LBBW Aktien Deutschland-Fonds: 10/2017-Bericht, Wertrückgang von 2,87% - Fondsanalyse


14.11.17 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Deutschland Fonds (ISIN DE0008484650 / WKN 848465) investiert überwiegend in Aktien führender deutscher Unternehmen (Blue Chips) aus dem DAX, so die Experten von LBBW Asset Management.

Aussichtsreiche Papiere mit mittlerem und kleinerem Börsenwert (Mid- und Small-Caps) aus dem MDAX und dem SDAX würden beigemischt. Bei der Titelauswahl stehe die Analyse der Ertragschancen, der Wachstumsstärke und der Stabilität der Bilanzstrukturen im Vordergrund.

Die Auswahl der Aktien erfolge nach dem Bottom-Up-Ansatz: Das bedeute, dass die Chancen des einzelnen Unternehmens genau analysiert würden. Die Aktie werde jedoch nur dann erworben, wenn auch die Aussichten der entsprechenden Branche und Marktregion positiv beurteilt werden könnten.

Die extrem expansive Politik von EZB-Präsident Mario Draghi habe die Märkte im Oktober wieder einmal überrascht. Die Entscheidung der EZB, ihr Anleihe-Kaufprogramm bis Ende September 2018 fortzusetzen, habe für neue Hochs an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. Zwar habe Draghi verkündet, das Ankaufvolumen auf 30 Milliarden Euro im Monat zu halbieren, dennoch sei der Euro binnen weniger Handelstage auf unter 1,16 US-Dollar abgesackt. Der schwächere Euro habe sich als Triebfeder für die Märkte erwiesen, da sich die Exportchancen für europäische Unternehmen verbessern würden.

Auch im kommenden Jahr sollte sich die Wirtschaft in Europa besser entwickeln als in den USA, weshalb eine vorsichtigere, weniger expansive Geldpolitik eigentlich überfällig gewesen wäre. Nachdem eine, auch nur geringfügige Zinserhöhung in Euroland selbst für das nächste Jahr ausgeschlossen erscheine, gehe der Markt im breiten Konsens nun davon aus, dass Draghi bis zum Ende seiner Amtszeit Ende Oktober 2019 die Märkte weiter monetär fluten werde.

Für neue Höchststände habe neben der EZB auch die überwiegend positiv ausgefallene Berichtssaison europäischer Unternehmen gesorgt. Auch für die kommenden Monate würden die Unternehmen optimistisch bleiben. So sei das ifo-Geschäftsklima für Deutschland im Oktober von 115,3 auf 116,7 gestiegen - ein neuer Rekordstand.

Auch die Ölpreise hätten ihren Höhenflug im Oktober fortgesetzt. Die Meldungen, die die Ölnotierungen hätten klettern lassen, würden zum einen mit den sinkenden Lagerbestandsdaten in den USA zusammenhängen. Zum anderen habe die internationale Politik für einen Preisauftrieb am Ölmarkt gesorgt. Dagegen habe der Katalonien-Konflikt am Markt kaum eine Rolle gespielt.

Dank einem Mix aus mehrheitlich guten Unternehmens- und Wirtschaftszahlen seien die führenden Aktienindices auf neue Rekordstände gestiegen. Die Ankündigung weiterer EZB-Käufe habe zudem den Euro wieder in Richtung 1,16 USD gedrückt und den Exporttiteln auf die Sprünge geholfen. Dabei habe unter den europäischen Indices der DAX mit 3,1% erneut stärker zugelegt.

Auch der LBBW Aktien Deutschland habe sich mit 2,87% im Oktober recht erfreulich entwickelt. Insbesondere die Entwicklung von Volkswagen mit einem Plus von 13% sei beeindruckend gewesen. Zwar halten die Experten von LBBW Asset Management aktuell keine Volkswagen-Aktien, konnten aber mit der Porsche-Position sogar noch überdurchschnittlich partizipieren. Allerdings sei der Fonds insgesamt in der Auto-Branche leicht untergewichtet.

Aus der zweiten Reihe habe Covestro deutlichen Rückenwind nach den guten Q3-Zahlen erfahren und sei um über 13% angestiegen. Dies sei nur noch durch das IPO von Voltabox übertroffen worden, die einen fulminanten Börsenstart hingelegt hätten. Auch am VARTA-Börsengang beteiligten sich die Experten von LBBW Asset Management erfolgreich. KION (-15%) habe sich nach enttäuschenden Zahlen negativ entwickelt. Die Experten hätten sich zudem an Platzierungen in Scout24, KPS und OSRAM Licht beteiligt; bei Letzteren würden sie wohl ein wenig Geduld brauchen, nachdem nicht alle Aktien erfolgreich an den Mann hätten gebracht werden können. Zur Finanzierung hätten die Experten die letzten Lufthansa-Stücke in steigende Kurse sowie aus dem MDAX Krones und Symrise verkauft. Die größte Position im Fonds bleibe SAP nach positiven Quartalsergebnissen. Die Kasse sei zuletzt leicht auf 1,4% angestiegen. (Stand vom 30.10.2017) (14.11.2017/fc/a/f)





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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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