LBBW Aktien Deutschland-Fonds: 10/2020-Bericht, Wertrückgang von 9,6% - Fondsanalyse


10.11.20 11:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Deutschland Fonds (ISIN DE0008484650 / WKN 848465) investiert überwiegend in Aktien, deren Emittenten ihren Sitz in Deutschland haben, so die Experten von LBBW Asset Management.

Derzeit liege der Anlageschwerpunkt des Fonds in deutschen Blue Chips (Standardwerte). Aussichtsreiche Aktien mit mittlerem und kleinerem Börsenwert (Mid- und SmallCaps) könnten beigemischt werden. Bei der Titelauswahl stehe die Analyse der Ertragschancen, der Wachstumsstärke und der Stabilität der Bilanzstrukturen im Vordergrund.

Aufgrund der starken Zunahme der Covid-19-Inzidenzen habe sich die Politik Ende Oktober gezwungen gesehen, einen zweiten Lockdown zu verordnen. Die hohe Dynamik der Konjunkturerholung der letzten Monate werde dadurch gefährdet. Die Stimmungsindikatoren für den Dienstleistungssektor hätten bereits in den letzten Wochen zur Schwäche tendiert, während in der Verarbeitenden Industrie bis zuletzt eine positive Tendenz angehalten habe. Die Anfang September gestartete Korrektur der Aktienmärkte habe sich im Oktober, im Vorfeld des zweiten Lockdowns, weiter fortgesetzt. Der europäische Rentenmarkt habe sich im Oktober dagegen von der freundlichen Seite gezeigt, während sich in den USA eine Tendenz zu steigenden Zinsen etabliert habe.

Der DAX habe den Monat Oktober mit einem Kursverlust von ca. 9,4% beendet und der marktbreite STOXX Europe 600 habe gut 5% verloren. Bei den amerikanischen Leitindices seien die Kursrückgänge mit rund 2,7% für den S&P 500 und ca. 2,3% für den technologielastigen NASDAQ moderater ausgefallen.

10-jährige deutsche Staatsanleihen hätten im Durchschnitt 0,6% hinzugewonnen. Anleihen der so genannten Euro-Peripherie seien etwas stärker gesucht gewesen. Gold habe nach der kräftigeren Korrektur im September seitwärts tendiert und bei einem Preis von 1.878 US-Dollar pro Feinunze geschlossen. Der Euro habe sein zwischenzeitliches Hoch zum US-Dollar am 1. September mit gut 1,20 erreicht und befinde sich seitdem in einer Korrekturphase.

Für gewöhnlich würden die Börsen nach der US-Wahl freundlich tendieren, wenn die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der Politik weiche. Positiv dürfte wirken, dass unabhängig vom Wahlsieger ein weiteres Konjunkturpaket in den USA geplant sei. Trotz zweitem (Teil-)Lockdown in vielen Staaten in Europa könnten Marktteilnehmer Hoffnungen - insbesondere für die exportlastige deutsche Wirtschaft - daran knüpfen, dass sich der Welthandel weiter erhole und die positive Entwicklung in China anhalte. Wahrscheinlich werde man weltweit weiterhin mit Unterstützung der Zentralbanken versuchen, den negativen Auswirkungen der Pandemie mit historisch beispiellosen Staatshilfen entgegenzuwirken. Die dadurch geschaffene Liquidität könnte die Risikoprämien weiter drücken oder zumindest stabilisieren. Angesichts der aktuellen Herausforderungen bleibe ein aktives Risikomanagement unerlässlich.

Erneut eingeführte "Lockdowns" in Europa und die anstehende US-Wahl hätten im Oktober für teilweise stark rückläufige Aktienmarktstände gesorgt. In diesem unsicheren Umfeld habe der Fonds im abgelaufenen Monat -9,60% abgegeben und damit etwas weniger als der DAX. Bei den Branchen sei, auch aufgrund des Kurseinbruchs des Sektor-Schwergewichts SAP, Software der Monatsverlierer gewesen. Ebenso hätten deutsche Gesundheitswerte überdurchschnittlich verloren. Dagegen habe der Bankensektor sogar leicht zulegen können.

Bei den Einzeltiteln im Fonds seien viele Kursentwicklungen durch die laufende Berichtssaison geprägt gewesen. Im Oktober habe diesmal MTU positiv herausgestochen; der Monatsgewinner sei Deutsche Bank gewesen, allerdings sei der Fonds hier untergewichtet gewesen. Auf der Verliererseite habe SAP mit einem Minus von ca. 31% alle anderen übertroffen. Aber auch Bayer habe nach negativen Nachrichten über 24% verloren. Bei beiden Titeln sei der Fonds untergewichtet gewesen. Der Fonds sei weiterhin nahezu voll investiert gewesen. (Stand vom 30.10.2020) (10.11.2020/fc/a/f)





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