LBBW Aktien Europa-Fonds: 02/2020-Bericht, Wertminderung von 7,0% - Fondsanalyse


25.03.20 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Europa investiert überwiegend in Aktien, deren Emittenten ihren Sitz in Europa haben, berichten die Experten von LBBW Asset Management.

Schwerpunktmäßig würden derzeit Aktien aus den lokalen und gesamteuropäischen Blue Chip-Indices (Standardwerte) erworben, ausgewählte Werte aus dem Bereich kleinerer und mittelgroßer Werte könnten beigemischt werden. Bei der Aktienauswahl seien Sharholder Value orientierte Unternehmensziele ein wesentliches Kriterium.

Die rasche Ausbreitung des Coronavirus und die Furcht vor einem Einbruch der Konjunktur hätten die Börsen Ende des Monats auf Talfahrt geschickt. Weltweit hätten so gut wie alle Aktienmärkte deutlich im Minus geschlossen. Der DAX sei zum Monatsende um 8,4% auf 11.890 Punkte gefallen, während er am 19. Februar - einen Tag vor Beginn der Talfahrt - noch einen Rekordschlusskurs von 13.789 Punkten markiert habe. Somit seien sämtliche Kursgewinne der vergangenen Wochen und Monate innerhalb weniger Tage ausgelöscht worden.

Die wachsende Verunsicherung erkläre sich durch die stark steigenden Infektionszahlen außerhalb Chinas, weil hiervon neben Südkorea inzwischen auch Europa in erheblichem Maße betroffen sei. Immer mehr Notenbanken, Regierungen und internationale Organisationen würden überlegen, mit welchen Beiträgen sie die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus eindämmen könnten.

Die Sorgen der Marktteilnehmer hätten in einer möglichen Unterbrechung der Lieferketten und damit einhergehenden Zulieferengpässen sowie dem Aufschieben nicht dringender Ausgaben von Unternehmen und Konsumenten bestanden. Dies könnte im Jahresverlauf zu einer Rezession in Deutschland und im Euroraum führen.

Gefragt geblieben sei weiterhin der "sichere Hafen" der Staatsanleihen. So habe sich der Renditeabwärtssog der 10-jährigen Bundesanleihen aufgrund der großen Nachfrage bis auf -0,61% fortgesetzt. Die US-amerikanischen Pendants hätten sogar erstmals unter +1,20% rentiert. Auch der US-Dollar sei Ende des Monats unter Druck geraten und habe gegenüber dem Euro auf 1,10 US-Dollar je Euro abgewertet. Begründet gelegen habe die Abwertung in der, aus Sicht der Marktteilnehmer, hohen Wahrscheinlichkeit einer US-Zinssenkung im März. (Stand vom 28.02.2020) (25.03.2020/fc/a/f)






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