LBBW Aktien Europa-Fonds: 08/2020-Bericht, Wertminderung von 2,2% - Fondsanalyse


11.09.20 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Europa investiert überwiegend in Aktien, deren Emittenten ihren Sitz in Europa haben, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Schwerpunktmäßig würden derzeit Aktien aus den lokalen und gesamteuropäischen Blue Chip-Indices (Standardwerte) erworben, ausgewählte Werte aus dem Bereich kleinerer und mittelgroßer Werte könnten beigemischt werden. Bei der Aktienauswahl seien Sharholder Value orientierte Unternehmensziele ein wesentliches Kriterium.

Die Lage der Kapitalmärkte im August habe sich trefflich als Mischung zwischen Angst und Gier bezeichnen lassen. Einerseits stiegen in vielen Ländern wieder die Zahlen der mit Covid-19 Infizierten, andererseits schienen die gigantischen Rettungspakete der Regierungen und Notenbanken zu greifen und erneute großangelegte Lockdowns waren relativ unwahrscheinlich geworden, so die Experten von LBBW Asset Management. Insofern hätten sich die Anleger auf eine zügige Erholung der Konjunktur eingestellt und die Angst sei groß gewesen, beim Aufschwung der Börsen nicht dabei zu sein und den fahrenden Börsenzug zu verpassen. Hinzugekommen sei eine überbordende Liquidität rund um den Globus, die auf historisch niedrige Zinsen getroffen habe. Diese schienen nach den Aussagen führender Notenbanker auf Jahre hinweg auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau zu bleiben, so die Experten von LBBW Asset Management. Genau damit seien seitens der Optimisten die höheren Aktienkurse gerechtfertigt worden.

Der DAX habe den Monat August mit einem beachtlichen Kursgewinn von 5,13% beendet und sei damit nicht mehr weit von seinem Jahresanfangsstand entfernt gewesen, den der amerikanische S&P 500 und die technologielastige NASDAQ längst hinter sich gelassen hätten. Deutsche Staatsanleihen hätten fast unverändert geschlossen, während Anleihen der Peripherie leichte Kursverluste hinzunehmen gehabt hätten. Spannend sei die Bewegung beim Gold gewesen, wo die Feinunze mit 2.063 USD ein neues Rekordhoch erreicht habe, bevor eine leichte Korrektur eingesetzt habe. Der Euro habe sich weiter befestigt und mehrfach die Marke von 1,19 USD getestet.

Was nach der Covid-19-Krise wahrscheinlich übrigbleiben dürfte, seien die Schulden, die die Staaten im Zuge der Rettungspakete angehäuft hätten, und die ausgeweiteten Notenbankbilanzen. Für die Anleger wegweisend gewesen sei in diesem Zusammenhang die Rede des amerikanischen Notenbankpräsidenten Powell, der Ende August auf der virtuell abgehaltenen Konferenz der Notenbanken von Jackson Hole eine etwas veränderte Zielsetzung der US-Notenbank verkündet habe. Im Ergebnis habe sie bedeutet, dass die US-Notenbank bei einem für längere Zeit niedrig gehaltenen Zins eine etwas höhere Inflationsrate zuzulassen bereit sei. Zudem habe er das Beschäftigungsziel bzw. den Arbeitsmarkt stärker in den Vordergrund gerückt. In diesem Marktumfeld werde es unverändert angezeigt sein, mit dem Rückenwind der Notenbanken strategisch zu investieren und mit einem aktiven Risikomanagement die zahlreichen Unwägbarkeiten zu berücksichtigen. (Stand vom 31.08.2020) (11.09.2020/fc/a/f)






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