LBBW Aktien Europa-Fonds: 08/2018-Bericht, Wertminderung von 1,29% - Fondsanalyse


12.09.18 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Europa Fonds (ISIN DE0009780221 / WKN 978022) investiert breit gestreut und über alle Branchen hinweg an den europäischen Aktienmärkten, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Sein Ziel sei eine überdurchschnittliche Partizipation an der langfristigen Entwicklung dieser Märkte. Schwerpunktmäßig würden Aktien aus den lokalen und gesamteuropäischen Blue Chip-Indices (Beispiele: DAX, EURO STOXX) erworben, ausgewählte Werte aus dem Bereich kleinerer und mittelgroßer Werte würden beigemischt.

Um möglichst umfassend an der Entwicklung der europäischen Aktienmärkte zu partizipieren, könne das Fondsmanagement mehrgleisig fahren: Im Fokus stünden europäische Standardwerte (bis zu 100% des Fondsvolumens). Je nach Markteinschätzung könnten jedoch auch bis zu 25% in mittelgroße, bis zu 10% in kleinere europäische Aktiengesellschaften und bis zu 5% in aktiennahe Wandelanleihen oder Genussscheine investiert werden.

Bei den Emittenten der sich im Fonds befindlichen Aktien solle es sich um Unternehmen handeln, die am Shareholder Value orientierte Unternehmensziele verfolgen und insbesondere eine langfristig überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite erwirtschaften, sich auf ertragreiche Kerngeschäfte konzentrieren oder ein ausgeprägtes aktionärsfreundliches Informationsverhalten praktizieren würden.

Der US-Präsident bleibe der zentrale Einflussfaktor an den Kapitalmärkten und habe auch im Monat August für deutliche Ausschläge in beide Richtungen gesorgt. Nachdem es zu Monatsbeginn im Rahmen des Treffens zwischen Trump und Juncker zumindest zu einer Art "Waffenstillstand" im Handelsstreit mit der EU gekommen sei, habe das Säbelrasseln mit der Volksrepublik China immer neue Eskalationsstufen erreicht. Sowohl von den USA als auch von chinesischer Seite seien neue Drohungen ausgesprochen worden: So habe beispielsweise Peking angekündigt, bestimmte Importe aus den USA im Handelsvolumen von 60 Mrd. USD mit neuen Abgaben in Höhe von 5% bis 25% zu belegen. Diese sollten gelten, sobald die USA ihre Drohungen wahrmachen würden, Einfuhren aus China im Volumen von 200 Mrd. USD mit Sonderzöllen zu versehen.

Die USA hätten sich hiervon aber nicht beeindrucken lassen und die nächste Runde im Handelsstreit eingeläutet. Am 23. August seien wie geplant neue Sonderzölle der USA gegen China in Kraft getreten. 279 Importgüter aus China seien nach Angaben der zuständigen US-Behörden davon betroffen, unter anderem Halbleiter, Chemikalien, Plastik, Motorräder und Elektroroller. Insgesamt gehe es um Einfuhren im Volumen von 16 Mrd. USD, sodass das Gesamtvolumen der von Zöllen betroffenen Waren auf 50 Mrd. USD angestiegen sei. China habe angekündigt, in ähnlichem Umfang gegenzusteuern. Geplant seien Zölle auf Benzin, Autos, Stahl und Medizintechnik aus den USA.

Neben dem Dauerbrenner Handelsstreit hätten zur Monatsmitte auch die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und der Türkei und die damit verbundenen Sanktionen gegen zwei türkische Minister die Stimmung getrübt. Die Talfahrt der Türkischen Lira habe sich daraufhin noch einmal deutlich beschleunigt und auch die Kreditwürdigkeit des Landes sei zunehmend skeptischer beurteilt worden.

Zu Beginn der zweiten Monatshälfte habe sich der deutsche Aktienmarkt ein wenig von den Verlusten erholen können. Positiv gewirkt hätten zum einen die in Ansätzen erkennbare Stabilisierung der Türkischen Lira und zum anderen die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und China in Washington, die allerdings erwartungsgemäß ergebnislos zu Ende gegangen seien. Die Hoffnung auf einen Kompromiss im Handelsstreit der USA mit Kanada habe zusätzlich stützend gewirkt, nachdem sich die USA mit dem NAFTA-Partner Mexiko vorläufig hätten einigen können. Zu Monatsschluss sei jedoch erneut Unsicherheit aufgekommen, nachdem Trump in Richtung EU und China die Rhetorik wieder deutlich verschärft habe.

Gegenüber dem Leitindex der Eurozone EURO STOXX 50, der im Monat August ein Minus von 3,7% verzeichnet habe, habe der DAX mit minus 3,5% relative Stärke gezeigt. Die im Leitindex der Eurozone hochgewichteten Finanzwerte hätten überdurchschnittlich belastet. Die Türkeikrise, aber auch die Entwicklungen in Italien hätten die Titel der Bankbranche unter Druck gebracht. Das sei auch der Grund, warum der Aktienmarkt in Italien im abgelaufenen Monat die rote Laterne trage. Aber auch die Emerging-Markets-Krise habe ihre Spuren hinterlassen. Die Aktienmärkte in Russland und China hätten ein Minus von 6,2% bzw. 5,3% verzeichnet. Die europäische Gemeinschaftswährung habe zum Ende des Monats bei 1,16 US-Dollar notiert.

Im August hielten wir an der Unterinvestition fest, weil wir auf bessere Kaufgelegenheiten warten, so die Experten von LBBW Asset Management. Die Experten hätten Unternehmen der Luxusgüterindustrie, sowie Öl- und Rohstofftitel verkauft. Dagegen hätten sie Gesundheitswerte und selektiv Technologietitel gekauft. (Stand vom 31.08.2018) (12.09.2018/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009780221 978022 37,11 € 31,41 €