LBBW Aktien Deutschland-Fonds: 08/2017-Bericht, Wertrückgang von 0,45% - Fondsanalyse


12.09.17 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Deutschland Fonds (ISIN DE0008484650 / WKN 848465) investiert überwiegend in Aktien führender deutscher Unternehmen (Blue Chips) aus dem DAX, so die Experten von LBBW Asset Management.

Aussichtsreiche Papiere mit mittlerem und kleinerem Börsenwert (Mid- und Small-Caps) aus dem MDAX und dem SDAX würden beigemischt. Bei der Titelauswahl stehe die Analyse der Ertragschancen, der Wachstumsstärke und der Stabilität der Bilanzstrukturen im Vordergrund.

Die Auswahl der Aktien erfolge nach dem Bottom-Up-Ansatz: Das bedeute, dass die Chancen des einzelnen Unternehmens genau analysiert würden. Die Aktie werde jedoch nur dann erworben, wenn auch die Aussichten der entsprechenden Branche und Marktregion positiv beurteilt werden könnten.

Bereits seit Mitte Mai befinde sich der europäische Aktienmarkt in einer Korrekturphase. Die Gründe dafür seien einerseits das politische Chaos im Weißen Haus und die Sorgen, dass das versprochene Konjunkturprogramm in den USA doch nicht oder nur in abgeschwächter Form kommen könnte. Trump habe bisher weder eine neue Gesundheitsreform durchgesetzt, noch seine bis zum Jahresende versprochene umfassende Steuerreform auf den Weg gebracht. Sein großes Infrastrukturprogramm stehe bisher weitgehend nur auf dem Papier und es stünden schwierige Haushaltsberatungen im Kongress an.

Auf der anderen Seite habe die Zuspitzung des Konflikts zwischen Nordkorea und den USA zu weiterer Verunsicherung unter den Marktteilnehmern geführt. Folglich habe der Euro gegenüber dem US-Dollar stark aufgewertet und kurzzeitig im August wieder über der Marke von 1,20 US-Dollar - und damit auf dem höchsten Niveau seit 2014 - notiert. Ein hoher Euro-Kurs mache Waren aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt teurer und verschlechtere dadurch die Wettbewerbsfähigkeit.

Gegen Monatsende habe sich die Lage hingegen wieder entspannt. Die nachlassende aggressive Rhetorik zwischen Nordkorea und den USA habe zu steigenden Kursen geführt. Gleichzeitig habe die Aussicht auf eine Fortsetzung der ultra-lockeren EZB-Geldpolitik dem Euro am Monatsende etwas zugesetzt, was beispielsweise dem DAX wieder über die 12.000-Punkte-Marke verholfen habe. Zudem sei positiv hervorzuheben, dass das konjunkturelle Umfeld in Europa so gut aussehe wie seit Jahren nicht mehr. Angesichts der soliden Frühindikatoren, die teilweise wie der ifo auf einem 15-Jahreshoch seien, sollte sich die Wachstumsdynamik in Europa weiter sehr solide entwickeln.

Im Monat August habe sich die Konsolidierung an den Märkten fortgesetzt. Vor allem der bis auf ein 2-Jahres-Hoch weiter steigende Euro habe bei Exporttiteln für Gegenwind gesorgt. Die Nordkorea-Krise und der US-Hurrikan Harvey hätten ebenfalls nicht die Risikobereitschaft der Anleger gefördert. Im "Urlaubsmonat" habe der LBBW Aktien Deutschland 0,45% abgegeben und sei damit inline mit seiner Benchmark gewesen.

Die Versorger waren die ganz klaren Branchengewinner; zwar sind die Experten von LBBW Asset Management bei beiden DAX-Titeln untergewichtet, allerdings haben sie über die Position in Uniper (+21%!) insgesamt ein kleines Übergewicht im Fonds. Wieder stark erholt habe sich die Lufthansa gezeigt, die von der Air Berlin-Insolvenz profitiert habe. Die Experten von LBBW Asset Management bleiben trotzdem eher Abgeber auf diesen Niveaus. Zum Monatsende habe ProSiebenSat1 mit einer erneuten Gewinnwarnung die Märkte überrascht. Leider seien die Experten bei dem Medienunternehmen geringfügig übergewichtet. Auf diesen niedrigen Niveaus würden sie an ihrer Position festhalten. Ebenfalls schwach hätten sich Finanztitel gezeigt, die unter den nachgebenden Zinsen gelitten hätten. Insgesamt haben die Experten von LBBW Asset Management nur kleinere Adjustierungen vorgenommen. Die Kasse sei zum 31. August geringfügig auf 0,7 Prozent angestiegen. (Stand vom 31.08.2017) (12.09.2017/fc/a/f)





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