial für eine mögliche Effizienzsteigerung ergebe sich aus der verbesserten Kapazitätsauslastung und Kostensynergien. Die hohe Eigenkapitalquote von 79,8% sowie der starke Free-Cash-Flow (EUR 291 Mio. nach neun Monaten) würden starke finanzielle Flexibilität erlauben und die Dividendenpolitik unterstützen (erwartete Rendite: Ca. 2,8% bis 3,2%). Für den Kauf hätten die Experten unter anderem die Gewichtung in BBVA komplett abgebaut.

Der Schwerpunkt der Investitionen nach Ländern habe in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gelegen. Die größten Branchen im Fonds seien Banken gewesen, gefolgt von Industriegütern, Chemie und Energie. (Stand vom 31.01.2018) (15.02.2018/fc/a/f)






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