LBBW Aktien Deutschland-Fonds: 04/2020-Bericht, Wertzuwachs von 9,9% - Fondsanalyse


12.05.20 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Deutschland Fonds (ISIN DE0008484650 / WKN 848465) investiert überwiegend in Aktien, deren Emittenten ihren Sitz in Deutschland haben, so die Experten von LBBW Asset Management.

Derzeit liege der Anlageschwerpunkt des Fonds in deutschen Blue Chips (Standardwerte). Aussichtsreiche Aktien mit mittlerem und kleinerem Börsenwert (Mid- und Small-Caps) könnten beigemischt werden. Bei der Titelauswahl stehe die Analyse der Ertragschancen, der Wachstumsstärke und der Stabilität der Bilanzstrukturen im Vordergrund.

Im April sei die Weltwirtschaft in eine Art künstliches Koma versetzt worden, in der Hoffnung so schlimmere Schäden verhindern zu können. Dies sei unter der Annahme geschehen, dass sie sich zu einem späteren Zeitpunkt ohne größere Nebenwirkungen wieder "aufwecken" ließe. Dies sei ein gewagtes und beispielloses Experiment, dessen Ausgang noch unbekannt sei. Derweil würden die ökonomischen Verwerfungen im Zuge der Corona-Pandemie rund um den Globus immer stärker sichtbar. Die Schätzungen über die wirtschaftlichen Folgen hierzulande pendeln sich in der Größenordnung von -5,00% bis -7,50% im Vergleich zum Vorjahresbruttoinlandsprodukt ein, so die Experten von LBBW Asset Management.

Die Erwartung einer deutlichen Verlangsamung der Covid-19-Ausbreitung und die von Regierungen und Notenbanken weltweit auf den Weg gebrachten massiven Wirtschaftshilfen hätten zu deutlichen Kursanstiegen an den internationalen Kapitalmärkten geführt. Der DAX habe den Monat April mit einem Plus von 9,32% beendet. Das sei der größte Monatsgewinn seit fast fünf Jahren. Die Mischung aus stark nach unten revidierten Gewinnschätzungen und steigenden Kursen habe zu höheren Bewertungen von Unternehmen geführt. Diese nicht auf dem Unternehmenserfolg basierenden Anstiege würden jedoch zur Vorsicht mahnen.

Am deutschen Rentenmarkt sei es im April zu einem erneuten Zinsrückgang gekommen. Deutsche Staatsanleihen hätten zum Monatsschluss bei -0,58% notiert. Zu einem Zinsanstieg hingegen sei es bei den italienischen Staatsanleihen gekommen. Diese hätten im Monatsverlauf um 0,24% zugelegt und den Monat April bei 1,76% beendet.

Der Devisenmarkt habe sich unentschlossen präsentiert. Zuletzt sei der US-Dollarkurs zum Euro zwischen 1,08 und 1,09 gependelt.

Der Pandemieverlauf bleibe weiter ungewiss und damit auch die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Kapitalmärkte. Bei derart schwankungsstarken Märkten bleibe aktives Management von entscheidender Bedeutung - sei es bei der Vermögensallokation, der Portfoliokonstruktion oder der Wertpapierauswahl. So kann durch das Fondsmanagement kurzfristig auf neue Entwicklungen am Markt und die daraus entstehenden Chancen und Risiken reagiert werden.

Fulminante (Bären-)Rally? Der April habe zu einem der besten Börsenmonate seit vielen Jahren avanciert. Der Fonds habe um fast 10% im abgelaufenen Monat zulegen können und sich damit etwas besser als der DAX entwickelt. Die Branche Technologie habe einen Zuwachs von ca. 23% in einem Monat verzeichnet. Aber auch Automobiltitel oder Werte der Gesundheitsbranche hätten um über 15% bzw. 16% zugelegt. Im Technologiesektor sei der Fonds leicht übergewichtet, in den anderen beiden untergewichtet gewesen. Mit einem Verlust von ca. 8% hätten Nahrungsmitteltitel die mit Abstand schlechteste Branche dargestellt. Die Schwankungen bei Einzeltiteln seien weiterhin hoch geblieben. Die Bestenliste im DAX sei angeführt worden von den Titeln HELLA (+27%) und Infineon (+26%). Beide befanden sich auch in unserem Portfolio, Letzterer war dabei im Fonds leicht übergewichtet, so die Experten von LBBW Asset Management. Insgesamt hätten sich Werte aus der zweiten Reihe etwas besser entwickelt als die Standardwerte im DAX. Daher habe sich die Beimischung einiger Nebenwerte im Portfolio positiv auf das Monatsergebnis ausgewirkt. Der Fonds sei per Monatsende weiterhin voll investiert gewesen und habe versucht, die hohen Schwankungen auch mit teils nur kurzfristig eingegangenen Positionen auszunutzen. (Stand vom 30.04.2020) (12.05.2020/fc/a/f)






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