LBBW Aktien Europa-Fonds: 06/2018-Bericht, Wertminderung von 1,39% - Fondsanalyse


11.07.18 11:58
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Europa Fonds (ISIN DE0009780221 / WKN 978022) investiert breit gestreut und über alle Branchen hinweg an den europäischen Aktienmärkten, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Sein Ziel sei eine überdurchschnittliche Partizipation an der langfristigen Entwicklung dieser Märkte. Schwerpunktmäßig würden Aktien aus den lokalen und gesamteuropäischen Blue Chip-Indices (Beispiele: DAX, EURO STOXX) erworben, ausgewählte Werte aus dem Bereich kleinerer und mittelgroßer Werte würden beigemischt.

Um möglichst umfassend an der Entwicklung der europäischen Aktienmärkte zu partizipieren, könne das Fondsmanagement mehrgleisig fahren: Im Fokus stünden europäische Standardwerte (bis zu 100% des Fondsvolumens). Je nach Markteinschätzung könnten jedoch auch bis zu 25% in mittelgroße, bis zu 10% in kleinere europäische Aktiengesellschaften und bis zu 5% in aktiennahe Wandelanleihen oder Genussscheine investiert werden.

Bei den Emittenten der sich im Fonds befindlichen Aktien solle es sich um Unternehmen handeln, die am Shareholder Value orientierte Unternehmensziele verfolgen und insbesondere eine langfristig überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite erwirtschaften, sich auf ertragreiche Kerngeschäfte konzentrieren oder ein ausgeprägtes aktionärsfreundliches Informationsverhalten praktizieren würden.

Der Aktienmarkt sei im Juni deutlich eingeknickt. Zwar habe der DAX zur Monatsmitte dank der Europäischen Zentralbank die 13.000 Punkte-Marke überwinden können. Doch auf Monatssicht hätten die meisten europäischen Aktienindices im Minus geschlossen.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi habe auf der EZB-Sitzung zur Monatsmitte die Weichen für den Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm gestellt. Allerdings sei Draghi seiner Marschroute treu geblieben und habe alles getan, um das Thema geldpolitische Wende behutsam anzugehen. Demnach sollten die Leitzinsen mindestens bis Sommer 2019 unangetastet bleiben - ein Signal, das eine kleine Sommerrally ausgelöst habe. Angetrieben vom schwachen Euro habe der Leitindex erstmals seit Ende Mai wieder den Sprung über 13.000 Punkte geschafft und den höchsten Tagesgewinn seit zehn Wochen verbucht. Zu dem heftigen Anstieg dürften allerdings auch die "Short-Seller" beigetragen haben, die von Draghi auf dem falschen Fuß erwischt worden seien.

Im Anschluss sei der DAX deutlich eingeknickt und habe rund 1.000 Punkte verloren. Der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt mache zunehmend auch den Unternehmen zu schaffen. Zuerst habe die Gewinnwarnung von Daimler den Anlegern die Stimmung verdorben. Ängste, dies könnte erst der Anfang einer Kette von negativen Effekten des Handelsstreits auf die Weltwirtschaft sein, hätten sich breitgemacht. Nach Daimler und ElringKlinger habe mittlerweile mit OSRAM Licht ein weiteres Unternehmen mit Bezug zur Automobilindustrie eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Zusätzlich habe der Berliner Koalitionskonflikt auf die Stimmung gedrückt.

Während die Marktteilnehmer angesichts der verstärkt protektionistischen US-Handelspolitik mit einigem Sorgengepäck in den Sommer gehen würden und sich auch Zins-Gegenwind aus Amerika allmählich hier und da bemerkbar mache, scheine hingegen die sehr expansive Fiskalpolitik der Trump-Administration für Ausgleich bei der globalen Nachfrage zu sorgen. Zusammen mit den staatlichen Impulsen in der chinesischen Wirtschaft sollte dies die Weltkonjunktur unter Dampf halten. Vor diesem Hintergrund sei auch im Euroraum vorerst kein deutlicherer Abschwung absehbar. Hierfür würden die üblichen Anzeichen wie eine inverse Zinskurve oder Frühindikatoren auf Rezessionsniveau fehlen. Allerdings würden viele Daten signalisieren, dass sich das langsamere Wachstum des ersten Quartals auch im Frühjahr fortgesetzt habe und eine leichte Senkung der BIP-Jahresprognose nahe lege.

Im Juni hätten die Experten Zykliker abgebaut und Profiteure eines höheren Ölpreises aufgebaut. Wir sind weiterhin nicht voll investiert und warten noch auf bessere Kaufgelegenheiten, so die Experten von LBBW Asset Management. (Stand vom 29.06.2018) (11.07.2018/fc/a/f)





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