LBBW Aktien Deutschland-Fonds: 08/2018-Bericht, Wertrückgang von 2,34% - Fondsanalyse


11.09.18 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Deutschland Fonds (ISIN DE0008484650 / WKN 848465) investiert überwiegend in Aktien führender deutscher Unternehmen (Blue Chips) aus dem DAX, so die Experten von LBBW Asset Management.

Aussichtsreiche Papiere mit mittlerem und kleinerem Börsenwert (Mid- und Small-Caps) aus dem MDAX und dem SDAX würden beigemischt. Bei der Titelauswahl stehe die Analyse der Ertragschancen, der Wachstumsstärke und der Stabilität der Bilanzstrukturen im Vordergrund.

Die Auswahl der Aktien erfolge nach dem Bottom-Up-Ansatz: Das bedeute, dass die Chancen des einzelnen Unternehmens genau analysiert würden. Die Aktie werde jedoch nur dann erworben, wenn auch die Aussichten der entsprechenden Branche und Marktregion positiv beurteilt werden könnten.

Der US-Präsident bleibe der zentrale Einflussfaktor an den Kapitalmärkten und habe auch im Monat August für deutliche Ausschläge in beide Richtungen gesorgt. Nachdem es zu Monatsbeginn im Rahmen des Treffens zwischen Trump und Juncker zumindest zu einer Art "Waffenstillstand" im Handelsstreit mit der EU gekommen sei, habe das Säbelrasseln mit der Volksrepublik China immer neue Eskalationsstufen erreicht. Sowohl von den USA als auch von chinesischer Seite seien neue Drohungen ausgesprochen worden: So habe beispielsweise Peking angekündigt, bestimmte Importe aus den USA im Handelsvolumen von 60 Mrd. USD mit neuen Abgaben in Höhe von 5% bis 25% zu belegen. Diese sollten gelten, sobald die USA ihre Drohungen wahrmachen würden, Einfuhren aus China im Volumen von 200 Mrd. USD mit Sonderzöllen zu versehen.

Die USA hätten sich hiervon aber nicht beeindrucken lassen und die nächste Runde im Handelsstreit eingeläutet. Am 23. August seien wie geplant neue Sonderzölle der USA gegen China in Kraft getreten. 279 Importgüter aus China seien nach Angaben der zuständigen US-Behörden davon betroffen, unter anderem Halbleiter, Chemikalien, Plastik, Motorräder und Elektroroller. Insgesamt gehe es um Einfuhren im Volumen von 16 Mrd. USD, sodass das Gesamtvolumen der von Zöllen betroffenen Waren auf 50 Mrd. USD angestiegen sei. China habe angekündigt, in ähnlichem Umfang gegenzusteuern. Geplant seien Zölle auf Benzin, Autos, Stahl und Medizintechnik aus den USA.

Neben dem Dauerbrenner Handelsstreit hätten zur Monatsmitte auch die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und der Türkei und die damit verbundenen Sanktionen gegen zwei türkische Minister die Stimmung getrübt. Die Talfahrt der Türkischen Lira habe sich daraufhin noch einmal deutlich beschleunigt und auch die Kreditwürdigkeit des Landes sei zunehmend skeptischer beurteilt worden.

Zu Beginn der zweiten Monatshälfte habe sich der deutsche Aktienmarkt ein wenig von den Verlusten erholen können. Positiv gewirkt hätten zum einen die in Ansätzen erkennbare Stabilisierung der Türkischen Lira und zum anderen die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und China in Washington, die allerdings erwartungsgemäß ergebnislos zu Ende gegangen seien. Die Hoffnung auf einen Kompromiss im Handelsstreit der USA mit Kanada habe zusätzlich stützend gewirkt, nachdem sich die USA mit dem NAFTA-Partner Mexiko vorläufig hätten einigen können. Zu Monatsschluss sei jedoch erneut Unsicherheit aufgekommen, nachdem Trump in Richtung EU und China die Rhetorik wieder deutlich verschärft habe.

Gegenüber dem Leitindex der Eurozone EURO STOXX 50, der im Monat August ein Minus von 3,7% verzeichnet habe, habe der DAX mit minus 3,5% relative Stärke gezeigt. Die im Leitindex der Eurozone hochgewichteten Finanzwerte hätten überdurchschnittlich belastet. Die Türkeikrise, aber auch die Entwicklungen in Italien hätten die Titel der Bankbranche unter Druck gebracht. Das sei auch der Grund, warum der Aktienmarkt in Italien im abgelaufenen Monat die rote Laterne trage. Aber auch die Emerging-Markets-Krise habe ihre Spuren hinterlassen. Die Aktienmärkte in Russland und China hätten ein Minus von 6,2% bzw. 5,3% verzeichnet. Die europäische Gemeinschaftswährung habe zum Ende des Monats bei 1,16 US-Dollar notiert.

Im Gegensatz zu den amerikanischen Märkten hätten sich die europäischen Indices im August eher enttäuschend entwickelt. Auch der DAX habe sich dem negativen Umfeld nicht entziehen können und über drei Prozent verloren. Der LBBW Aktien Deutschland habe zwar ebenfalls -2,34% abgegeben, damit aber ein um über ein Prozent besseres Ergebnis als seine Benchmark erzielt.

Bei den Einzelaktien habe sich Dialog Semiconductor mit +36% mit Abstand am besten entwickelt. Aber auch Varta habe nach guten Quartalszahlen neue Hochs erreicht; hier würden die Experten derzeit verkaufen. Von RIB Software hätten sie sich nach guten Nachrichten sogar komplett getrennt. Aumann "tauschen" wir aktuell in die Mutter MBB, die Großaktionärin ist, nachdem wir letzte Woche das Management getroffen haben, so die Experten von LBBW Asset Management. Bei den Verlierern seien insbesondere Bayer und Continental zu nennen; Conti habe mit einer Gewinnwarnung überrascht und den Leverkusenern mache die Übernahme von Monsanto nach anhängigen Klagen zu schaffen.

Insgesamt sei die Kasse durch kleinere Gewinnmitnahmen auf 1,3 Prozent angestiegen. (Stand vom 31.08.2018) (11.09.2018/fc/a/f)





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