LBBW Aktien Europa-Fonds: 10/2017-Bericht, Wertminderung von 2,36% - Fondsanalyse


15.11.17 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Europa Fonds (ISIN DE0009780221 / WKN 978022) investiert breit gestreut und über alle Branchen hinweg an den europäischen Aktienmärkten, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Sein Ziel sei eine überdurchschnittliche Partizipation an der langfristigen Entwicklung dieser Märkte. Schwerpunktmäßig würden Aktien aus den lokalen und gesamteuropäischen Blue Chip-Indices (Beispiele: DAX, EURO STOXX) erworben, ausgewählte Werte aus dem Bereich kleinerer und mittelgroßer Werte würden beigemischt.

Um möglichst umfassend an der Entwicklung der europäischen Aktienmärkte zu partizipieren, könne das Fondsmanagement mehrgleisig fahren: Im Fokus stünden europäische Standardwerte (bis zu 100% des Fondsvolumens). Je nach Markteinschätzung könnten jedoch auch bis zu 25% in mittelgroße, bis zu 10% in kleinere europäische Aktiengesellschaften und bis zu 5% in aktiennahe Wandelanleihen oder Genussscheine investiert werden.

Bei den Emittenten der sich im Fonds befindlichen Aktien solle es sich um Unternehmen handeln, die am Shareholder Value orientierte Unternehmensziele verfolgen und insbesondere eine langfristig überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite erwirtschaften, sich auf ertragreiche Kerngeschäfte konzentrieren oder ein ausgeprägtes aktionärsfreundliches Informationsverhalten praktizieren würden.

Die extrem expansive Politik von EZB-Präsident Mario Draghi habe die Märkte im Oktober wieder einmal überrascht. Die Entscheidung der EZB, ihr Anleihe-Kaufprogramm bis Ende September 2018 fortzusetzen, habe für neue Hochs an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. Zwar habe Draghi verkündet, das Ankaufvolumen auf 30 Milliarden Euro im Monat zu halbieren, dennoch sei der Euro binnen weniger Handelstage auf unter 1,16 US-Dollar abgesackt. Der schwächere Euro habe sich als Triebfeder für die Märkte erwiesen, da sich die Exportchancen für europäische Unternehmen verbessern würden.

Auch im kommenden Jahr sollte sich die Wirtschaft in Europa besser entwickeln als in den USA, weshalb eine vorsichtigere, weniger expansive Geldpolitik eigentlich überfällig gewesen wäre. Nachdem eine, auch nur geringfügige Zinserhöhung in Euroland selbst für das nächste Jahr ausgeschlossen erscheine, gehe der Markt im breiten Konsens nun davon aus, dass Draghi bis zum Ende seiner Amtszeit Ende Oktober 2019 die Märkte weiter monetär fluten werde.

Für neue Höchststände habe neben der EZB auch die überwiegend positiv ausgefallene Berichtssaison europäischer Unternehmen gesorgt. Auch für die kommenden Monate würden die Unternehmen optimistisch bleiben. So sei das ifo-Geschäftsklima für Deutschland im Oktober von 115,3 auf 116,7 gestiegen - ein neuer Rekordstand.

Auch die Ölpreise hätten ihren Höhenflug im Oktober fortgesetzt. Die Meldungen, die die Ölnotierungen hätten klettern lassen, würden zum einen mit den sinkenden Lagerbestandsdaten in den USA zusammenhängen. Zum anderen habe die internationale Politik für einen Preisauftrieb am Ölmarkt gesorgt. Dagegen habe der Katalonien-Konflikt am Markt kaum eine Rolle gespielt.

Das Stock-Picking habe sich auch im Oktober ausgezahlt. Der Fonds habe von der Titelselektion und der Branchenallokation profitiert. Unter anderem habe das Fondsmanagement im Gesundheitssektor Roche in Novo-Nordisk und im Versorgersektor RWE in E.ON getauscht. (Stand vom 30.10.2017) (15.11.2017/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
36,02 € 36,03 € -0,01 € -0,03% 17.11./19:58
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009780221 978022 37,28 € 30,28 €